1999 | Jagodas Kochbuch

Die Jahre 1998 bis 2000 waren vom deutsch-polnischen Begegnungsprojekt geprägt. Da passte es ganz wunderbar rein, dass sich Jagoda für ein Praktikum bei uns interessierte.
Jagoda, aufgewachsen in Berlin, hat ihre polnischen Wurzeln durch ihr Engagement in der Begegnung neu kennengelernt. Wir profitierten von ihrer Kenntnis der polnischen Sprache und der Kultur. Und, wie hier zu sehen, von ihrer künstlerischen Ader.
Vielen Dank Jagoda!

Die Küchengeräte auf den Gesichtern, statt schwarzer Balken, haben wir auf ein paar Tafeln hineingesetzt.

„Das Richtige im Falschen !?!“: Das Berliner Kollektivbetriebe Quartettspiel

Noch einmal wurde ein Morgen verschönert, in dem ich eine kleine Überraschung von Christine auf meinem Schreibtisch gefunden habe: ein Quartettspiel. Aber nicht irgendeines, denn die Karten stellen verschiedene Orte in Berlin dar, und unter ihnen auch die Regenbogenfabrik.

Berliner Kollektivbetriebe haben sich zusammengetan, um diese Berliner Variante des Kinderspiels „Leben und Tod“ zu schaffen. Die Orte, die vorgestellt werden, sind so divers, wie sie originell sind und so ermöglicht das Spiel authentische und spielerische Entdeckungen in der Stadt. Unter anderem findet man Werkstätten und Kollektive für Selbsthilfe und selbstständiges Arbeiten, solidarische und vielfältige Kultur- und Medienorte, künstlerische und nachhaltige Geschäfte und alternative Veranstaltungs- und Freizeitsorte.

Jede Karte informiert über die Themen des Kollektivs, über Adresse und Webseite, und weitere Informationen, die zum Spielen wichtig sind: Gründungsjahr, Zahl der Kollektivmitglieder, Gewerbefläche, Längstes Plenum, weitester Kollektivausflug, günstigste Leistung und Sprachen gesprochen.  


Hier die Antworten der Regenbogenfabrik:

Gründungsjahr: 1981

Kollektivmitglieder: 100

Gewerbefläche: 2500qm

Längstes Plenum: 24 Stunden

Weitester Kollektivausflug: 125 km (Lebehn)

Günstigste Leistung: 2,- Euro (Kinderkino)

Sprachen gesprochen: 12

Die erste Fassung des Quartettspiels, über die ich hier oben schreibe, wurde 2011 entworfen und verkauft und eine Zweite wurde auch 2015 für den Kongress zum Thema „Den Kapitalismus überwinden, wie soll das gehen? Doch tatsächlich hat die Überwindung bereits begonnen. Die Frage ist nur: Wird das Ende barbarisch sein?“ herausgebracht.

Der Verkaufspreis des Kartendecks betrug 5€ und ein paar seltene Exemplare der zweiten Auflage kann man noch finden, wenn man gut sucht (vielleicht mal ein Auge auf die Auslage im Infobüro werfen).


Also wer zuerst kommt, wird zuerst bedient!

Charlotte Castillon

Einladung Onlinediskussion 18.1.2022  – Austausch der stadtpolitischen Bewegung – was kommt 2022?

Ein Neues Jahr hat begonnen. Für uns stellt sich die Frage, wie es in den nächsten Monaten mit der Berliner Mieter:innen-Bewegung weiter weitergeht?

Dazu laden wir (Bündnis gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung Berlin) euch am 18.01.2022 herzlich ein, mit uns zu teilen, woran ihr derzeit arbeitet, wie gegenseitige Unterstützung aussehen kann und was ihr in den nächsten Monaten vorhabt:

18.01.2022 – 19 Uhr – Onlineaustausch der Berliner stadtpolitischen Bewegung:

https://viko.iniforum-berlin.de/b/san-xap-zsa-ufq

Die Ausgangssituation in Berlin hat sich geändert. Eine neue Bundesregierung, aber auch die neue Landesregierung stellen die Weichen auf Bauen, Bauen, Bauen. Da Wohnraum eine Ware bleibt, werden also neue Kapitalanlagen entstehen und in der Nebenwirkung vielleicht auch ein wenig günstiger Wohnraum.

Zeitgleich fallen mehr Wohnungen aus der Sozialbindung, als günstig neu gebaut werden. Bodenspekulation bleibt weiter attraktiv, wird kaum besteuert und drückt die Mieten weiter nach oben.

Steigende Energie- und Modernisierungskosten werden einseitig den Mieter:innen auferlegt, obwohl der Kampf gegen den Klimawandel die ganze Gesellschaft herausfordert. Es sind weiterhin tausende Menschen obdach- und wohnungslos, während spekulativer Leerstand existiert. Vor den Bundesgerichten wurden wesentliche gesetzgeberische Fortschritte der letzten Jahre kassiert. Kurzum, die Mieten und Profite steigen weiter, Menschen sterben auf der Straße und viele haben Angst um ihre Wohnung.

Gleichzeitig entstehen aber immer weitere Hausgemeinschaften und Kiezversammlungen. Die Mietervereine wachsen und eine Mieter:innengewerkschaft hat sich gegründet.

Im letzten Jahr gab es eine sehr kräftige Demo nach dem Kippen des Mietendeckels. Und der Volksentscheid für die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne (Deutsche Wohnen Enteignen) hat bravourös gewonnen! – nur gibt es keine Regierung, die gewillt ist, diesen Volksentscheid umzusetzen…

Unser Bündnis wird am 18.01.2022 den Vorschlag einbringen, dass wir uns in Berlin am „Housing Action Day“ am letzten Märzwochenende beteiligen. Damit folgen wir einem Aufruf der europaweiten Vernetzung „Action Coalition for the Right to Housing and to the City“ (Aktionsbündnis für das Recht auf Wohnen und Recht auf Stadt, https://housingnotprofit.org/).
Das Datum nimmt Bezug auf das Ende des Wintermoratoriums für Zwangsräumungen in Frankreich. In den letzten Jahren fanden zu diesem Anlass Großdemos in Berlin und anderen deutschen und europäischen Städten statt. Was dieses Jahr in Berlin zum europaweiten Housing Action Day am 26.03.2022 stattfinden könnte, ist aber offen.
Eine Demo, eine Konferenz, eine Aktionswoche, dezentrale Kundgebungen… – alles ist möglich.

Was wollen wir also tun, um als Mieten- und stadtpolitische Bewegung erneut ein starkes Zeichen zu setzen? Was wollen wir tun, damit die Mieten sinken, das Menschenrecht auf Wohnen umgesetzt wird und wir in einer solidarischen Stadt leben können? Wie können wir uns Mieter:innen darin bestärkenmm weiter für unsere Rechte zu kämpfen? Wie wollen wir die wärmende Kraft der Solidarität entfachen und in andere Städte Deutschlands und Europas erstrahlen lassen?

Kommt am 18.01.2022 ab 19 Uhr zum Onlineaustausch der Berliner stadtpolitischen Bewegung:

https://viko.iniforum-berlin.de/b/san-xap-zsa-ufq