Die Reichenberger Straße – neu hingeschaut

In den Herbst- und Wintermonaten ist hier das Licht oft besonders schön. Nebel bricht das Sonnenlicht was Manches für einen Moment extra zum Leuchten bringt.

Wie alles in Kreuzberg, befindet sich auch diese Straße im stetigen Wandel.

https://regenbogenfabrik40.blog/2021/12/21/reichenberger-schatze/

Immer neu erinnere ich gerne an die Pflasterkunst, die wir oft arg mit Füßen treten und mit Straßenmöbeln malträtieren, weil wir gar kein Wissen haben, worum es hier ging.

Straßen können trennen und verbinden. Der Häuserblock gegenüber scheint unerreichbar, wenn das Verkehrsaufkommen groß ist. So nehmen wir uns ab und zu die Straße, damit das gemeinsame Leben auch dort stattfinden kann.

https://regenbogenfabrik40.blog/2021/08/31/reichenberger-strasenfest/

https://regenbogenfabrik40.blog/2023/08/19/von-der-kreuzberger-mischung-zu-hype-and-hide/

Doch wer ist wir? Wie verändert sich unsere Nachbarschaft? Was brauchen wir, was haben wir? Wie handeln wir das miteinander aus? Wo können wir das tun?

Die alte Feuerwache in der Reichenberger Straße (hier ein Bild aus dem Jahr 1978) ist ein Symbol dafür, dass das Aushandeln hart erkämpft werden musste und dies auch heute gut verteidigt sein will.

https://www.youtube.com/watch?v=JyOeMoizZcA

Abschlussbemerkung: Natürlich auch im Sommer schön: Schaut hier auf den Abendhimmel über der Reichenberger Straße.

2017 Reichenberger Straße

chz

Geschichten vom SoliCafé – Häkelhektar

Unser RegenbogenCafé hat seit den 80er Jahren viele Entwicklungen durchgemacht. Mitten in der Coronazeit haben wir es nochmal neu erfunden. Nun teilen sich verschiedene Gruppen und Kollektive die Verantwortung. Selbstorganisiert und in Absprache mit der Regenbogenfabrik verwalten sie die Räumlichkeiten des Cafés. So wird ein Café für die Nachbarschaft ermöglicht und ein Raum für Initiativen, Künstler:innen und einfache Zusammenkünfte offengehalten. Ausstellungen, Spieleabend, Raum ist für Vieles da.

Eine Initiative soll hier vorgestellt werden, die sich jeden ersten Mittwoch im Monat von 18:00 – 20:00 Uhr trifft:

Häkelhektar | Häkeln fürs Klima | Häkel-, Strick- & Orgatreffen

Häkelhektar ist ein gemeinnütziger Verein.  Sie sammeln Wollspenden, aus denen sie Produkte herstellen, die sie auf Spendenbasis bei Märkten verkaufen.
Vom Erlös pachten sie direkt schützenswerte Flächen / „Hektare“ wie z.B. Wald- und Moorflächen.

Ihr könnt sie also einmal im Monat im Café der Regenbogenfabrik treffen, um mit ihnengemeinsam zu stricken und häkeln. Neben Orgaplanungen geht es bei den Treffs auch einfach um ein schönes Zusammensitzen und den Spaß am Handarbeiten. Ihr könnt auch eigene Produkte mitbringen.

Neue Leute sind immer willkommen, Wollspenden oder auch Ideen für Märkte bitte immer gerne mitbringen. Infos findet ihr auf ihrer Website:
https://www.haekelhektar.de

Wie bei vielen Veranstaltungen der Regenbogenfabrik wird Eintritt auf Spendenbasis gewünscht.

chz

Werenzhain – ein Atelierhof in der Niederlausitz

Nach dreizehn Jahren Wandern in Brandenburg kann festgestellt werden: die tollen Ziele gehen uns nicht aus. Eher besteht die Herausforderung darin, auch alles nacheinander überhaupt mal zu entdecken. Für die hier beschriebene Fahrt ist eine Fabrik-Anekdote zu berichten. Für die Maiwanderung erklärte ich diesen Atelierhof zu meinem Ziel und das kam so:

Davon hatte ich erfahren, weil ich während der Archivarbeit in der Regenbogenfabrik den Namen einer der dort aktiven Künstler:innen recherchierte. Ihr Name stand nämlich auf einem Plakat zur Walpurgisnachtsfeier in der Regenbogenfabrik in den 80er Jahren: Iris Stöber. Wir hatten einen sehr netten Mailaustausch und eigentlich feierte das Atelier gerade im April 2026 das

was auch ein schöner Anlass für einen Besuch gewesen wäre. Doch da war die Wandergruppe schon verabredet, nach Templin zu wandern, gerade in die entgegengesetzte Richtung.

Doch nun ergab ein Wort das andere. Wir lernten, dass die Wandergruppe, wie alle Besucher:innen von nah und fern, sehr willkommen ist. Neben dem Kunstgenuss gibt es dort im großartigen Café die Möglichkeit, Kaffee und Kuchen zu bekommen, auch Herzhaftes ist im Angebot.

So machten sich an einem schönen Sonntag im Mai gleich 16 Leute auf nach Doberlug-Kirchhain. Das alte Dorf Werenzhain ist ein Ortsteil davon.

Wer öfter im VBB-Netz unterwegs ist, hat den Bahnhof bestimmt schon mal erlebt, ist nicht gleich um die Ecke von Berlin. Und so war uns das Ziel über die vielen Wanderjahre hinweg entgangen. Aber neben dem Kunstgenuss lockt auch schöne Wandergegend. Wir sind sicher: Hier waren wir nicht zum letzten Mal!

Fotos: chz und mc

Ein Bene-Witz-Conzert

1986 gab es wohl noch Schnee, bzw. Leute, die sich an diese Art von Niederschlag erinnern. So hat es der Schnee in die Gestaltung des Plakats geschafft.

Das Bene-Witz war zugunsten von Fahrradwerkstatt und Café angesetzt und Knuff (Blues-Rock) und Schwarzdruck (Deutsch-Rock) waren die Gäste auf der Bühne. Anschließend wurde zu Disco und Tombola eingeladen mit den DJs Uli, Achim und Klaus.

Zu beachten ist der Pleitegeier auf dem O im Regenbogen, der hat uns optisch lange begleitet. Na ja und auch sonst so manches Mal …

5,- DM war wohl auch damals schon für ein Benefiz-Konzert ein kleiner Beitrag. Doch Kultur, ihr wisst schon, soll eben auch für alle erschwinglich sein.

Warum es wohl Bene-Witz-Conzert hieß? Ich befürchte, das war ein Insider-Witz, den heute keiner mehr erinnert.

Chz

PS: natürlich gab es auch in diesem Jahrtausend noch Schnee in Berlin: