Geschichte wird gemacht

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Erich Kästner hat uns durch die Jahre begleitet. Ebenso die Überzeugung: Anarchie ist machbar, Frau Nachbar!

Geschichte ist nicht die der großen Persönlichkeiten, zumindest nicht nur. Wandel entsteht durch Erprobung der eigenen Ideen.

Keine Atempause:

Give Peace a Chance!

Wie finden wir den Pfad, auf dem wir weiter unser Leben leben können, uns gegenseitig stärken können, ohne dem jeweils aktuellen Darth Vader anheimzufallen. Krieg ist unerbittlich und lässt ein sowohl als auch schlecht zu. Entweder bist du für mich oder gegen mich. Dabei ist die Weisheit von Karl Kraus weiterhin hochaktuell: „Krieg – das…

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Weitergelebte Wohnutopie | Was die taz vor elf Jahren berichtete

Damals stimmte noch: „Viele der Regenbogengarde sind um die 50…“„… bärtige Bauarbeiter, diskussionsaffine Schwäbinnen, die Regenbogenfabrik war – allein durch das Logo – schon queer, bevor das Wort in aller Munde ankam, und dass es in der Selberbasteln-Fahrradwerkstatt einen Frauentag gibt, mag auf die gepiercten Twentysomethings, die gerade in Berlin in den angeblich heißesten Stadtteil…

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Stop War!

Attac ruft zur Beteiligung am 13. März auf: Solidarität mit den Menschen in der Ukraine Sonntag, 13. März, bundesweit Großdemos für den Frieden – Attac Deutschland – http://www.attac.de Beteiligt euch an den bundesweiten Großdemos am Sonntag, 13. März Berlin, Leipzig, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart: Solidarität mit den Menschen in der Ukraine! Fotos: Sęrife Am 9.3. hat…

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Geburtstagsplakate

Unser Geburtstagsjahr ist fast vorbei. Wir haben uns alte Geschichten und viele Erinnerungen vorgenommen. Manchmal haben wir uns zart an die Zukunft rangerobbt. Alles wandelt sich, nichts bleibt. Und das scheint uns auch ganz und gar sichtbar in den Plakaten und Einladungen zu den Festen der Fabrik. Wir haben sie mal nach jeweils zehn Jahren…

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Eindrücke aus Kyjiw

Fotos: aus dem Jahr 2019 von Sęrife Am 9.3. hat sie über ihre Fotoauswahl geschrieben: https://regenbogenfabrik40.blog/2022/03/09/frieden-fur-die-ukraine/ Attac ruft zur Beteiligung am 13. März auf: Solidarität mit den Menschen in der Ukraine Sonntag, 13. März, bundesweite Großdemos für den Frieden – Attac Deutschland – http://www.attac.de Beteiligt euch an den bundesweiten Großdemos am Sonntag, 13. März Berlin,…

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Odessa

Nur wenige Flugstunden oder knapp 1.800 km trennen Berlin von Odessa, der ukrainischen Millionenmetropole am Schwarzen Meer. Die Stadt bietet nicht nur lange Strände, mildes Klima, Architektur des Klassizismus und das gesellschaftliche Phänomen „Mythos Odessa“. Die Einheimischen nennen sie „Perle am Meer“. Angesichts der Geschichte Odessas wäre die Bezeichnung „jüdische Perle am Meer“ treffend. Im…

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Frieden für die Ukraine – und anderswo!

Die Ukraine ist ein Staat in Osteuropa – mit einer Fläche von 603.700 Quadratkilometern ist sie der größte Staat, dessen Grenzen vollständig in Europa liegen, nach Russland das zweitgrößte Staatsgebiet auf dem Kontinent. Die Ukraine grenzt im Osten und Nordosten an Russland, im Norden an Belarus, im Westen an Polen, die Slowakei und Ungarn sowie…

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Frieden für die Ukraine

„Es fühlt sich ganz anders an, diese Fotos jetzt wieder zu sehen“, schreibt Sęrife in ihren begleitenden Worten, als sie uns ihre Fotos zur Verfügung stellt.„Wo früher eine Streetart-Wand mit einem bemalten Molotowcocktail nur ein schönes Bild für mich war, fühlt es sich jetzt ganz deprimierend an. Leute, die die Nationalhymne singen. Normalerweise mag ich…

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„Da kehrt man immer zurück“

Den Frühling im Jahr 1997 behalte ich für immer im Gedächtnis. Das war mein erster längerer, ein paar Monate andauernder Aufenthalt in Berlin. Damals habe ich Christine kennengelernt. Zum ersten Mal haben wir uns an einem warmen Nachmittag im April getroffen. Das war der Anfang, der bis heute andauernden Freundschaft. Christine hat vor mir die…

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1999 | Eröffnung der Geburtstagsausstellung „ … schwindelfrei ins nächste Jahrtausend …“

Als wir planten, zum 18. Geburtstag der Regenbogenfabrik mal etwas ganz besonderes zu machen, nämlich eine Ausstellung, gingen wir ohne große Vorkenntnisse an diese neue Aufgabe. Wir hatten allerdings ein paar Gelder bekommen und hier ein Auszug aus unserem Projektbericht: Zum Glück konnten wir zwei Fachleute gewinnen, die schon öfter solche Projekte bewerkstelligt hatten. Die…

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1981 | Besetzung Heilehaus

Wir gratulieren dem Heilehaus zum 41. Geburtstag! ´Zu diesem Anlass zeigen wir den Weg zum Film Carlos – Der Heilehausfilm„Barfussmedizin im Dschungel der Großstadt“ http://rbo-berlin.de/ Der Film ist 1984 entstanden, finanziert durch „Initiativen vor Ort-Stadtteilgruppen aus Kreuzberg stellen sich vor“, ein Projekt im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1984, gefördert durch den Senat für Bau- und…

