Komplizen

Lassen wir uns überraschen, was herauskommt wenn unsere Gäste, unsere Unterstützer:innen und unsere ehemaligen Mitbewohner:innen sich erinnern. Kann Spuren von Nostalgie enthalten. Es ist oft schön, im Nachhinein die Essenz zu sehen, denn diese entsteht ja durch Aneinanderreihung der Alltagstage. Und die sind im Einzelnen nicht immer leicht oder cool oder friedlich. Wir hoffen drauf, dass das Bemühen um Solidarität sich immer wieder auszahlt.

Hier finden wir auch Gelegenheit, all denen einen Platz einzuräumen, die uns in diesen 40 Jahren immer wieder mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Ohne sie wären wir nicht so weit gekommen und unser Dank ist groß.

Konspirative Komplizen:

Praktikum in der Regenbogenfabrik

Als ich nach mehrjährigem Auslandsaufenthalt in Weimar und im Amazonas 2011 zurück nach Berlin kam, war mir klar: So schnell finde ich wohl keinen Job, aber bloß raus, was tun und was Neues kennen lernen. So hab ich mich um ein „Praktikum“ in der Regenbogenfabrik beworben. Neben der Mithilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit konnte ich so…

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Von 25 auf 40

Vor etwas mehr als 15 Jahren bin ich in der Regenbogenfabrik tätig gewesen. Ich kam damals aus einer anderen „Welt“: aus dem lateinamerikanischen Berlin und der Produktion von Konzerten oder DJ-Parties. Bei der Regenbogenfabrik sollte ich mich jetzt mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit befassen und vor allem die Veranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum mit vorbereiten. Ich…

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Der Stoff, aus dem wir sind

– Warum wir Natur und Gesellschaft neu denken müssen Buchvorstellung im Livestreaming |Fabian Scheidler im Gespräch mit Ute Scheub Wir sind gezwungen, die Veranstaltung abzusagen. DIE BAHN HAT ES NICHT GESCHAFFT, FABIAN ZUR RECHTEN ZEIT NACH BERLIN ZU BRINGEN. DIE VERANSTALTUNG IST FÜR HEUTE ABGESAGT! Wir verschieben auf Do., 12.8.2021 um 19:00 aus dem RegenbogenKino(auch…

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Mitnehmen, mitgeben

Der Arzt. Diagnose: „Psychose, Schizophrenie“ Ich: „Ok.“ Mir gehts mies. Damit. Und Damit in die Tagesklinik. Und Damit in eine neue Wohnung und in einen Minijob. Damit. Als Kellner dann: Regenbogenfabrik. Die Regenbogenfabrik: „ Was ist Damit!?! Ich: „Ok.! Das Zwischenmenschliche, das heißt, das zwischen mir und dir liegt ,ist bei dir und mir. Bei…

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40 Jahre Heilehaus

Im Februar 1981 wurden der Seitenflügel, das Gartenhaus und eine Ladenwohnung in der Waldemarstrasse 36 besetzt.Das besetzte Haus wurde HeileHaus genannt. Die Besetzer*innen kamen aus dem Umfeld von Selbsthilfe- und Lerngruppen, die sich schon länger mit einer naturheilkundlichen Behandlung von Krankheiten beschäftigten. Aus einer kritischen Haltung gegenüber der Schulmedizin mitsamt der Tablettenschwemme der Pharmaindustrie und…

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Regenbogenkind

Aufgewachsen bin ich auf dem ursprünglich chemieverseuchten, wunderschönen Boden der Regenbogenfabrik: hatte meine Eltern und co Eltern und besten Freunde hier, bin in den Schüli gegangen, hab im Toberaum Übernachtungsparties gefeiert, an die anschliessend ein Elternplenum stattfand und bei Ralph abgehangen. Eine kleine normale Kreuzberger Göre. Auch gründete sich hier im Hinterhof das «erste Kreuzberger…

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Eine Liebeserklärung

1984 zog ich ins besetzte Haus in der Regenbogenfabrik – zum Entsetzen meines Vaters. Geblieben bin ich ungefähr drei Jahre. Dann habe ich mich verliebt in einen Ex-Besetzer und bin Hals über Kopf zu ihm in die schicke Fabriketage. Von da aus kurz vor dem Mauerfall nach „Wessiland“. Ich erinnere mich noch gut: Ich war so…

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Chlorkohlenwasserstoffe – Präsentation von Gunnar Reich

zur chemischen Belastung auf dem Grundstück der Regenbogenfabrik Regenbogencafé am 5.4.2006 Die chemischen Stoffe, durch die unser Gelände schon so lange belastet ist, sind sogenannte Chlorkohlenwasserstoffe (CKW). Diese Stoffe werden in der Regel als Lösemittel, zur Entfettung und in der chemischen Reinigung eingesetzt. Geschichtlicher Exkurs: Der Sohn des Sägewerkbesitzers ist im 1. Weltkrieg gefallen und…

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Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin

