1982 | Die Hinterlassenschaften der ehemaligen Chemiefabrik machen einen Bodenaustausch notwendig

Foto: Kostas Kouvelis
1982 Abriss des Giftschuppens

Dabei kommt es auch zum Abriss des komplett chemieverseuchten Schuppens. Vorausgegangen waren sehr aufreibende Verhandlungen, die Investoren hatten viel mehr Abriss vor. Auch davon hatten wir schon berichtet: https://regenbogenfabrik40.blog/2021/10/29/1982-vogel-braun-stellen-strafanzeige-gegen-besetzerinnen/

Am Ende war der Totalabriss abgewendet und es konnten die Voraussetzungen geschaffen werden für die Aktion der Freund:innen des Regenbogens im folgenden Mai: Es kam zur ersten Begrünungsaktion auf der alten Industriebrache.

Die Geschichte der Giftbeseitigung allerdings fing damit erst richtig an und ist bis heute nicht zu einem Ende gekommen.

chz

Film- und Diskussionsabend „EINE S-BAHN FÜR ALLE“

Beginn: am 20. 11. 2021 um 19:00 Uhr  
Ende: am 20. 11. 2021 um 21:00 Uhr

Der Film „EINE S-BAHN FÜR ALLE“ von Tatort-Regisseur Klaus Gietinger stellt die aktuellen Kämpfe um die Berliner S-Bahn vor. Er richtet sich gegen die Zerschlagung und Privatisierung der Berliner S-Bahn und zeigt Wege aus der milliardenteuren Sackgasse. Mitarbeiter, Aktivist*innen von Bahn für Alle und EINE S-Bahn für ALLE und ein Rechtsanwalt kommen in der 25-minütigen Dokumentation zu Wort.

Es wird heute zur Filmvorführung mit anschließender Diskussion in das RegenbogenKino in Berlin-Kreuzberg eingeladen. Ihren Fragen stellen sich:
Antje Kapek (Bündnis 90/Die Grünen, angefragt),
Tino Schopf (SPD, angefragt),
Carsten Schatz (Die Linke, angefragt),
RA Benno Reinhardt (angefragt),
Jorinde Schulz (Aktionsbündnis EINE S-Bahn für ALLE) und
Lars Keller (Bahnbeschäftigter, EVG-Mitglied).

Corona-Regeln: Die Veranstaltung findet als 2G-Veranstaltung statt, das heißt: Es ist am Einlass ein Geimpft- oder Genesenennachweis zusammen mit einem Ausweisdokument vorzulegen. Denken Sie bitte auch an Ihre FFP2-Maske. Sie wissen alle, dass die Corona-Lage derzeit angespannt ist. Wir bitten Sie daher, zusätzlich eigenverantwortlich zu Hause im Vorfeld einen Selbst-/Schnelltest durchzuführen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Im Bedarfsfall kann der Schnelltest auch vor Ort durchgeführt werden.

Anmeldung: Die Veranstalter:innen bitten um Anmeldung spätestens bis zum 19.11., 18 Uhr unter folgender Adresse: info@bahn-fuer-alle.de.
Frühzeitige Anmeldung erleichtert ihnen die Arbeit. Die Plätze werden nach Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Es erfolgt zeitnah eine Anmeldebestätigung.

Weltvorlesetag | immer am dritten Freitag im November

So sind wir heute am Samstag einen Tag zu spät, doch der Welttoilettentag hatte am 19.11. Vortritt. Weil es ein festes Datum ist? Weil Lesen ohne Toilette möglich, aber manchmal langweilig ist?

Und warum ist der Vorlesetag spät im November? Könnte es daran liegen, dass das Wetter dann höchstwahrscheinlich schmuddelig ist und zuhause am Ofen mit schöner Tasse Kakao ein Buch einfach unwiderstehlich?

Angezettelt hatten alles die Wochenzeitung DIE ZEIT, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn. 2004 bewarben sie ihre Idee: Dabei soll jeder, der/die Spaß am Vorlesen hat, auch aktiv teilnehmen und somit einen Beitrag für eine lebendige (Vor-)Lesekultur leisten.

Also Bücher raus und mit dem Vorlesen beginnen. Euch allen einen tollen Vorlesetag. Egal ob in Deutschland oder sonst wo auf der Welt. 🙂 Und! Jeder Tag kann Vorlesetag sein, ein beiderseitiger Genuss!

Und wem an einem Buch mangelt: Wir haben seit 2016 neben dem Leihräderschuppen eine Outdoor-Bibliothek!

