Geschichte wird gemacht

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Erich Kästner hat uns durch die Jahre begleitet. Ebenso die Überzeugung: Anarchie ist machbar, Frau Nachbar!

Geschichte ist nicht die der großen Persönlichkeiten, zumindest nicht nur. Wandel entsteht durch Erprobung der eigenen Ideen.

Keine Atempause:

Keine Macht für Niemand: ein Kampfschrei der Jahrzehnte

Im Oktober 1972 ist das Legendäre Album von Ton Steine Scherben rausgekommen. Mit dem Titel „Keine Macht für Niemand“ und einem sehr schlichten, weißen Cover prägte es mehr als eine Generation der deutschen Rockmusik. In Deutschland wurden bisher zwar engagierte Musiker:innen, wie Bob Dylan oder Joan Baez gehört, doch es gab noch nicht wirklich eine…

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Kauf und Verkauf – Geschichte des Geländes der Regenbogenfabrik

Vorsicht, das wird trocken. Zusammengetragen sind Infoschnipsel aus dem Südostexpress, von Archplan, Fragmente aus Plenumsprotokollen und aus der Magisterarbeit von Anette Schill. Es ist zu befürchten, dass noch manche Erinnerung gehoben werden muss, aber ein Anfang ist das schon mal. Es leben die Suchfunktionen: Das Wort Kauf in unserer Übersicht bringt uns in Stichworten zwei…

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Stolpersteine in der Lausitzer Straße

2005 beteiligte sich die Regenbogenfabrik zum zweiten Mal am Tag des offenen Denkmals. Das bundesweite Thema lautete „Krieg und Frieden“. Das Motto nahmen wir zum Anlass, uns damit zu beschäftigen, was in der Fabrik und in der Nachbarschaft in der Zeit des Nationalsozialismus geschehen war. Mit Hilfe des Bezirksmuseums Friedrichshain-Kreuzberg fanden wir heraus, dass jüdische…

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Phileas Fogg Day

„In 80 Tagen um die Welt“ ist ein Roman des französischen Autors Jules Verne. Der Roman wurde 1873 unter dem französischen Titel „Le Tour du monde en quatre-vingts jours“ veröffentlicht. Worum geht’s? Der reiche englische Gentleman Phileas Fogg ist geradezu ein Exzentriker in Sachen Pünktlichkeit und täglicher Gewohnheiten. Er wettet mit anderen Mitgliedern des „Reform…

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Tag des guten Nachbarn

Ihr erratet es schon, das ist doch mal wieder etwas aus der mehr oder weniger skurrilen Jahrestagskollektion. In unserer Chronik war zusammenfassend weniger Gutnachbarliches zu lesen: „1982 | Vogel/Braun droht mit der Räumung der Lausitzer 22a/23 zum 1.10.82.Eine kurzfristig einberufene Gesprächsrunde kann dies verhindern. Es wird eine Übereinkunft unterzeichnet, in der den Besetzern Verträge und…

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in memoriam – Hardt-Waltherr Hämer, auch genannt Gustav

Vom Unsinn des Abreißens! Hardt-Waltherr Hämer, geboren 1922 in Hagen bei Lüneburg, studierte an der HbK Berlin und machte seinen Abschluss als Architekt 1952. Von 1948 bis 1959 arbeitete er in den Büros der Gebrüder Luckhardt und bei G. Weber mit (Planungsleitung Nationaltheater Mannheim 1955-1957) und machte sich mit Brigitte Hämer-Buro 1959 selbstständig. Sein erstes…

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24.8.1983 | Abriss der Metallwerkstatt

Unverhofft kommt oft Am Mittwoch, dem 24.8., wurden die Metallwerkstatt und der Lagerraum der Fahrradwerkstatt in der Regenbogenfabrik abgerissen, obwohl für die gesamte Fabrik keine Abrissgenehmigung vorliegt. In diesen Räumen war auch die gesamte Strom- und Wasserversorgung für die Fabrik untergebracht; ein neuer Sicherungskasten und Zähler waren gerade erst angeschlossen worden. Die Besetzer und Fabrikgruppen…

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Klimastreik!