Für viele ist Griechenland so etwas wie eine zweite Heimat: Sonne und Meer, eine kämpferische Geschichte und immer wieder tolle Leute dort, die in einem der ärmsten Länder Europas die Fahne der Solidarität und Menschlichkeit hochhalten. Aber wusstet Ihr eigentlich, dass Griechenland auch mitten in Berlin, in Kreuzberg, eine Heimat hat? Ja! In der Regenbogenfabrik!…

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152. Geburtstag im RegenbogenCafé

Euch beiden tausend Dank für Euer Engagement was Organisation, Fürsorge und Aufräumen zu unserem gemeinsamen 152. Geburtstag betrifft. Ein schönes Geschenk. Unseren Freundinnen hat dieses Beisammensein in Eurem Café sehr gut gefallen, mal hier, mal da sitzen bei kollektivem Imbiss und dann das anschließende überraschungsreiche Konzert im Dunkeln!  Manche haben so die Regenbogenfabrik überhaupt erst kennengelernt. 29.…

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Künstlerinnen des Tages – Die ACHT OHREN

Nicht nur die Menschen, die hier leben und arbeiten und ihre Geschichten, machen die Regenbogenfabrik aus. Es sind unsere Gäste, die uns mit der Welt verbinden und das Leben für uns und unsere Nachbar*innen köstlich bereichern. Die Perspektiven sehen vielleicht schon etwas rosiger aus, dass wir das bald wieder realisieren können. Doch bis dahin freuen…

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Es war einmal im Jahr 1999

Ich wollte einfach raus… Raus aus dem spießigen Spandau, wo ich seit 1974 wohnte und 3x umgezogen bin. Ganz viele meiner Freundinnen / Bekannten lebten in Kreuzberg und ich war sehr oft dort – ich genoss diese bunte Atmosphäre, die netten Menschen und träumte schon lange davon, in diesem mir lieb gewonnenen Stadtteil endlich wohnen…

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Cecosesola

Die freundschaftliche, solidarische und bereichernde Beziehung zwischen der Regenbogenfabrik und Cecosesola besteht nunmehr seit einer ganzen Reihe von Jahren. Seit Cecosesola im Jahr 2006 am ersten Internationalen Kongress für Solidarisches Wirtschaften teilnahm, war die Regenbogenfabrik einige Male unsere Unterkunft und die Möglichkeit, unser Lebensprojekt aus und in Venezuela vorzustellen. Seit wir entdeckten, wie wesentlich die…

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Kräutergarten auf der Regenbogenfabrik

Am Samstag, den 23. April 2005 um 15.00 Uhr wird es eine Kräuter-Pflanz-Aktion auf der Regenbogenfabrik geben. Es gibt Kaffee, Tee und Kuchen! Rechts neben dem Eingang zur Kantine soll ein Küchenkräutergarten angelegt werden, von dem die Kantine dann auch frische Kräuter für die Gerichte nehmen kann. Vorausgesetzt, dass alles gut wächst. Eingeladen sind alle…

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Szenen von heute

„Vor neun Uhr morgens, und ich muss reden. Ok, ausnahmsweise“, erzählt mir Christine aus der Essensgruppe in der Lausitzer 23, Hinterhaus. Was nicht stimmt – wir haben schon häufig um 7 Uhr miteinander geredet, manchmal sogar stundenlang die Weltlage diskutiert. Und nicht nur mit ihr. Auch mit Johanna und Martin darf mensch die Uhr nicht…

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l’Autre pépinière in Frankreich und bapob e.V. in Berlin

Heute, anlässlich des Tages des Freiwilligendienstes, schreiben wir im Namen von zwei Partnervereinen in Frankreich und Deutschland – l’Autre pépinière in Frankreich und bapob e.V. in Berlin. Gemeinsam organisieren wir den Deutsch-Französischen Freiwilligendienst der Alternativen (DFFA). Der französische Verein l’Autre Pépinière ist ein Verein, der 2015 von 4 Fortbildnerinnen, u.a. tätig beim Deutsch-Französischen ökologischen Freiwilligendienst,…

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Werner Orlowsky

Heute, am 8. April, wäre mein Vater Werner Orlowsky 93 Jahre alt geworden. Das hat er leider nicht geschafft. Er ist am 16. Februar 2016 nach langer Krankheit in der Datsche seiner 2. Gattin verstorben. Ich befand mich zu dieser Zeit im Urlaub auf Gomera und hatte dort Zeit, mir über Trauerfeier und Beerdigung Gedanken…

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„Unruhe ist die erste Bürgerpflicht“

– unsortierte Gedanken zu 40 Jahre Regenbogenfabrik 1981, als die Regenbogenfabrik besetzt wurde, war ich gerade nicht in Berlin, weil die Erwerbsarbeit mich an den Rhein gelockt hatte. Da ich aber noch eine Zahnbürste und etwas mehr in Berlin hatte, habe ich die Besetzungen natürlich mitgekriegt. Zehn Jahre früher, war ich selbst bei einer Besetzung…

