Werenzhain – ein Atelierhof in der Niederlausitz

Nach dreizehn Jahren Wandern in Brandenburg kann festgestellt werden: die tollen Ziele gehen uns nicht aus. Eher besteht die Herausforderung darin, auch alles nacheinander überhaupt mal zu entdecken. Für die hier beschriebene Fahrt ist eine Fabrik-Anekdote zu berichten. Für die Maiwanderung erklärte ich diesen Atelierhof zu meinem Ziel und das kam so:

Davon hatte ich erfahren, weil ich während der Archivarbeit in der Regenbogenfabrik den Namen einer der dort aktiven Künstler:innen recherchierte. Ihr Name stand nämlich auf einem Plakat zur Walpurgisnachtsfeier in der Regenbogenfabrik in den 80er Jahren: Iris Stöber. Wir hatten einen sehr netten Mailaustausch und eigentlich feierte das Atelier gerade im April 2026 das

was auch ein schöner Anlass für einen Besuch gewesen wäre. Doch da war die Wandergruppe schon verabredet, nach Templin zu wandern, gerade in die entgegengesetzte Richtung.

Doch nun ergab ein Wort das andere. Wir lernten, dass die Wandergruppe, wie alle Besucher:innen von nah und fern, sehr willkommen ist. Neben dem Kunstgenuss gibt es dort im großartigen Café die Möglichkeit, Kaffee und Kuchen zu bekommen, auch Herzhaftes ist im Angebot.

So machten sich an einem schönen Sonntag im Mai gleich 16 Leute auf nach Doberlug-Kirchhain. Das alte Dorf Werenzhain ist ein Ortsteil davon.

Wer öfter im VBB-Netz unterwegs ist, hat den Bahnhof bestimmt schon mal erlebt, ist nicht gleich um die Ecke von Berlin. Und so war uns das Ziel über die vielen Wanderjahre hinweg entgangen. Aber neben dem Kunstgenuss lockt auch schöne Wandergegend. Wir sind sicher: Hier waren wir nicht zum letzten Mal!

Fotos: chz und mc