Eine Zukunft ohne Klimakrise. Wie, verdammt noch mal, sind die Bretter dick, die deshalb noch durchbohrt werden müssen? Wie viele Jahre sind manche Aktivist*innen schon unterwegs deswegen? Wie können wir die überzeugen, die ihre Felle davon schwimmen sehen, wenn es zu den notwendigen Änderungen kommen sollte? Brechen wir also auf zum nächsten Klimastreik und zeigen…

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Sondernummer des Südost Express zu Vogel-Braun

Liebe Leser des SÜDOST-Express! Eine Extra-Ausgabe macht insbesondere Freizeit- Aktiven außerordentlich viel Mühe. Und ein bißchen Mühe sollen auch Sie sich machen: beim Lesen und Durchwühlen durch die 24 Seiten. Und beim Weitersagen, Drüber- Reden, Weitergeben.Wir meinen, dass es sich lohnt. Spekulation mit Häusern und mit Mieterschicksalen — vor zwei Jahren in Berlin noch in…

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Klaus Jürgen Rattay

Am 22. September 1981 starb Klaus-Jürgen Rattay anlässlich der Räumung von 8 besetzten Häusern in Berlin. Sein Tod veränderte die Bewegung. Bei einigen löste die Brutalität, mit der die Räumungen durchgezogen wurden, Angst und Ohnmachtsgefühle aus. Bei dem weitaus größeren Teil der Besetzer*innen überwogen jedoch Wut und Zorn – sie radikalisierten sich mit hoher Geschwindigkeit.…

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Patenschaften für besetzte Häuser

In Berlin existierte noch in den 80er Jahren eine Mietpreisbindung für Altbauten, die die Mieten sehr niedrig und auch für sozial Schwache erschwinglich hielt. Abriss und Neubau dagegen ermöglichten Vermietern weit höhere Einnahmen. Um die Genehmigung dafür zu erhalten, mussten Vermieter allerdings nachweisen, dass der „Verfall der Bausubstanz“ so weit fortgeschritten war, dass ein Abriss…

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1981 | Brandanschlag auf die Regenbogenfabrik

Am 19. September hatte es in der Fabrik noch eine spannende Veranstaltung gegeben: Gewerkschafter aus Westberlin und Westdeutschland trafen sich zu diesen Themen: Betriebsarbeit – Arbeit im Kollektiv, Probleme der Arbeit ob überhaupt und wenn ja wie, Probleme der Gewerkschaftsarbeit (z B Neue Heimat), Anti-AKW Arbeit in den Gewerkschaften. Angezettelt hatten es Leute aus der…

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Nach dem Aktionstag ist vor dem Aktionstag

Dieses Plakat ist ein Zufallsfund, doch will ich es hier als Kommentar zum Beitrag vom 18.9. hinzufügen. Manche Kämpfe dauern einfach viel zu lange. Über die Seite radical past, in der ich es gefunden habe, kann hier nachgelesen werden: http://radicalpast.blogsport.eu/?page_id=2 Einige dort gesammelte Plakate aus der Frauenbewegung findet ihr hier: http://radicalpast.blogsport.eu/?p=375 Viel Spaß beim selber…

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Damals war’s – Conny van Geisten zum Gedenken…….

Damals war’s vor 28 JahrenIch kann kaum glauben, wie jung wir warenDa wurde die Fabrik besetztDie Spekulanten waren schwer entsetzt…… Mit diesen Worten habe ich am 14. März 2009 unsere Gäste scherzhaft zum Geburtstag der Regenbogenfabrik begrüßt, die ohne Conny van Geisten so bzw. vielleicht auch gar nicht mehr existieren würde: 1981 war die bewegte…

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Gebt den Kindern das Kommando!

