Am 17. Juni, 18.00 Uhr an der Kottbusser Brücke in Berlin– Kreuzberg: In Windeseile laden Bauarbeiter neun riesige Mauerteile von der Ladefläche eines Lkw und bauen sie auf der Fahrbahn auf. Kreuzberg ist abgeriegelt; nur für den an– und abfahrenden Verkehr bleiben zwei kleine Schlupflöcher. Ein Schild erläutert die Baumaßnahmen des Senats zum Schutz gegen die Kreuzberger „Anti–Berliner“. Passanten reagieren verwirrt und schockiert: „Reißt die Mauer ein!“ ruft jemand. Ein „Senator für Architektur und Inneres“ – er trägt Frack und Bundesfahne – gibt in einer Ansprache an die „lieben Berlinerinnen und Berliner“ bekannt, der Senat habe „nach dem durchschlagenden Erfolg der Kreuzberger Blockade vom 12.6. in geheimer Sitzung den Bau des Anti– Kreuzberger Schutzwalls beschlossen“. Der Grenzübergang Kottbusser Brücke sei das erste Teilstück, das eröffnet werde. Eine Passierscheinregelung sei schon in Arbeit. Um 19 Uhr war die Mauer wieder weg.
Diese Aktion war dem Büro für ungewöhnliche Maßnahmen zu verdanken.
Verrückt manchmal. 40 Jahre leben wir in der Stadt, hier im Haus. Viel haben wir erlebt. Wie entsteht dieser Eindruck, dass die ersten fünf Jahre länger scheinen als alle darauf folgenden zusammen?
Alte schwarz-weiß Bilder, selber in der Dunkelkammer abgezogen oder Dias in tief verstauten Kisten. An Mobiltelefone hat noch keiner gedacht, sie als sci-Fi Marotte abgetan, Bilder waren selten. Macht das die Bilder wertvoller, die Erinnerung präziser? Oder ist auch das Illusion?
Die Bilder aus den ersten beiden Jahren im Hinterhaus der Regenbogenfabrik zeigen Helmut. Helmut von Gegensatz. Gute Adresse, wie die Kreuzberg-Novizin bald lernt. Dort wird unter anderem der Südost Express produziert. Das neueste vom Neuen, gedruckt wird nicht mehr mit bleiernen Lettern, sondern im Fotosatz. Wow, ist das nun der Fortschritt, der auch Laien das Gestalten ermöglicht oder ist das der große Jobkiller? Oder endlich der Ausweg in die vier-Tage-Woche? Fragen, die uns heute weit weg erscheinen und doch wieder neu gestellt werden. Aber das ist jetzt ein Nebenschauspiel, wichtig, aber eine Ablenkung davon, dass es darum geht, einen alten Mitstreiter aus der Besetzerzeit zu würdigen. Und dann gibt es doch nur ganz kleine Erinnerungsschnipsel. Helmut im Liegestuhl mit der taz, super typisch das Bild. Helmut vor dem Café mit Achim und Heinz, den Austausch genießend. Helmut in der Menge der Zuschauer beim türkischen Theaterstück im Regenbogenhof.
Die Bilder, was haben sie ausgelassen? Die Arbeitseinsätze, wenn Helmut sich handwerklich eingebracht hat im besetzten Haus. In den ersten Besetzerjahren jeden Herbst mit Hand angelegt, das Haus winterfest zu machen. Und alte Böden raus gerissen, um den Schwamm zu bekämpfen. Um dann nach getaner Tat mit der „Gourmetgruppe“ immer wieder zum Festmahl zusammenzukommen.
Lange war er im Kollektiv tätig, mit allen Sorgen und Nöten. Einerseits die Freiheit, sich Aufträge aussuchen zu können. Nicht für Kredithaie und auch nicht für jemanden arbeiten, der unbedingt auf Motive mit sexuellem Charakter in der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit Wert legt. Sich darüber Gedanken machen können, wer mit den eventuellen Gewinnen unterstützt werden kann.
Ein paar Jahre geht’s gut, dann fressen die Kosten allen die Haare vom Kopf. Die unsolidarische Rechtsform bürdet die Verantwortung den sogenannten Geschäftsführern auf, die kollektive Arbeitsweise zerbricht an den Widersprüchen, man trennt sich.
Helmut arbeitet an anderer Stelle weiter, engagiert sich, weiß wofür. Er will nochmal alles auf eine Karte setzen. Genug Geld, um in Thailand das Leben neu zu beginnen. Dazu kommt es nicht mehr, die Arbeit fordert alles, das Herz hält nicht stand. Im Sommer 1991 stirbt Helmut, bevor er seinen Traum umsetzen konnte.
Die Veranstaltung findet bei gutem Wetter im Hof der Regenbogenfabrik statt. Willkommen getestet, geimpft, genesen! Parallel ist auch die online-Teilnahme möglich. Wenn es regnet oder die Prognose danach aussieht, findet die Veranstaltung nur online statt. Schaut bitte tagesaktuell auf unsere Webseite http://www.regenbogenfabrik.de oder Twitter: @rbf_xberg, ob Ihr Euch auf den Weg macht oder vor dem Computer zu Hause bleibt.