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2001 | Interview mit Anette

von Ewa Maria Slaska Anette, Erziehungswissenschaftlerin, meint, dass die Teilnahme an der Besetzung des Hauses und der Fabrik in der Lausitzer Straße nicht nur die Entscheidung war, die ihr Leben bestimmte, sondern auch, dass es für sie die beste Entscheidung ihres Lebens war. „Mit meiner Entscheidung bin ich glücklich. Ganz viel von meinem Leben ist…

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Der Schornstein der Regenbogenfabrik

Der Schornstein in unserer Fabrik ist ein interessantes Überbleibsel aus den Zeiten, in denen außerhalb der alten Stadt auf der grünen Wiese Kreuzberg entstand. So hoch, mit einer schönen Krone, beeindruckt er viele Menschen, auch die Kinder in der Kita: Kein Wunder, dass der Schornstein auch die Silhouette unseres Logos prägt. Wie hoch es bis…

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Die Müllenhoffstraße

von Werner von Westhafen Auf der Suche nach Sagen von der See und vom Schifferleben. Am Mittage des 19. Februars hat der Tod einen großen Gelehrten vom rüstigen Schaffen abgerufen und der deutschen Philologie ihre Zierde und ihren Stolz geraubt. Uns aber, dem weiten Kreise dankbarer Schüler, ist der allverehrte Lehrer, Leiter und Freund entrissen…

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Widerstand ist machbar, Frau Nachbar

Eine Lange Nacht im Deutschlandfunk Von Günther Herkel | 18.02.2012 Gegen die Auswüchse einer Stadtpolitik, die das Recht auf Wohnen Kapitalinteressen auslieferte, regte sich in diesem Lande periodisch organisierter Widerstand. Erste Proteste richteten sich Anfang der 70er-Jahre gegen Immobilienspekulation im Frankfurter Westend. Gut zehn Jahre später wurden in Westberlin an die 160 Häuser „instandbesetzt“. Eine…

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Die Dudenstraße Nr. 10

von Werner von Westhafen Mit der schlichten Gestaltung wurde die Ära der »Neuen Sachlichkeit« eingeläutet. Doch die Schlichtheit kostete Milionen! Als 1848 in Mainz die erste deutsche Buchdruckerversammlung tagte und der National-Buchdrucker-Verein ins Leben gerufen wurde, ging es den versammelten Arbeitern darum, einen gerechten Lohn für ihre Arbeit auszuhandeln. Noch heute gibt die IG-Medien vor,…

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Damals und heute | Kiezdrache gegen Verdrängung – Futura gegen AKW

Rund 1000 Menschen demonstrierten am 17. November 2018 mit einem leuchtenden Kiezdrachen gegen Verdrängung durch den Kreuzberger Kiez. Der Laternenumzug startete am Heinrichplatz und zog vorbei an widerständigen Hausgemeinschaften und Projekten, die durch teure Mieten und von Kündigung bedroht sind. „Der solidarische Kiezdrache strahlt in vielen Farben, spricht alle Sprachen, hat ein großes Herz und…

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GUT DING BRAUCHT WEILE

Aus dem Archiv des Hausprojektes Leben und Arbeiten e.V. – im „Regenbogenhaus“ im Kiez am Klausenerplatz. Anlässlich eines „runden“ Geburtstages etwas zu schreiben kommt ja öfters vor, den 41zigsten eines Hausprojektes zum Anlass zu nehmen ist da vielleicht etwas ungewöhnlich, aber durchaus spannend… Am Samstag, den 7. Februar 1981 ist im sogenannten „Sanierungsgebiet Am Klausenerplatz“…

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Cioma Schönhaus: der Passfälscher

Am Sonntag, den 21. Mai 2006 hat die Regenbogenfabrik zusammen mit und in der Ölberggemeinde Berlin Kreuzberg den Autoren und Widerstandskämpfer Cioma Schönhaus willkommen geheißen, um über seine Lebensgeschichte zu berichten. Anlässlich des Tags des offenen Denkmals der Regenbogenfabrik kam die Idee auf, sich am Projekt Stolpersteine zu beteiligen. „Stolpersteine“ ist ein Projekt des Künstlers…

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Der Monat der Held:innen

Im Black History Month erinnern Schwarze Initiativen an das koloniale und rassistische Erbe. Ein neuer Förderfonds unterstützt Projekte der afrodiasporischen Communitys. Nachzulesen in der taz am 1. Februar 2022. Der Black History Month wird jeden Februar in Deutschland, Canada und USA begangen. Klar ist, das ist ein Anstoß, ein Auftakt. Um aufzuholen in Sachen Würdigung…

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Blick zurück | Die Ausstellung “… dann machen wir’s halt selbst“

Fünf Monate und 2.000 Besucher:innen später erinnern wir an unsere Jubiläumsausstellung in den Räumen des FHXB-Museums, die heute zu Ende geht. Wir möchten an dieser Stelle uns nochmal ausdrücklich bei den Menschen im Museum bedanken, dass wir die Ausstellung machen konnten und so viel Unterstützung erfahren durften. Es war eine tolle Erfahrung, mit allen Projekten…

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Tag der Patient:innen: Aktion vom Bündnis Klinikrettung gegen Klinikschließungen

Beginn: am 26.01.2022 um 09:30 UhrEnde: am 26.01.2022 um 11:30 Uhr Ein Aufruf der Komplizen von Gemeingut in Bürger:innenhand: „Am 26. Januar, dem Tag der Patient:innen, werden wir auf dem Alexanderplatz neben der Weltzeituhr um 10:30 Uhr eine Aktion gegen Klinikschließungen durchführen.  Mit der Aktion läuten wir den Endspurt für die Unterschriftensammlung zu unserer Petition…

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Die Bergmannstraße Nummer 55

von Werner von Westhafen Das Haus mit der Nummer 55 tanzt aus der Reihe: Es ist zu niedrig, es ist zurückgesetzt, und es hat einen Vorgarten. Es ist nur ein winzig kleiner Punkt. Aber es ist der einzige auf der Karte von 1834, der auf ein Haus an der Bergmannstraße hinweist. Dieses Haus war das…