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Regenbogenfabrik 2021

Gallisches Dorf Kreuzberg (Benvenuto Römer!): Cuvrystraße?, Heinrichplatz? Wohngemeinschaft im Altbau? Kultur am Flutgraben? Kindergarten? Café und Kantine? Hostel? Schlesische 27? Festung? Kommune? Kulturhalle? Die Reihe wird endlos – hat aber nur eine Adresse, die Vieles verbindet: Die Regenbogenfabrik Block 109! Was macht die Regenbogenfabrik so einzigartig: Es sind wohl zwei Hauptgründe: maoistisch gesehen und nach…

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Ehrentag des Unkrauts

Dem Un.Kraut wurde nun ein Tag, genauer gesagt ist es der 28. März, gewidmet. Bestimmt war gemeint: ‚Und dem Kraute‘ wird wegen seiner Vielgestalt, seinen erstaunlichen Kräfte und zig Anwendungsgebieten seit Menschengedenken die Ehre erwiesen. Schlichtweg aber geht es hier um die Pflanze an sich – denn fast jedes Kraut entfacht seine Wirkung mit Nutzen…

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Maryla

Am 26. März 2019 verstarb die bekannte Berliner Übersetzerin Maria Gast-Ciechomska, Maryla oder Marlena genannt. Sie war die Enkelin des letzten Bürgermeisters von Warschauer Stadtteil Mokotów, eine Germanistin, hervorragende Übersetzerin, antikommunistische Aktivistin, Mitglied von Solidarność Masoviens, Aktivistin der Bewegung zur Verteidigung der Menschen- und Bürgerrechte. Während des Kriegszustands wurde sie im Frauenlager in Gołdap interniert…

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Raus bist du noch lange nicht

Eine Freundin hatte uns mitgenommen in die Regenbogenfabrik. Detlef K sang zur Gitarre Lieder aus der Arbeiterbewegung. Wir waren sofort gefangen von der faszinierenden Atmosphäre dieses Aufführungsortes und dachten beide: hier müssen wir unser Stück über die Fabrikbesetzung spielen! Wir kontaktierten Peter Neuhaus, der damals für das Theaterprogramm zuständig war, er gab uns schon ein…

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Ich bin eigentlich ganz gerne für mich,

mache öfter auch mal Dinge alleine. Das scheint mir manchmal berechenbarer. Ich bin leicht zu verwirren, zum Beispiel von den vermeintlichen Erwartungen anderer. Als ich 14 war (ich müsste mal recherchieren was da grad in der Regenbogenfabrik los war…) sah ich im Zeltlager einen Betreuer betrunken am Lagerfeuer sitzen, Gitarre spielen und singen. Ich kann…

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Von Gundermann bis Guthrie

Folk-Konzert Volksmusik von hier und dort mit Jens Klein-Bösing in Zusammenarbeit mit 5R Filmproduktion Aufzeichnung vom Sonntag, 28.02.2021 | 20:30 Uhr | RegenbogenKino Lieder und Texte von Gerhard Gundermann und Woody Guthrie, John Steinbeck und Verwandten, die zwar nicht von heute sind, aber doch von Dir und mir, vom hier und jetzt und der Welt,…

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Das Wasser gehört uns allen!

Märchen aus Afrika, erzählt von Karin Bretzinger – Zum Weltwassertag –Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Berliner Wassertisch statt. Mo., 22.03.21 | 16:00 Uhr | Livestream aus dem RegenbogenKino Karin Bretzinger erzählt das Märchen vom riesigen Elefanten, der das Wasser für sich alleine in Besitz nimmt.Das Wasser, das alle zum Überleben brauchen. Der Berliner…

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Der Bau des Hostels

Durch den Umzug der Musiker in die neu fertiggestellten ( vom Kultursenat geförderten) Musikübungsräume im Keller waren hinten in der Ecke des L-Stücks der Regenbogenfabrik freie Räumlichkeiten entstanden. Das heißt: sie waren nicht wirklich „frei“, denn unser eifriger Hausmeister Flocki hatte schon immer zum Wohle der Fabrik alle möglichen Sachen gesammelt, die frau/man irgendwann einmal…

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Amalie Pinkus-de Sassi (1910–1996)

Kämpferin für Frieden und für Frauenrechte, (Mit)Gründerin von Salecina Am 19. März 2014 durfte ich im Regenbogencafé mit einem Vortrag und mit Bildern Amalie Pinkus-de Sassi vorstellen. Sie hat kein Haus besetzt. Aber mit vielen FreundInnen ein altes Bauernhaus zum selbstverwalteten linken Studien- und Kommunikationszentrums Salecina am Maloja-Paß im Engadin/Schweiz umgebaut. Zwischen 1972 und 1991…

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Bunten Dank für eure Wünsche!

Noch ganz frisch 40 und müde-stolz über den Blog und unseren Geburtstag merken wir einmal mehr, was uns neben der Vision für das große Ganze durch die Jahre getragen hat: IHR ALLE! Uns erreich(t)en so viele schöne Worte, solidarische Parolen, Regenbögen, lebendige Erinnerungen und herzlichste Glückwünsche, dass uns ganz warm um’s Geburtstags-Herz wurde und weiter…

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