Geschichten vom SoliCafé – Häkelhektar

Unser RegenbogenCafé hat seit den 80er Jahren viele Entwicklungen durchgemacht. Mitten in der Coronazeit haben wir es nochmal neu erfunden. Nun teilen sich verschiedene Gruppen und Kollektive die Verantwortung. Selbstorganisiert und in Absprache mit der Regenbogenfabrik verwalten sie die Räumlichkeiten des Cafés. So wird ein Café für die Nachbarschaft ermöglicht und ein Raum für Initiativen, Künstler:innen und einfache Zusammenkünfte offengehalten. Ausstellungen, Spieleabend, Raum ist für Vieles da.

Eine Initiative soll hier vorgestellt werden, die sich jeden ersten Mittwoch im Monat von 18:00 – 20:00 Uhr trifft:

Häkelhektar | Häkeln fürs Klima | Häkel-, Strick- & Orgatreffen

Häkelhektar ist ein gemeinnütziger Verein.  Sie sammeln Wollspenden, aus denen sie Produkte herstellen, die sie auf Spendenbasis bei Märkten verkaufen.
Vom Erlös pachten sie direkt schützenswerte Flächen / „Hektare“ wie z.B. Wald- und Moorflächen.

Ihr könnt sie also einmal im Monat im Café der Regenbogenfabrik treffen, um mit ihnengemeinsam zu stricken und häkeln. Neben Orgaplanungen geht es bei den Treffs auch einfach um ein schönes Zusammensitzen und den Spaß am Handarbeiten. Ihr könnt auch eigene Produkte mitbringen.

Neue Leute sind immer willkommen, Wollspenden oder auch Ideen für Märkte bitte immer gerne mitbringen. Infos findet ihr auf ihrer Website:
https://www.haekelhektar.de

Wie bei vielen Veranstaltungen der Regenbogenfabrik wird Eintritt auf Spendenbasis gewünscht.

chz

Werenzhain – ein Atelierhof in der Niederlausitz

Nach dreizehn Jahren Wandern in Brandenburg kann festgestellt werden: die tollen Ziele gehen uns nicht aus. Eher besteht die Herausforderung darin, auch alles nacheinander überhaupt mal zu entdecken. Für die hier beschriebene Fahrt ist eine Fabrik-Anekdote zu berichten. Für die Maiwanderung erklärte ich diesen Atelierhof zu meinem Ziel und das kam so:

Davon hatte ich erfahren, weil ich während der Archivarbeit in der Regenbogenfabrik den Namen einer der dort aktiven Künstler:innen recherchierte. Ihr Name stand nämlich auf einem Plakat zur Walpurgisnachtsfeier in der Regenbogenfabrik in den 80er Jahren: Iris Stöber. Wir hatten einen sehr netten Mailaustausch und eigentlich feierte das Atelier gerade im April 2026 das

was auch ein schöner Anlass für einen Besuch gewesen wäre. Doch da war die Wandergruppe schon verabredet, nach Templin zu wandern, gerade in die entgegengesetzte Richtung.

Doch nun ergab ein Wort das andere. Wir lernten, dass die Wandergruppe, wie alle Besucher:innen von nah und fern, sehr willkommen ist. Neben dem Kunstgenuss gibt es dort im großartigen Café die Möglichkeit, Kaffee und Kuchen zu bekommen, auch Herzhaftes ist im Angebot.

So machten sich an einem schönen Sonntag im Mai gleich 16 Leute auf nach Doberlug-Kirchhain. Das alte Dorf Werenzhain ist ein Ortsteil davon.

Wer öfter im VBB-Netz unterwegs ist, hat den Bahnhof bestimmt schon mal erlebt, ist nicht gleich um die Ecke von Berlin. Und so war uns das Ziel über die vielen Wanderjahre hinweg entgangen. Aber neben dem Kunstgenuss lockt auch schöne Wandergegend. Wir sind sicher: Hier waren wir nicht zum letzten Mal!

Fotos: chz und mc

Ein Bene-Witz-Conzert

1986 gab es wohl noch Schnee, bzw. Leute, die sich an diese Art von Niederschlag erinnern. So hat es der Schnee in die Gestaltung des Plakats geschafft.

Das Bene-Witz war zugunsten von Fahrradwerkstatt und Café angesetzt und Knuff (Blues-Rock) und Schwarzdruck (Deutsch-Rock) waren die Gäste auf der Bühne. Anschließend wurde zu Disco und Tombola eingeladen mit den DJs Uli, Achim und Klaus.

Zu beachten ist der Pleitegeier auf dem O im Regenbogen, der hat uns optisch lange begleitet. Na ja und auch sonst so manches Mal …

5,- DM war wohl auch damals schon für ein Benefiz-Konzert ein kleiner Beitrag. Doch Kultur, ihr wisst schon, soll eben auch für alle erschwinglich sein.

Warum es wohl Bene-Witz-Conzert hieß? Ich befürchte, das war ein Insider-Witz, den heute keiner mehr erinnert.

Chz

PS: natürlich gab es auch in diesem Jahrtausend noch Schnee in Berlin:

Mehr Farbe ins Leben bringen

Der Name verpflichtet, oder? Jedenfalls hat sich unser Kollege Simon enorm ins Zeug gelegt und nun strahlt die Fabrik in allen Farben des Regenbogens. Angefangen hat es mit dem neuen Abfalleimer.

Es folgten die Palisaden des Kulturhügels. Die waren im Frühjahr 2023 fertiggestellt worden. https://regenbogenfabrik40.blog/2023/05/26/hipp-hipp-hooray-der-hugel-ist-fertig/

Die Steine rings um den Spielplatz hatten auch eine Auffrischung nötig. Viele flinke Füße waren drübergelaufen.

Im Herbst 2021 hatte Serife die Steine schon mal farblich hervorgehoben: https://regenbogenfabrik40.blog/2021/09/16/sammel-steine-tag/

Doch nicht nur das: im Sommer des gleichen Jahres schwammen plötzlich Krokodile durch den Sand des Hofes.

Im August hatte sich auch die Einfahrt mit Hilfe von Simon regenbogenfarben gezeigt.

Vielen Dank an Simon und Serife für das Spiel mit den Farben!

Fotos: chz

Wichtiges Update!

„Jetzt fühle ich mich aber etwas zu überpräsentiert“, schreibt mir Simon.

„Der schöne Mülleimer war nur dank Jhon, der eine neue Tonne dort hingebaut hatte, möglich. 

Und die Pallisaden sowie die Steine hätte ich ohne die Hilfe von Léonie, Lukas, Peter, Jhon und ein paar flinken Kinderhänden wohl kaum so schnell angemalt bekommen…“

Aber so ist es eben: zusammen kommen wir immer weiter als alleine.

Also Dank an Alle, die dabei waren!