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Südost Express

von Hans W. Korfmann vor 20 Jahren veröffentlicht. »Sie gehen … – wir auch!« So stand es auf dem Titel der »Allerletzten« Ausgabe des Südost Express, der Nr.141 vom Juli 1990. Damit verabschiedete sich die wohl erfolgreichste »Kreuzberger Lokalzeitung« von ihren Lesern. Das Titelbild zeigt zwei amerikanische Soldaten, die wenige Monate nach dem Fall der…

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1987 | Räume für Kinder

Kindertagesstätten in der Stadterneuerung durch Umnutzung und Neubau– 26 Projekte in der Luisenstadt und im Strategiengebiet Kreuzberg SO 36 Ein Beitrag von Anette Schill über die Elterninitiativ-Kindertagesstätte Kinder- und Jugendbereich „Yapma“ Regenbogenfabrik Lausitzer Straße 22 Auszug: Offene Kinder- und Jugendarbeit Als vor nunmehr fast sechs Jahren das Gelände der Regenbogenfabrik besetzt wurde, trafen die Instandbesetzer…

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1987 | Die Mietpreisbindung für Altbauten wird in Berlin abgeschafft

In der BRD wurde 1975 mit dem Miethöhegesetz (MHG) der Mietspiegel als Instrument zur Bestimmung der ortsüblichen Vergleichsmiete eingeführt. Die wesentlichen Bestimmungen für Mieterhöhungen waren die zwölfmonatige Sperrfrist, die Kappungsgrenze von 30% innerhalb von drei Jahren und ein dynamischerer Begriff der ortsüblichen Vergleichsmiete. Im Gegensatz zu dem seit 1960 geltenden so genannten „Lücke-Gesetz“, das die…

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1986 | Betreuung und Auswertung des Selbsthilfeprojektes Lausitzer Str. 22a/23 von Brutus U. Kueßner

Für einen ersten Eindruck hier zum Reinschmecken das Inhaltsverzeichnung des Berichts zum Werkvertrag. Die ersten Jahre der baulichen Selbsthilfe waren – noch in der Besetzungszeit – vor allem Sicherungsmaßnahmen und notdürftige Winterfestmachung. Mit Beginn der offiziellen Selbsthilfe musste ein Maßnahmenkatalog abgearbeitet werden. Die Qualität musste endgültig stimmen und die Koordination der Aufgaben gewährleistet sein. Da…

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Was auf die Ohren – zum Mitlesen

Berlins erste Hausbesetzung„Ihr kriegt uns hier nicht raus!“28:31 Minuten Von Ralf bei der Kellen, Mitarbeit: Kai Steffen · 22.12.2021     Audio herunterladen https://www.deutschlandfunkkultur.de/hausbesetzer-berlin-west-100.html Frei von Repressionen und bürgerlichen Zwängen leben: Vor 50 Jahren begann in Kreuzberg die erste Hausbesetzerbewegung West-Berlins. Den Soundtrack dazu lieferte die Band „Ton Steine Scherben“, vor allem mit ihrem„Rauch-Haus-Song“. Im Juni…

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Gisela Notz | Der verpasste »Weihnachtsfrieden« von 1914

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. verkündete am 1. August 1914 vom Balkon des Berliner Schlosses den Krieg. Tausende seiner Untertanen waren gekommen und die wollte er davon überzeugen, dass der »ausgebrochene« Krieg ein Verteidigungskrieg sei, denn er sei »das Ergebnis eines seit langen Jahren tätigen Übelwollens gegen Macht und Gedeihen des Deutschen Reiches«. Alle sollten…

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Die Alte Jakobstraße Nr. 85/86

von Horst Unsold, veröffentlicht im September 2016 Wieviele Betriebe in den vier Höfen mit ihren vielen Aufgängen zu den verschiedenen Gebäuden untergebracht sind, ist kaum auszumachen. Während das Adressbuch von 1901 noch Schmieden, Schlossereien und andere metallverarbeitende Handwerksbetriebe als Mieter der Alten Jakobstraße 85/86 verzeichnet, sind es heute ein Buchladen, ein spanisches Restaurant, eine Anwaltskanzlei,…

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Mutoid Waste Company

Die Mutoid Waste Company war eine Performancekunst-Gruppe, die 1984 von Joe Rush in London gegründet wurde. Sie hatte ihren Ursprung in Frestonia, einer nicht ganz ernst gemeinten Sezessionsbewegung im Notting Hill der siebziger Jahre und wurde unter anderem von den „Mad Max“-Filmen inspiriert. Die Künstler bauten alte Autos zu endzeitlich anmutenden Fahrzeugen und Skulpturen um…

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1983 | Rettet die Regenbogenfabrik!

2.000 und mehr Unterschriften wurden im Dezember 1983 gesammelt. Die Anzeige erschien im Tagesspiegel und in der taz. Wie kam es zum Alarm? Nach mehr als zweieinhalb Jahren Besetzung hatte die Eigentümerin „Wohnbau Design“ dazu aufgefordert, die Immobilie sofort zu verlassen. Der Geschäftsführer Vogel teilte mit, es gäbe einen interessierten Pächter, der auf dem Gelände…

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Die Regenbogenfabrik

von Erwin Tichatschek Dreißig Jahre lang existierte die ehemals besetzte Fabrik am Rande der Illegalität. Kürzlich wurde sie legalisiert. Die Lausitzer Straße mit ihren unsanierten Miethäusern macht es auch geschickten Immobilienhändlern schwer, Kundschaft zu akquirieren. Während in der Nähe zum Kanal meterhohe, geschwungene Portale und ausladende Fenstersimse noch von besseren Zeiten und vornehmeren Mietern zeugen,…

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1971 | Rauchhausbesetzung

ein Veranstaltungshinweis: 50 Jahre Rauchhausbesetzung am 8.12.1971 – 50 Jahre Besetzungen und Kämpfe für selbstbestimmtes Wohnen und Leben Die Besetzung des Rauchhauses am 8.12.1971 war nach dem Jugendzentrum Kreuzberg im Juni 1971 die zweite erfolgreiche Besetzung in Westberlin und gleichzeitig ein entscheidender Schritt für den Erhalt des ehemaligen Krankenhauses Bethanien in kommunaler Hand. Die Spekulant*innenpläne…

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50 Jahre Rauchhausbesetzung – und wie geht es heute?

Am 08. Dezember 1971 besetzten ca. 300 junge Menschen das frühere Schwesternwohnheim Martha-Maria-Haus auf dem Krankenhausgelände des Bethanien. Noch am selben Abend kamen zahlreiche Unterstützer*innen von einer Veranstaltung der TU zum Anlass der Erschießung von Georg von Rauch um die Besetzer*innen zu unterstützen und wurden von der Polizei angegriffen. Seitdem heißt das Haus „Georg-von-Rauchhaus“ und…

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2011 | Abschluss Pachtvertrag

11.224 Tage nach der Besetzung und 6.923 Tage nach dem ersten Entwurf für einen Pachtvertrag ist die Fabrik legalisiert. Zu diesem Anlass geben wir Anette das Wort. Sie hat den folgenden Beitrag für unseren Freundeskreis geschrieben. Wir warben um ihre Unterstützung, um die Kosten für den Erbpachtvertrag aufzubringen. Insgesamt 80.000 Euro waren in kurzer Zeit…

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Georg von Rauch

Noch ein paar Tage nur: Am 8. Dezember wird es dieses Jahr auf dem Mariannenplatz feierlich zugehen, Lieder werden gesungen am Abend und Redebeiträge gehalten. Es ist der „50. Geburtstag“ des Georg-von-Rauch-Hauses zu erinnern. Oder besser: die Erinnerung an die damalige Besetzung. Der Rauchhaussong der Ton Steine Scherben wird wieder mal erklingen. Wie kam es…

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1985 | Aus der Großpflegestelle mit 8 Kindern wird eine Eltern-Initiativ-Kindertagesstätte mit 15 Plätzen

Die Jugendsenatorin Schmalz-Jakobsen kommt anlässlich der Einweihung vorbei und bekommt eine Kekstorte ab, in Form der Regenbogenfabrik. Wir fragten an bei Günther Poggel, ob er die Situation noch erinnert. Wir können uns vorstellen, dass es schon einige Mühe gemacht hat, eine „richtige“ Kita bei uns einzurichten. Und dann zur Eröffnung auch noch die Senatorin zu…

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1997 | Endgültige Bauabnahme im 2. Hinterhaus

Der 30. November 1997 ist nun schon eine gute Weile her, doch die Erinnerung daran wird manchen langjährigen Bewohner:innen noch in den Knochen stecken. Mehr oder weniger 18 Jahre Leben auf der Baustelle lagen hinter ihnen. Von 1981 bis 1984 Sicherung des Hauses nach jahrelanger Vernachlässigung. Dann Kampf um langfristigere Mietverträge. In der Zeit konnte…

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Die Schlesische Straße Nr. 13

von Werner von Westhafen Es heißt, es sei das älteste Haus Kreuzbergs. Gäbe es die Bartholdische Meierei noch, jenes sagenhaft große Landgut, das sich der Bürgermeister Bartholdi 1686 vor dem Schlesischen Tor zulegte, dann würde das Haus an der Schlesischen Straße Nummer 13 genau an der Grenze dieses Landsitzes stehen, der sich von hier aus…

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1985 | ein Brief an die Gesellschaft der Eigentümer

23. November 1985, mehr als ein Jahr nach der Legalisierung von Regenbogenfabrik und Wohnhaus. Aber die Zukunft des Hinterhauses scheint ungewisser denn je. In nervtötender Wiederholung wird abwechselnd Fabrik gegen Haus ausgespielt oder manchmal auch umgekehrt. Wieder war es also notwendig geworden, die Beteiligten an den Verhandlungstisch zu bringen. Zweimal gehörte zu diesen Bemühungen auch,…

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1982 | Die Hinterlassenschaften der ehemaligen Chemiefabrik machen einen Bodenaustausch notwendig

Dabei kommt es auch zum Abriss des komplett chemieverseuchten Schuppens. Vorausgegangen waren sehr aufreibende Verhandlungen, die Investoren hatten viel mehr Abriss vor. Auch davon hatten wir schon berichtet: https://regenbogenfabrik40.blog/2021/10/29/1982-vogel-braun-stellen-strafanzeige-gegen-besetzerinnen/ Am Ende war der Totalabriss abgewendet und es konnten die Voraussetzungen geschaffen werden für die Aktion der Freund:innen des Regenbogens im folgenden Mai: Es kam zur…

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1983 | Besuchen Sie die Regenbogenfabrik, solange es sie noch gibt

Bericht von der sogenannten Ku-Damm Aktion am 17.11.1983:Die Tischler hatten ihre Werkbank mitgebracht, die Fahrradwerkstatt schraubte zur Abwechslung mal im Freien, die Kinoleute zeigten recht „handgreiflich“, was sie unter Kino zum Anfassen verstehen, indem sie meterweise Film von der Rolle verschenken. Am Café-Gruppenstand konnte man sich an den selbstgebackenen Kuchen laben und die Eisfinger am…

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Damals und heute

Vom Blechschaden zum Hostel Blechschaden heißt es an der rohen Wand, das N mit einer Pfeilspitze nach oben. Dazu ein neues Fenster eine neu gesetzte Blechtür. Was steckt dahinter? Die Egerländer der Bewegung, die IG Blech! Die Pfeilspitze am N erinnert mich ans Kraakerzeichen, halt nur ohne Kreis und ein bisschen verschoben in der Richtung,…

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Eine Mauer reicht

Äh? Kenner:innen werden aufmerken. Was soll denn dieses Flugblatt im November, das war doch Mai. Stimmt. Doch am 11.11.1980 wurde der Zwischenbericht Oranienplatz der IBA veröffentlicht. Was werden sie damit tun? Ist er überschrieben. Und es geht um die Beschreibung des Planungsprozesses mit den Anwohner:innen. Bevor alles in die gefeierte Einbeziehung der Anwohner:innen mündete, brauchte…

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Die Fontanepromenade 15

von Lothar Eberhardt Bei sommerlichem Wetter spendet eine Reihe alter Platanen Spaziergängern Schatten, die Straße erinnert an die Alleen in der Mark Brandenburg, durch die der Schriftsteller Theodor Fontane so gerne wanderte. Fünf Jahre nach seinem Ableben erhielt das Sträßchen mit der Nummer 13 des Hobrechtschen Bebauungsplanes seinen Namen: Fontanepromenade. Während auf der östlichen Seite…

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2002 | Einweihung der Hostel-Rezeption in den Räumen der ehemaligen Kita

Fast zwanzig Jahre! An diesen schönen Fortschritt in der Entwicklung der Regenbogenfabrik erinnern wir mit einem Artikel aus der Festschrift zum 25jährigen Jubiläum der Regenbogenfabrik. Also: Nächstes Jahr das Feiern nicht vergessen! Unsere Rezeption: Aus meiner Erinnerung. Den Traum vom eigenen Hostel träumten 1997 Thomas und Susanne. Es wurde ausgebaut, umgebaut und mit Betten von…

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Filmwochenende im RegenbogenKino

Do., 04. bis Mo., 08.11.2021Im Begleitprogramm zur Ausstellung im FHXB „Dann machen wir’s halt selber! ­ 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin“ zeigen wir sehr unterschiedliche Filme, in denen u.a. die Projekte „Kinderbauernhof Mauerplatz“, „Heilehaus“ und „Regenbogenfabrik“ die Hauptrolle spielen und die einen Einblick in das Besetzer:innenleben Anfang der 80er geben.Den Blick noch weiter zurück…

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Lausitzerstraße 22

von Werner von Westhafen Die Zeit der Maschinen war gekommen, in der Nähe der Wasserstraßen entstanden Fabriken. Eine in der Lausitzer Straße Im Hof der Lausitzer Straße Nummer 22 mit seinem backsteinroten Schornstein und der legendär gewordenen Regenbogenfabrik in den Remisen und alten Lagerhallen wurden keine Regenbogen fabriziert. Bevor junge Leute in den Achtzigerjahren den…

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2007 | Richtfest

Oh, die erklärenden Zeilen in Wikipedia sind doch gleich nach meinem Geschmack: „Das Richtfest (auch Bauheben, Weihefest, Hebefest, Hebfeier, Hebauf, Hebweih, Hebmahl, Firstbier, Aufschlagfest oder Hiebschmaus; in Österreich Gleichenfeier, Firstfeier/-fest oder Dachgleiche; in der Schweiz Aufrichte, niederdeutsch Fensterbeer) wird gefeiert, wenn der Rohbau eines Gebäudes fertiggestellt und der Dachstuhl errichtet bzw. das Dach erstellt ist.…

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25 Jahre Städtepartner Stettin

30.10.1997 | Gründung des Vereins Städtepartner Stettin im Wohnhaus der Regenbogenfabrik Zu diesen Zeiten war der Fotoapparat nicht gleich zur Hand, es gibt von dem – aus heutiger Sicht denkwürdigen Treffen – keine Fotos. Auch sonst enthält die digitale Bilderkiste eher wenige Fotos aus dem letzten Jahrtausend. Der erste Fund zeigt einen Infostand im Jahr…

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Wegbereiterinnen XX

Präsentation des Wandkalenders 2022– zum 20. Jubiläum Sa., 30.10.2021 | 19:30 | live aus dem RegenbogenKino 20 Jahre Kalender – 93 Autor:innen – 240 Wegbereiterinnen Zur Feier des Jubiläums laden ein:Gisela Notz (Herausgeberin)Heike Notz, Cornelia Wenzel und Annette Vogt (Autorinnen)Hannelore Zimmermann und Waldemar Schindowski (Verlag AG Spak) Von den im Kalender vorgestellten Frauen werden präsentiert:Granny…

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1982 | Vogel/Braun stellen Strafanzeige gegen Besetzer:innen

… und kündigen Baubeginn und damit Räumung in der Lausitzer Straße an Eine Gesprächsrunde beim Baustadtrat Orlowsky verhindert diese Räumung und bringt Einigung über das Verfahren zwischen Eigentümern, Besetzern, IBA, Verein SO 36, S.H.I.K. und Senat für Bau- und Wohnungswesen (sog. Vermerk). In der Dezemberausgabe berichtete der Südost Express: „Auf dem Gelände der Regenbogenfabrik wird…

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Keine Macht für Niemand: ein Kampfschrei der Jahrzehnte

Im Oktober 1972 ist das Legendäre Album von Ton Steine Scherben rausgekommen. Mit dem Titel „Keine Macht für Niemand“ und einem sehr schlichten, weißen Cover prägte es mehr als eine Generation der deutschen Rockmusik. In Deutschland wurden bisher zwar engagierte Musiker:innen, wie Bob Dylan oder Joan Baez gehört, doch es gab noch nicht wirklich eine…

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Kauf und Verkauf – Geschichte des Geländes der Regenbogenfabrik

Vorsicht, das wird trocken. Zusammengetragen sind Infoschnipsel aus dem Südostexpress, von Archplan, Fragmente aus Plenumsprotokollen und aus der Magisterarbeit von Anette Schill. Es ist zu befürchten, dass noch manche Erinnerung gehoben werden muss, aber ein Anfang ist das schon mal. Es leben die Suchfunktionen: Das Wort Kauf in unserer Übersicht bringt uns in Stichworten zwei…

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Stolpersteine in der Lausitzer Straße

2005 beteiligte sich die Regenbogenfabrik zum zweiten Mal am Tag des offenen Denkmals. Das bundesweite Thema lautete „Krieg und Frieden“. Das Motto nahmen wir zum Anlass, uns damit zu beschäftigen, was in der Fabrik und in der Nachbarschaft in der Zeit des Nationalsozialismus geschehen war. Mit Hilfe des Bezirksmuseums Friedrichshain-Kreuzberg fanden wir heraus, dass jüdische…

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Phileas Fogg Day

„In 80 Tagen um die Welt“ ist ein Roman des französischen Autors Jules Verne. Der Roman wurde 1873 unter dem französischen Titel „Le Tour du monde en quatre-vingts jours“ veröffentlicht. Worum geht’s? Der reiche englische Gentleman Phileas Fogg ist geradezu ein Exzentriker in Sachen Pünktlichkeit und täglicher Gewohnheiten. Er wettet mit anderen Mitgliedern des „Reform…

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Tag des guten Nachbarn

Ihr erratet es schon, das ist doch mal wieder etwas aus der mehr oder weniger skurrilen Jahrestagskollektion. In unserer Chronik war zusammenfassend weniger Gutnachbarliches zu lesen: „1982 | Vogel/Braun droht mit der Räumung der Lausitzer 22a/23 zum 1.10.82.Eine kurzfristig einberufene Gesprächsrunde kann dies verhindern. Es wird eine Übereinkunft unterzeichnet, in der den Besetzern Verträge und…

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in memoriam – Hardt-Waltherr Hämer, auch genannt Gustav

Vom Unsinn des Abreißens! Hardt-Waltherr Hämer, geboren 1922 in Hagen bei Lüneburg, studierte an der HbK Berlin und machte seinen Abschluss als Architekt 1952. Von 1948 bis 1959 arbeitete er in den Büros der Gebrüder Luckhardt und bei G. Weber mit (Planungsleitung Nationaltheater Mannheim 1955-1957) und machte sich mit Brigitte Hämer-Buro 1959 selbstständig. Sein erstes…

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24.8.1983 | Abriss der Metallwerkstatt

Unverhofft kommt oft Am Mittwoch, dem 24.8., wurden die Metallwerkstatt und der Lagerraum der Fahrradwerkstatt in der Regenbogenfabrik abgerissen, obwohl für die gesamte Fabrik keine Abrissgenehmigung vorliegt. In diesen Räumen war auch die gesamte Strom- und Wasserversorgung für die Fabrik untergebracht; ein neuer Sicherungskasten und Zähler waren gerade erst angeschlossen worden. Die Besetzer und Fabrikgruppen…

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Klimastreik!

Eine Zukunft ohne Klimakrise. Wie, verdammt noch mal, sind die Bretter dick, die deshalb noch durchbohrt werden müssen? Wie viele Jahre sind manche Aktivist*innen schon unterwegs deswegen? Wie können wir die überzeugen, die ihre Felle davon schwimmen sehen, wenn es zu den notwendigen Änderungen kommen sollte? Brechen wir also auf zum nächsten Klimastreik und zeigen…

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Sondernummer des Südost Express zu Vogel-Braun

Liebe Leser des SÜDOST-Express! Eine Extra-Ausgabe macht insbesondere Freizeit- Aktiven außerordentlich viel Mühe. Und ein bißchen Mühe sollen auch Sie sich machen: beim Lesen und Durchwühlen durch die 24 Seiten. Und beim Weitersagen, Drüber- Reden, Weitergeben.Wir meinen, dass es sich lohnt. Spekulation mit Häusern und mit Mieterschicksalen — vor zwei Jahren in Berlin noch in…

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Klaus Jürgen Rattay

Am 22. September 1981 starb Klaus-Jürgen Rattay anlässlich der Räumung von 8 besetzten Häusern in Berlin. Sein Tod veränderte die Bewegung. Bei einigen löste die Brutalität, mit der die Räumungen durchgezogen wurden, Angst und Ohnmachtsgefühle aus. Bei dem weitaus größeren Teil der Besetzer*innen überwogen jedoch Wut und Zorn – sie radikalisierten sich mit hoher Geschwindigkeit.…

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Patenschaften für besetzte Häuser

In Berlin existierte noch in den 80er Jahren eine Mietpreisbindung für Altbauten, die die Mieten sehr niedrig und auch für sozial Schwache erschwinglich hielt. Abriss und Neubau dagegen ermöglichten Vermietern weit höhere Einnahmen. Um die Genehmigung dafür zu erhalten, mussten Vermieter allerdings nachweisen, dass der „Verfall der Bausubstanz“ so weit fortgeschritten war, dass ein Abriss…

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1981 | Brandanschlag auf die Regenbogenfabrik

Am 19. September hatte es in der Fabrik noch eine spannende Veranstaltung gegeben: Gewerkschafter aus Westberlin und Westdeutschland trafen sich zu diesen Themen: Betriebsarbeit – Arbeit im Kollektiv, Probleme der Arbeit ob überhaupt und wenn ja wie, Probleme der Gewerkschaftsarbeit (z B Neue Heimat), Anti-AKW Arbeit in den Gewerkschaften. Angezettelt hatten es Leute aus der…

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Nach dem Aktionstag ist vor dem Aktionstag

Dieses Plakat ist ein Zufallsfund, doch will ich es hier als Kommentar zum Beitrag vom 18.9. hinzufügen. Manche Kämpfe dauern einfach viel zu lange. Über die Seite radical past, in der ich es gefunden habe, kann hier nachgelesen werden: http://radicalpast.blogsport.eu/?page_id=2 Einige dort gesammelte Plakate aus der Frauenbewegung findet ihr hier: http://radicalpast.blogsport.eu/?p=375 Viel Spaß beim selber…

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Damals war’s – Conny van Geisten zum Gedenken…….