Demos in, von, mit, wegen, über, (manchmal, aber wirklich nur manchmal auch ohne) die Regenbogenfabrik gab es schon immer und wird es bestimmt auch immer weiter geben. Aber eine war neu und anders: Es war im Jahr 1992. In Deutschland kam es vor dem Hintergrund der Asyldebatte der 90er Jahre zu brutalen Übergriffen auf Asylbewerber…

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Selbstorganisation: Bundesweites Tischlerinnen*treffen

Seit 1991 findet einmal jährlich und an wechselnden Orten in Deutschland das Bundesweite Tischlerinnen*treffen statt. Jedes Jahr übernimmt ein neues, ehrenamtlich arbeitendes Organisationsteam die Verantwortung, konzipiert die viertägige Veranstaltung und bereitet alles vor. Auch das Team der Regenbogen-Holzwerkstatt hat diese Aufgabe schon übernommen. Das tischlerinnen*netzwerk schrieb: Es war eine Reaktion auf fehlende Gleichberechtigung und Repräsentation…

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Die Ritterstraße

von Detlef Krenz Es ist ein trister Ort, der Moritzplatz. Auf der einen Seite Wohnbauten aus den 50er und 70er Jahren, gegenüber ein unauffälliger Altbau, und an der U-Bahn die Brache des Flohmarktes. Nur das Gebäude mit Aldi und dem Wohnungsamt fällt aus dem Rahmen. Wer der staubigen Fassade einen Blick gönnt, kann den Namenszug…

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So sah es früher in Kreuzberg aus

Mit diesen Worten war jahrelang die Mittelseite im Südost Express übertitelt. Hier wurden Zusammenhänge erklärt und erstaunliche Wurzeln entdeckt. Meine Verbundenheit mit Kreuzberg fand hier ihre Nahrung. Mal schauen, bestimmt finde ich noch ein paar andere erhellende Seiten. Hier die Veröffentlichung aus dem Sommer 1981. Dieser von Liebenow angefertigte Plan stellt die bauliche Situation in…

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Dann machen wir’s halt selbst – 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin

Ausstellung im Kreuzberg Museum: Dann machen wir’s halt selbst– 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin Mit: Casa Kuà, HeileHaus, Kinderbauernhof am Mauerplatz, Regenbogenfabrik, Schokofabrik Ausstellungsdauer27. August bis12. Dezember 2021 ÖffnungszeitenDi-Do 12 – 18 UhrFr – So 10 – 20 Uhr http://www.dann-machen-wir-es-selbst.org Bitte beachten Sie die aktuellen Covid-19 Regelungen. FHXB Friedrichshain-Kreuzberg MuseumAdalbertstr. 95a10999 Berlinfhxb-museum.de In selbstverwalteten…

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1. Kreuzberg-Stettiner Sommerfestival

1997 | Wir entwickeln unser Konzept für das deutsch-polnische Begegnungsprojekt. Wie wir schon erzählt haben, es gab in unseren Reihen nur einen Kollegen, der sich jenseits der Oder schon ein bisschen auskannte. Doch auch mitten in Berlin, so brachte er uns bei, leben viele Polinnen und Polen, merkt oft nur keine*r. Wir hatten also viel…

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Nach der Legalisierung | die Zukunft sichern

Am Ende der Selbstdarstellung schrieben wir: Heute bemüht sich der Verein Regenbogenfabrik durch Kauf bzw. durch Erbpacht (über Senatskauf) die Projektexistenz zu sichern, wobei das wichtige Prinzip des Zusammenwohnens und –arbeitens auf der Fabrik durch den erzwungenen Kopplungsvertrag am 30.6.85 zunichte gemacht werden soll. Den Wohnraum der Menschen, die sich mit dem Projekt Regenbogenfabrik verbunden…

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1984 | wackeliger Weg zur Legalisierung

Unsere Unterstützer*innen und wir, wir haben uns echt Sorgen gemacht. Gefeiert haben wir trotzdem oder gerade deswegen. Auf jeden Fall wurde später – nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal – das Ende des Regenbogens befürchtet: Die Verhandlungen hören nicht auf, die Frequenz der Treffen erhöht sich. Irgendwann scheint es nicht weiterzugehen: 1.8.1984 |…

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Eine Straße zu Ehren von Audre Lorde

Die BVV von Friedrichshain-Kreuzberg beschloss am 17.6.2021 die afroamerikanische Dichterin und Aktivistin Audre-Lorde zu ehren. Dafür wird der nördliche Teil der Manteuffelstraße umbenannt. Wer wird da gleich vor unserer Haustür geehrt? Am 18. Februar 1934 wurde Audrey Geraldine Lorde in New York geboren. Das Y hat sie schon in jungen Jahren abgelegt, für die Symmetrie…

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Impressionen aus Verwaltung und Politik

Wie genau ist es eigentlich dazu gekommen, dass du für die Regenbogenfabrik so eine wichtige Rolle gespielt hast? – So hatten wir schon letztes Jahr in Vorbereitung auf den Blog Günther Poggel gefragt. Und bekamen diese umfassende Antwort! Da muss ich schon etwas ausholen: Ab 1976 war ich als Architekt und Stadtplaner in der Senatsverwaltung…

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Der Kanal

Als ich noch im Hinterhaus gewohnt habe – also bis Ende April 2019 – mochte ich es total, aus der großen Tür herauszukommen, nach rechts abzubiegen und so zum Kanal zu gelangen. Anfangs gab es hierhin noch keinen unmittelbaren Zugang, so dass mensch entweder immer erst nach links zur Ohlauer Straße oder nach rechts bis…

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Freistadt Barackia vor dem Kottbusser Tor | 1872

Von der „Freistadt Barackia“ 1872 über die gelungene Besetzung einer verlassenen Fabrik bis hin zur heutigen Diskussion um Gentrifizierung in Kreuzberg spannt sich der Bogen der Auseinandersetzung um Mieterrechte und bezahlbare Lebensräume. „Wir bleiben alle“ lautet auch heute das Motto der Regenbogenfabrik. Das denkmalgeschützte Ensemble rund um das ehemalige Dampfsägewerk von 1877 ist Symbol für…

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Gegen die Unterbelichtung der linken Bewegung

Manch großer Worte überdrüssig, machten wir uns auf die Suche nach einer Bildersprache; eine, die der Lebendigkeit, mit der Menschen sich hier und anderswo wehren, gerecht wird. Wir Schreibenden, ihr Lesenden, wir haben schon bei einigen Beiträgen davon profitieren können, dass die engagierten Leute von UMBRUCH in alle Richtungen sammeln. Heute wollen wir sie nochmal…

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Denkmal unterm Regenbogen

1998 | Mit Schreiben aus dem Bezirksamt (Grundstücksamt) wird uns mitgeteilt, dass die Gebäude der Regenbogenfabrik und das dazugehörende Vorderhaus unter Denkmalschutz stehen. Da waren wir schon verblüfft: „Das Landesdenkmalamt hat uns nunmehr schriftlich davon in Kenntnis gesetzt, dass die auf o.g. Grundstück vorhandene Remise und der Schuppen ebenso wie das Wohnhaus auf dem Vorderland…

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Der RBB über Kreuzberg

2007 | 1. Sendetermin von Bilderbuch Kreuzbergüber uns schreibt der RBB in seiner Homepage:Die Regenbogenfabrik ist ein ehemaliges Dampfsägewerk, das 1981 als Zeichen gegen die schlechte Wohnungsbaupolitik „instand-besetzt“ wurde. Noch heute leben die Bewohner*innen den Traum von einem anderen Leben:basisdemokratisch und gerecht. Sie betreiben eine Öko-Kantine, eine Fahrradwerkstatt, einen Kindergarten, ein Hotel und ein Kino.…

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Kreuzberger Kinder malen wie sie den 1. Mai erlebt haben

1989 | Was dahinter steckt: Wieder einmal hat es am 1. Mai Randale gegeben, und wieder einmal reden sich alle die Köpfe heiß über die Ursachen, die Folgen und „wie soll das alles weitergehen“. Es werden Schuldige gesucht, Kommissionen gebildet, über Strategien gestritten, und es wird kräftig ausgeschlachtet, in alle politischen Richtungen. Ein Aspekt, dessen…

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Die 80er Jahre in Kreuzberg, die Regenbogenfabrik und Gewalt gegenüber Frauen im Kiez

Es waren die Jahre von Gefühl und Härte, von Hausbesetzungen, später auch im Osten der Stadt, vom Innensenator Heinrich Lummer und seiner Prügelgarde. Im „Risiko“ und „Dschungel“ wurde getanzt, im SO36 harter Punk gespielt und Nick Cave eroberte Kreuzberg mit seinen düsteren Songs. Es waren die Jahre des Straßenfests am Lause Platz am Ersten Mai…

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icke, dette, kiekemal: der Görli

Orte haben nicht nur eine Geschichte, man kann diese auch gemeinsam mit anderen gestalten. Dass auf dem alten Bahngelände ein Park entstand, verdanken wir den Anwohnerinnen und Anwohnern rund um den Görli, die sich über 20 Jahre lang dafür eingesetzt haben. Im Internet findet sich ein Büchlein, herausgegeben von der Agentur für soziale Perspektiven –…

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Kinderbauernhof am Mauerplatz

Der Kinderbauernhof am Mauerplatz ist 1981 als Initiative von unten und als erster Kinderbauernhof in Berlin entstanden: Eine Mutter-Kind-Gruppe, Nachbar*innen, Kinder und Jugendliche entmüllten und begrünten ein ehemaliges Trümmergrundstück an der Mauer, bauten Ställe und schafften Tiere an, um vor allem für die Kinder in der Großstadt ein Stück Grün in der Betonwüste zu schaffen.…

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Freunde des Regenbogens

Hochkarätig ist’s, was sich als Initiativkreis zur Unterstützung des Projektes Regenbogenfabrik zusammentat: Jugendstadtrat König, Schulkollege Waldi Schulze, Vereinsboss Hans Schapdick, Klaus Duntze („Strategien“-Pfarrer), Kreuzbergs oberster Evangele Gustl Roth, die Ölberg-Gemeinde und das Diakonische Werk. Mit dem Bausenator und mit Spekulant Vogel soll ein Wörtchen geredet werden, denn seit einem halben Jahr hat sich nichts Positives…

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Lucy Lameck Straße

Die Wissmannstraße in Berlin-Neukölln wurde in Lucy-Lameck-Straße umbenannt. Das hat die Bezirksverordnetenversammlung nach einer Beteiligung der Anwohner im November 2020 beschlossen. Im Frühjahr 2021, am 23. April, ist der Beschluss nun umgesetzt worden. Für die Umbenennung hat sich, gemeinsam mit anderen Aktivist:innen, der Verein Berlin Postkolonial seit seiner Gründung 2007 eingesetzt. Die Wissmannstraße war benannt…

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Regenbogenfabrik Blog – Margaux Blache

Ich habe ein Jahr in der Regenbogenfabrik gearbeitet – eigentlich war es ein bisschen weniger. Corona hat leider meinen Freiwilligendienst in der Fabrik verkürzt. Anfangs arbeitete ich im Café, zusammen mit Reiner und Lars, danach im Kulturbereich mit Christine und Andy und am Ende einen Monat in der Kantine. Ich habe auch von Johanna gelernt,…

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Unscheinbare Aushänge brachten es an den Tag

Unscheinbare Aushänge brachten es an den Tag: Die Berliner Wasserwerke (BWB) würden ein größeres Bauvorhaben starten. Schon nächste Woche! Warum? Erste Recherchen ergaben, dass es um ein im Prinzip sehr sinnvolles Bauvorhaben ging: Ein unterirdisches Auffangbecken für Starkregenfälle. Ja, als Anwohner*innen kannten wir das Problem: Es gab Sturzregen, die Kanalisation konnte das Wasser nicht auffangen…

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Kein Betonklotz in die Hinterhöfe

1981 | Bewohnerversammlung in der Ölberggemeinde: „Lebhaft und ohne falsche Zurückhaltung verlief die Versammlung der Bewohner der Ecke Lausitzer/Reichenberger Straße Anfang Mai in den Räumen der Ölberg-Gemeinde.“, schrieb der Südost Express in seiner Ausgabe im Juni 1981. Weiter im Text geht es so: Ungefähr siebzig anwesende deutsche und türkische Mieter, Besetzer, Gewerbetreibende, Hausmeister, Vertreter der…

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1. Mai 1987

In den deutschen Single-Charts stand am 1. Mai 1987 der Song „You’re the Voice” des australischen Sängers John Farnham an der Spitze auf Nummer 1, in dem er u.a. singt: We have the chance to turn the pages overWe can write what we want to writeWe gotta make ends meet, before we get much older…You’re…

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2007 Ausbau des Kinosaals

Der erste Schritt war am 30. April der Abschied der Kinogruppe vom Publikum. Dann aber die Möbel eingelagert jenseits der Spree, da wussten wir noch nicht, wie lange sie dort verbleiben würden. 2008 schrieb die Kinogruppe: nun müsst Ihr schon so lange auf uns verzichten. Aber, uns gibt es noch und es wird im Kinoraum…

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Lausehaus

Lausitzer Straße 22  – Vorderhaus mit Durchfahrt zur Regenbogenfabrik Dieses Haus wurde entmietet, sodass die Idee entstand, dort als deutsch-türkisches Wohnprojekt zu leben. Es fand sich 1982 eine Gruppe aus deutschen und türkischen Handwerkern, Paaren in der Familiengründung, junge Familien, die gemeinsam das Haus wieder instand setzen und dort im Kontext der Regenbogenfabrik wohnen wollten.…

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Gerüst störte

Nicht schlecht staunten die Anwohner der Falckensteinstraße am Samstag, den 6. März, in aller Frühe. Im Handumdrehen bauten 25 junge Arbeiter das Gerüst vor der Falckensteinstraße 9 ab, nach zwei Stunden erschien die Polizei, um das zu verhindern, kam zu spät und machte sich lächerlich, als sie zwei der Gerüstbauer entwischen ließ. Es handelte sich…

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Tag der Haustiere

Auf den Tag haben wir jetzt schon ein bisschen gewartet. Denn wir wollten euch doch endlich das Eichhörnchen vorstellen, auf das wir immer im Zusammenhang mit dem Blog zu sprechen kommen. Allerdings ist es nicht das einzige Tier, das uns hier im Hof fasziniert. Die steinerne Stadt ist belebter als wir manchmal denken, wir müssen…

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Muanana

Samstag, 16 Uhr. Jede Woche treffen sich die Muananas zum Nähen im Abstellraum der RBF. Bis zum Umzug 2017. Inzwischen ist dort eine Kita für die ganz Kleinen entstanden. Nach und nach trudeln alle ein: H., ein Tuareg aus dem Niger, der inzwischen super nähen kann. Durch das Projekt hat er seine Freude am Nähen…

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deutsch-polnische Begegnung

Drei Jahre war die Regenbogenfabrik eine von der Stiftung für Jugend und Familie geförderte deutsch-polnische Begegnungsstätte, 1998 bis 2000. Ein großes Abenteuer entwickelte sich da, gab es doch zu diesem Zeitpunkt mit Aloys genau einen Kollegen, der des polnischen überhaupt mächtig und schon jenseits der Oder gewesen war. Wir hatten, mit anderen Worten, eigentlich keine…

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Blockversammlung in der Ölberg-Gemeinde

(Fast) „Genau ein Jahr nach ihrer Besetzung wurde das Schicksal der Regenbogenfabrik in der Lausitzer Straße besiegelt. [Wow, „Schicksal“ was für Worte!] Am 4. März fand in der Ölberg-Gemeinde eine Bürgerversammlung statt, um den Anwohner:innen der Lausitzer/Ecke Reichenberger Straße das Konzept der Regenbogenfabrik zu erläutern. Ein Jahr lang renovierten die Besetzer:innen des Hinterhauses Lausitzer Straße…

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„Unruhe ist die erste Bürgerpflicht“

– unsortierte Gedanken zu 40 Jahre Regenbogenfabrik 1981, als die Regenbogenfabrik besetzt wurde, war ich gerade nicht in Berlin, weil die Erwerbsarbeit mich an den Rhein gelockt hatte. Da ich aber noch eine Zahnbürste und etwas mehr in Berlin hatte, habe ich die Besetzungen natürlich mitgekriegt. Zehn Jahre früher, war ich selbst bei einer Besetzung…

