Das ist ja so 80er!

Damals und heute. Schwarz-Weiß und Bunt.

Wer heute in Kreuzberg pastellfarben gestrichene und wärmegedämmte Gründerzeithäuser bewundert, kann sich das gar nicht mehr vorstellen: Die Höfe grau, die Straßen leer, Häuser auf Abriss, Soldaten üben Häuserkampf. Die alte Stadt galt als unwürdig und sollte abgerissen werden. Sobald die letzten Mieter:innen gegangen waren, wurden Dächer und Fenster zerstört, um das Haus der Witterung auszusetzen und es damit endgültig abrissreif zu machen. Und doch war mitten in der Verwahrlosung Platz für ein pralles Leben voller Ausprobieren und Radikalität. Wir sammeln mit Freude Berichte, Bilder und Filme in unseren Archiven und der unseres Kiezes, um einen Eindruck von damals in die heutige Zeit zu retten. Bei unseren eigenen Bildern könnt Ihr sogar die bunte Metamorphose verfolgen und staunen, wie aus ein paar Chemieschuppen und Schrott das bunte gallische Dorf heute entstanden ist: in unserer kleinen Vorher-Nachher Gallerie zeigen wir Euch, wie es und wir gewachsen sind!

Macht euch selber ein Bild.

Früher war alles Schwarz-Weiß:

Werner Orlowsky

Heute, am 8. April, wäre mein Vater Werner Orlowsky 93 Jahre alt geworden. Das hat er leider nicht geschafft. Er ist am 16. Februar 2016 nach langer Krankheit in der Datsche seiner 2. Gattin verstorben. Ich befand mich zu dieser Zeit im Urlaub auf Gomera und hatte dort Zeit, mir über Trauerfeier und Beerdigung Gedanken…

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Blockversammlung in der Ölberg-Gemeinde

(Fast) „Genau ein Jahr nach ihrer Besetzung wurde das Schicksal der Regenbogenfabrik in der Lausitzer Straße besiegelt. [Wow, „Schicksal“ was für Worte!] Am 4. März fand in der Ölberg-Gemeinde eine Bürgerversammlung statt, um den Anwohner:innen der Lausitzer/Ecke Reichenberger Straße das Konzept der Regenbogenfabrik zu erläutern. Ein Jahr lang renovierten die Besetzer:innen des Hinterhauses Lausitzer Straße…

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Von der Feuerwache zur Regenbogenfabrik

Die Regenbogenfabrik wurde am 14. März 1981 besetzt. In das Geburtstagsjahr starteten wir mit einem Vortrag zur Vorgeschichte. Am Sonntag, den 14. März haben wir das live gesendet aus dem RegenbogenCafé. Andy zeigte im Vortrag den langen Weg/Kampf um ein Kulturzentrum im Kiez und erklärte dabei unter anderem, welcher geschichtliche Zusammenhang zwischen der UFA-Fabrik, dem…

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Bericht von der Besetzung der Regenbogenfabrik

Der Südost Express berichtete in seiner Ausgabe vom April 1981: Instandbesetzung in der Lausitzer Straße In einer Blitzaktion besetzten eine Gruppe Gewerkschafter, eine Gruppe alleinstehender Frauen mit Kindern sowie einige Mitarbeiter und Freunde der Bürgerinitiative SO die leeren Wohnungen in der Lausitzer Straße 22a und 23 und die Fabrikgebäude in der Lausitzer 22. Unterstützt wurden…

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Der Bau des Hostels

Durch den Umzug der Musiker in die neu fertiggestellten ( vom Kultursenat geförderten) Musikübungsräume im Keller waren hinten in der Ecke des L-Stücks der Regenbogenfabrik freie Räumlichkeiten entstanden. Das heißt: sie waren nicht wirklich „frei“, denn unser eifriger Hausmeister Flocki hatte schon immer zum Wohle der Fabrik alle möglichen Sachen gesammelt, die frau/man irgendwann einmal…

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Pedale und Randale

1982 | Aktion „Pedale und Randale“ Die Fahrradlager des Berliner Senates für Krisenzeiten wurden geräumt. Originalverpackt konnten sie von Großabnehmern bestellt und weiterverkauft werden. Der Verein SO 36 hatte 1250 Räder gekauft. In einer Riesenaktion mit Festcharakter wurden diese in der Regenbogenfabrik unter Anleitung zusammengebaut und an EinzelabnehmerInnen weitergegeben. Nicht nur Einzelpersonen kamen, sondern auch…

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