Damals war’s vor 28 JahrenIch kann kaum glauben, wie jung wir warenDa wurde die Fabrik besetztDie Spekulanten waren schwer entsetzt…… Mit diesen Worten habe ich am 14. März 2009 unsere Gäste scherzhaft zum Geburtstag der Regenbogenfabrik begrüßt, die ohne Conny van Geisten so bzw. vielleicht auch gar nicht mehr existieren würde: 1981 war die bewegte…

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Gebt den Kindern das Kommando!

Demos in, von, mit, wegen, über, (manchmal, aber wirklich nur manchmal auch ohne) die Regenbogenfabrik gab es schon immer und wird es bestimmt auch immer weiter geben. Aber eine war neu und anders: Es war im Jahr 1992. In Deutschland kam es vor dem Hintergrund der Asyldebatte der 90er Jahre zu brutalen Übergriffen auf Asylbewerber…

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Selbstorganisation: Bundesweites Tischlerinnen*treffen

Seit 1991 findet einmal jährlich und an wechselnden Orten in Deutschland das Bundesweite Tischlerinnen*treffen statt. Jedes Jahr übernimmt ein neues, ehrenamtlich arbeitendes Organisationsteam die Verantwortung, konzipiert die viertägige Veranstaltung und bereitet alles vor. Auch das Team der Regenbogen-Holzwerkstatt hat diese Aufgabe schon übernommen. Das tischlerinnen*netzwerk schrieb: Es war eine Reaktion auf fehlende Gleichberechtigung und Repräsentation…

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Die Ritterstraße

von Detlef Krenz Es ist ein trister Ort, der Moritzplatz. Auf der einen Seite Wohnbauten aus den 50er und 70er Jahren, gegenüber ein unauffälliger Altbau und an der U-Bahn die Brache des Flohmarktes. Nur das Gebäude mit Aldi und dem Wohnungsamt fällt aus dem Rahmen. Wer der staubigen Fassade einen Blick gönnt, kann den Namenszug…

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So sah es früher in Kreuzberg aus

Mit diesen Worten war jahrelang die Mittelseite im Südost Express übertitelt. Hier wurden Zusammenhänge erklärt und erstaunliche Wurzeln entdeckt. Meine Verbundenheit mit Kreuzberg fand hier ihre Nahrung. Mal schauen, bestimmt finde ich noch ein paar andere erhellende Seiten. Hier die Veröffentlichung aus dem Sommer 1981. Dieser von Liebenow angefertigte Plan stellt die bauliche Situation in…

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Dann machen wir’s halt selbst – 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin

Ausstellung im Kreuzberg Museum: Dann machen wir’s halt selbst– 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin Mit: Casa Kuà, HeileHaus, Kinderbauernhof am Mauerplatz, Regenbogenfabrik, Schokofabrik Ausstellungsdauer27. August bis12. Dezember 2021 ÖffnungszeitenDi-Do 12 – 18 UhrFr – So 10 – 20 Uhr http://www.dann-machen-wir-es-selbst.org Bitte beachten Sie die aktuellen Covid-19 Regelungen. FHXB Friedrichshain-Kreuzberg MuseumAdalbertstr. 95a10999 Berlinfhxb-museum.de In selbstverwalteten…

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1. Kreuzberg-Stettiner Sommerfestival

1997 | Wir entwickeln unser Konzept für das deutsch-polnische Begegnungsprojekt. Wie wir schon erzählt haben, es gab in unseren Reihen nur einen Kollegen, der sich jenseits der Oder schon ein bisschen auskannte. Doch auch mitten in Berlin, so brachte er uns bei, leben viele Polinnen und Polen, merkt oft nur keine*r. Wir hatten also viel…

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Nach der Legalisierung | die Zukunft sichern

Am Ende der Selbstdarstellung schrieben wir: Heute bemüht sich der Verein Regenbogenfabrik durch Kauf bzw. durch Erbpacht (über Senatskauf) die Projektexistenz zu sichern, wobei das wichtige Prinzip des Zusammenwohnens und –arbeitens auf der Fabrik durch den erzwungenen Kopplungsvertrag am 30.6.85 zunichte gemacht werden soll. Den Wohnraum der Menschen, die sich mit dem Projekt Regenbogenfabrik verbunden…

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1984 | wackeliger Weg zur Legalisierung

Unsere Unterstützer*innen und wir, wir haben uns echt Sorgen gemacht. Gefeiert haben wir trotzdem oder gerade deswegen. Auf jeden Fall wurde später – nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal – das Ende des Regenbogens befürchtet: Die Verhandlungen hören nicht auf, die Frequenz der Treffen erhöht sich. Irgendwann scheint es nicht weiterzugehen: 1.8.1984 |…

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Eine Straße zu Ehren von Audre Lorde

Die BVV von Friedrichshain-Kreuzberg beschloss am 17.6.2021 die afroamerikanische Dichterin und Aktivistin Audre-Lorde zu ehren. Dafür wird der nördliche Teil der Manteuffelstraße umbenannt. Wer wird da gleich vor unserer Haustür geehrt? Am 18. Februar 1934 wurde Audrey Geraldine Lorde in New York geboren. Das Y hat sie schon in jungen Jahren abgelegt, für die Symmetrie…

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Impressionen aus Verwaltung und Politik

Wie genau ist es eigentlich dazu gekommen, dass du für die Regenbogenfabrik so eine wichtige Rolle gespielt hast? – So hatten wir schon letztes Jahr in Vorbereitung auf den Blog Günther Poggel gefragt. Und bekamen diese umfassende Antwort! Da muss ich schon etwas ausholen: Ab 1976 war ich als Architekt und Stadtplaner in der Senatsverwaltung…

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Der Kanal

Als ich noch im Hinterhaus gewohnt habe – also bis Ende April 2019 – mochte ich es total, aus der großen Tür herauszukommen, nach rechts abzubiegen und so zum Kanal zu gelangen. Anfangs gab es hierhin noch keinen unmittelbaren Zugang, so dass mensch entweder immer erst nach links zur Ohlauer Straße oder nach rechts bis…