2016 Outdoor Library – die Regeln

Entstanden im August 2016 in einer Kooperation mit Städtepartner Stettin. Der Verein ist auch für die Städtepartnerschaft des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg mit Oborishte in Bulgarien zuständig. In der Bulgarisch-Deutschen Woche war der Aufbau der Outdoor-Bibliothek ein großer Funfactor, unterstützt von unserer Kollegin aus der Holzwerkstatt.

https://staedtepartner-stettin.org/
s.a. unser Beitrag zum 25. Jubiläum des Partnerschaftsvereins am 31.10.2021

Welttoilettentag 19. November

Das schreibt wikipedia dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Welttoilettentag

Gefunden bei BR.de:

Eine saubere Toilette ist für uns eine Selbstverständlichkeit, für andere ein unerreichbarer Luxus: Gut vier Milliarden Menschen haben keine Toilette. Auch mangelt es an Hygienemöglichkeiten.
So drohen Durchfallerkrankungen, Hepatitis, Tuberkulose, Würmer – und der Tod.

Um auf das Problem der fehlenden Toiletten und der mangelnden sanitären Möglichkeiten aufmerksam zu machen, wurde zudem 2001 der „Welttoilettentag“ ins Leben gerufen. Jedes Jahr am 19. November soll die Weltbevölkerung an das Tabuthema „Toilette“ erinnert werden. Ziel der Organisatoren ist es, die Lage der Menschen ohne sanitäre Anlagen zu verbessern, so Jack Sim, Gründer der World Toilet Organization (WTO).
Die weltweite Vereinigung hat mittlerweile auch einen deutschen Ableger: die German Toilet Organization (GTO) in Berlin.

Soweit dazu ganz allgemein.

Nun ein paar Gedanken von mir:

  • 2010 beschloss die UN das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung.

Bei uns zulande haben die Menschen, die ein Zuhause haben, zu Hause auch eine Toilette.

Aber mal ganz simpel: Ich bin in der Stadt unterwegs, egal ob Erledigungen machen oder einen Ausflug – und muss zur Toilette. Was nun? Vielleicht gibt’s ja in der Nähe eine Wall-Toilette*, aber: dafür muss ich ein 50-Cent Stück passend haben. Menschenrecht gegen Geld?? Auch, wenn ich das Geld ja vielleicht in der Tasche habe, wie ist es mit Wohnungslosen, Menschen auf der Straße??

Und auch für Tourist:innen sind Toiletten, die auffindbar sind, unerlässlich.

  • 2018 beschloss Berlin, sich zu verpflichten, die Prinzipien der Blue Community in unserer Stadt umzusetzen.

Dort steht in Punkt 1: Anerkennung des Menschenrechts auf Wasser und sanitäre Grundversorgung.

Aus meiner Sicht bedeutet das, die Toiletten kostenlos zur Verfügung zu stellen und es nicht an ein Wirtschaftsunternehmen wie Wall* zu vergeben. Zahlen wir nicht Steuern für die Grundversorgung??

  • Es gibt sogar schon an einigen wenigen Stellen in der Stadt die Eco-Toiletten (http://www.ecotoiletten.de) zur kostenlosen Nutzung, die ohne Wasser betrieben werden und mit Solarstrom versorgt sind. Die, die ich aufgesucht habe, waren auch immer recht sauber (was ich von den Wall-Toiletten nicht unbedingt sagen kann!)

Warum finden solche positiven Beispiele nicht mehr Anklang für die Umsetzung?

Wo sind die „Bestimmer“, die Entscheidungsträger??
Das ist ganz klar eine politische Entscheidung; dafür trägt die Berliner Politik die Verantwortung, das nicht kommerziell zu vergeben, sondern selbst in die Hand zu nehmen.

Berlin: Magdeburger Platz (Foto: J. Erdmann)

Aufruf zum Welttoilettentag 2021

„Die nette Toilette“ – bei uns dürfen Sie müssen

Dort ist aufgelistet, an welchen Stellen in der Stadt (Sparkasse, Gaststätten, Geschäfte…) die Benutzung einer Toilette angeboten wird.

Kenntlich sind diese Orte durch einen entsprechenden Aufkleber im Schaufenster:

So ein Modell wäre doch eine gute Idee für Berlin – die Verwaltung müsste nur jemanden in eine gewissen Zeit für das Organisieren solch eines Modells freistellen – und die Stadt müsste dann selbst keinen Euro für die Nutzbarmachung all dieser schon vorhandenen Toiletten bezahlen!!

So funktioniert ja auch „refill“, wo durch Aufkleber Orte zum Auffüllen von Wasserflaschen angezeigt werden.

Johanna