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Bilderrätsel eins

  Soviel sei schon verraten: Das Bild zeigt eine Geschichte aus 2019 Und sie geschah hier im Kiez So manches Detail sehen wir jeden Tag und nehmen es doch nicht wahr. Manch kleines Ding wirkt unscheinbar und kann doch eine große Geschichte erzählen. Wir haben uns auf Entdeckungsstreifzüge im Kiez und unterm Regenbogen gemacht und…

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Von der Feuerwache zur Regenbogenfabrik

Die Regenbogenfabrik wurde am 14. März 1981 besetzt. In das Geburtstagsjahr starteten wir mit einem Vortrag zur Vorgeschichte. Am Sonntag, den 14. März haben wir das live gesendet aus dem RegenbogenCafé. Andy zeigte im Vortrag den langen Weg/Kampf um ein Kulturzentrum im Kiez und erklärte dabei unter anderem, welcher geschichtliche Zusammenhang zwischen der UFA-Fabrik, dem…

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Amalie Pinkus-de Sassi (1910–1996)

Kämpferin für Frieden und für Frauenrechte, (Mit)Gründerin von Salecina Am 19. März 2014 durfte ich im Regenbogencafé mit einem Vortrag und mit Bildern Amalie Pinkus-de Sassi vorstellen. Sie hat kein Haus besetzt. Aber mit vielen FreundInnen ein altes Bauernhaus zum selbstverwalteten linken Studien- und Kommunikationszentrums Salecina am Maloja-Paß im Engadin/Schweiz umgebaut. Zwischen 1972 und 1991…

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Solidarische Ökonomie – 30 Jahre Arbeit am Regenbogen

Den 2011 zu unserem 30jährigen Jubiläum entstandenen Film von Anne Frisius (Buch, Regie, Schnitt), den sie in Zusammenarbeit mit Astrid Vogelpohl (Buch, Kamera) und Ute Freund (2. Kamera) erschaffen hat, kann jetzt bei uns heruntergeladen werden. Filmlänge: 45 Min. Anne schrieb in der Filmbeschreibung: Die Regenbogenfabrik in Berlin ist ein Kinder-, Kultur- und Nachbarschaftszentrum. Im…

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Pedale und Randale

1982 | Aktion „Pedale und Randale“ Die Fahrradlager des Berliner Senates für Krisenzeiten wurden geräumt. Originalverpackt konnten sie von Großabnehmern bestellt und weiterverkauft werden. Der Verein SO 36 hatte 1250 Räder gekauft. In einer Riesenaktion mit Festcharakter wurden diese in der Regenbogenfabrik unter Anleitung zusammengebaut und an EinzelabnehmerInnen weitergegeben. Nicht nur Einzelpersonen kamen, sondern auch…

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Kundgebung gegen die Zwangsräumung der Meuterei

Redebeitrag am 14.3.2021 Solidarische Grüße vom Regenbogenfabrik-Kollektiv an alle, die um ihre Häuser/Wohnungen und Gewerberäume kämpfen, teilweise seit Jahren oder seit kurzem. Oder gekämpft haben oder in absehbarer Zeit  kämpfen müssen. Es wird wohl nicht aufhören! Etwas Geschichte: 50 Jahre Georg-von-Rauch-Haus 50 Jahre Ton Steine Scherben 40 Jahre Regenbogenfabrik, Heilehaus, Schokofabrik, Kinderbauernhof Mauerplatz und viele…

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Regenbogengemeinschafts-Lied

In Anlehnung an das Bürgerlied / Zupfgeigenhansel Ob wir Fahrrad reparieren, oder Essen stets servieren Bau’n mit Beton und Stein im Nu Ob wir mit Holz und Ton arbeiten Oder Qualikurse leiten Das tut, das tut nichts dazu. Ob wir Öffentlichkeit präsentieren, Oder im Café Brötchen schmieren Uns um Kinder kümmern immerzu Ob vorm PC…

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25 Jahre

Seht, das ist eine wahre Geschichte (Hans Christian Andersen: „Die Prinzessin auf der Erbse“) 13. März 1981: Once upon a time there was a tavern, Where we used to raise a glass or two Remember how we laughed away the hours And dreamed of all the great things we would do. Die Geschichte der Besetzung…

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