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Freistadt Barackia vor dem Kottbusser Tor | 1872

Von der „Freistadt Barackia“ 1872 über die gelungene Besetzung einer verlassenen Fabrik bis hin zur heutigen Diskussion um Gentrifizierung in Kreuzberg spannt sich der Bogen der Auseinandersetzung um Mieterrechte und bezahlbare Lebensräume. „Wir bleiben alle“ lautet auch heute das Motto der Regenbogenfabrik. Das denkmalgeschützte Ensemble rund um das ehemalige Dampfsägewerk von 1877 ist Symbol für…

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Gegen die Unterbelichtung der linken Bewegung

Manch großer Worte überdrüssig, machten wir uns auf die Suche nach einer Bildersprache; eine, die der Lebendigkeit, mit der Menschen sich hier und anderswo wehren, gerecht wird. Wir Schreibenden, ihr Lesenden, wir haben schon bei einigen Beiträgen davon profitieren können, dass die engagierten Leute von UMBRUCH in alle Richtungen sammeln. Heute wollen wir sie nochmal…

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Denkmal unterm Regenbogen

1998 | Mit Schreiben aus dem Bezirksamt (Grundstücksamt) wird uns mitgeteilt, dass die Gebäude der Regenbogenfabrik und das dazugehörende Vorderhaus unter Denkmalschutz stehen. Da waren wir schon verblüfft: „Das Landesdenkmalamt hat uns nunmehr schriftlich davon in Kenntnis gesetzt, dass die auf o.g. Grundstück vorhandene Remise und der Schuppen ebenso wie das Wohnhaus auf dem Vorderland…

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Der RBB über Kreuzberg

2007 | 1. Sendetermin von Bilderbuch Kreuzbergüber uns schreibt der RBB in seiner Homepage:Die Regenbogenfabrik ist ein ehemaliges Dampfsägewerk, das 1981 als Zeichen gegen die schlechte Wohnungsbaupolitik „instand-besetzt“ wurde. Noch heute leben die Bewohner*innen den Traum von einem anderen Leben:basisdemokratisch und gerecht. Sie betreiben eine Öko-Kantine, eine Fahrradwerkstatt, einen Kindergarten, ein Hotel und ein Kino.…

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Kreuzberger Kinder malen wie sie den 1. Mai erlebt haben

1989 | Was dahinter steckt: Wieder einmal hat es am 1. Mai Randale gegeben, und wieder einmal reden sich alle die Köpfe heiß über die Ursachen, die Folgen und „wie soll das alles weitergehen“. Es werden Schuldige gesucht, Kommissionen gebildet, über Strategien gestritten, und es wird kräftig ausgeschlachtet, in alle politischen Richtungen. Ein Aspekt, dessen…

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Die 80er Jahre in Kreuzberg, die Regenbogenfabrik und Gewalt gegenüber Frauen im Kiez

Es waren die Jahre von Gefühl und Härte, von Hausbesetzungen, später auch im Osten der Stadt, vom Innensenator Heinrich Lummer und seiner Prügelgarde. Im „Risiko“ und „Dschungel“ wurde getanzt, im SO36 harter Punk gespielt und Nick Cave eroberte Kreuzberg mit seinen düsteren Songs. Es waren die Jahre des Straßenfests am Lause Platz am Ersten Mai…

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icke, dette, kiekemal: der Görli

Orte haben nicht nur eine Geschichte, man kann diese auch gemeinsam mit anderen gestalten. Dass auf dem alten Bahngelände ein Park entstand, verdanken wir den Anwohnerinnen und Anwohnern rund um den Görli, die sich über 20 Jahre lang dafür eingesetzt haben. Im Internet findet sich ein Büchlein, herausgegeben von der Agentur für soziale Perspektiven –…

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Kinderbauernhof am Mauerplatz

Der Kinderbauernhof am Mauerplatz ist 1981 als Initiative von unten und als erster Kinderbauernhof in Berlin entstanden: Eine Mutter-Kind-Gruppe, Nachbar*innen, Kinder und Jugendliche entmüllten und begrünten ein ehemaliges Trümmergrundstück an der Mauer, bauten Ställe und schafften Tiere an, um vor allem für die Kinder in der Großstadt ein Stück Grün in der Betonwüste zu schaffen.…

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Freunde des Regenbogens

Hochkarätig ist’s, was sich als Initiativkreis zur Unterstützung des Projektes Regenbogenfabrik zusammentat: Jugendstadtrat König, Schulkollege Waldi Schulze, Vereinsboss Hans Schapdick, Klaus Duntze („Strategien“-Pfarrer), Kreuzbergs oberster Evangele Gustl Roth, die Ölberg-Gemeinde und das Diakonische Werk. Mit dem Bausenator und mit Spekulant Vogel soll ein Wörtchen geredet werden, denn seit einem halben Jahr hat sich nichts Positives…

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Lucy Lameck Straße

Die Wissmannstraße in Berlin-Neukölln wurde in Lucy-Lameck-Straße umbenannt. Das hat die Bezirksverordnetenversammlung nach einer Beteiligung der Anwohner im November 2020 beschlossen. Im Frühjahr 2021, am 23. April, ist der Beschluss nun umgesetzt worden. Für die Umbenennung hat sich, gemeinsam mit anderen Aktivist:innen, der Verein Berlin Postkolonial seit seiner Gründung 2007 eingesetzt. Die Wissmannstraße war benannt…

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Regenbogenfabrik Blog – Margaux Blache

Ich habe ein Jahr in der Regenbogenfabrik gearbeitet – eigentlich war es ein bisschen weniger. Corona hat leider meinen Freiwilligendienst in der Fabrik verkürzt. Anfangs arbeitete ich im Café, zusammen mit Reiner und Lars, danach im Kulturbereich mit Christine und Andy und am Ende einen Monat in der Kantine. Ich habe auch von Johanna gelernt,…

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