Ökologische Krise und Klimachaos bedrohen die Zukunft der Menschheit. Eine der Ursachen dafür ist ein technokratisches Weltbild, das die Natur zu einer beherrschbaren Ressource in der Hand des Menschen degradiert.
Fabian Scheidler zeigt in einer faszinierenden Reise durch die Geschichte der Wissenschaften, dass diese Auffassung der Natur ein tödlicher Irrtum ist.
Mit einem überraschenden neuen Blick auf das Leben, die Wissenschaft und uns selbst eröffnet dieses Buch Perspektiven für einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel.
Fabian Scheidler studierte Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin und Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/M. Seit 2001 arbeitet er als freischaffender Autor für Printmedien, Fernsehen, Theater und Oper. 2009 gründete er mit David Goeßmann das unabhängige Fernsehmagazin Kontext TV, das u. a. von Noam Chomsky unterstützt wird und regelmäßig Sendungen zu Fragen globaler Gerechtigkeit produziert. Zahlreiche Vortragsreisen zu Globalisierungsthemen im In- und Ausland. Veröffentlichungen u.a. in den Blättern für deutsche und internationale Politik, Otto-Brenner-Medienpreis für kritischen Journalismus (2009), Programmkoordinator des Attac-Bankentribunals an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (2010).
Als Dramaturg und Theaterautor arbeitete er viele Jahre für das Berliner Grips Theater. 2013 wurde seine Oper „Tod eines Bankers“ (Musik: Andreas Kersting) am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz uraufgeführt. 2015 erschien Fabian Scheidlers Buch „Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation“, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen wählte es zu den „TOP 10 der Zukunftsliteratur“. 2017 folgte „Chaos. Das neue Zeitalter der Revolutionen“, das über mehrere Wochen in der Spiegel-Bestsellerliste Wirtschaft rangierte. 2019 veröffentlichte Fabian Scheidler den Foto-und Essayband „Die volle und die eere Welt“ sowie, als Herausgeber, „Der Kampf um globale Gerechtigkeit“.
Ute Scheub ist als Journalistin und Autorin für den Tagesspiegel, die Frankfurter Rundschau, die Süddeutsche Zeitung und Der Freitag tätig.[5] Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern der taz und war dort Redakteurin im Ökologieressort, dann in der Nachrichtenredaktion. Später arbeitete sie in den Lokalredaktionen Hamburg und Berlin, zuletzt war sie dort Frauenredakteurin. Seit 1997 arbeitet Ute Scheub wieder als freie Journalistin und Publizistin.
Es folgt heute der dritte und letzte Teil von Marias Erzählung. Begonnen haben wir im März. Zu unserer Überraschung haben wir herausgefunden, dass es einen internationalen Tag der Schwarzwälder Kirschtorte gibt. Das hat Maria Marchetta inspiriert, über Torten und Menschen zu schreiben:
Ich hatte immer vor, diese Zuger Kirschtorte für die Kuchenbäckerei zu backen. Aber sie war mir zu aufwendig und zu kompliziert. Zudem hätte ich die Torte, die aus zwei Japonaiseböden, kirschgetränktem Biskuit und Kirschtortencreme, die wiederum mit roter Beete rosa gefärbt wird – daher ihr rosa Erscheinungsbild – besteht, niemals Zuger Kirschtorte nennen dürfen. Seit 2015 ist die Bezeichnung „Zuger Kirschtorte“ sogar gesetzlich geschützt. Sie darf nur im Kanton Zug hergestellt werden und ausschliesslich AOP Zugerkirsch oder AOP Riggikirsch enthalten. Diese Regelung wird ab dem 1. November 2022 auch innerhalb der EU gelten. Hätten wir sie im Angebot gehabt oder sollten Sie, liebe Leser*innen, sich an ihr versuchen, darf sie nur „Kirschtorte nach Zuger Art“ genannt werden! Ein wesentlicher und unerlässlicher Bestandteil dieser Torte ist ihre Oberflächengestaltung. Ein Rautenmuster, das mit einem Messer in den Puderschnee gedrückt wird.
Der mit 24 Jahren nach Zug übersiedelte Herisauer Konditormeister Heinrich Höhn (1889 – 1957) erfand 1915 die Zuger Kirschtorte. Inspiriert von den zahlreichen Kirschblüten im Kanton Zug, dem vielfältig aromatisierten Kirschwasser und die ihn umgebenden Kirschwasser Destillerien, liessen ihn lange an der richtigen Rezeptur seiner Kirschtorte tüfteln.
1913 eröffnete er zusammen mit seiner Frau Hanna die „Conditorei und Coffee H. Höhn“ im „Haus zur Spindel“ direkt neben dem Bahnhof Zug. Zu Weihnachten 1915 erschien in der „Zuger Zeitung“ das erste Werbeinserat für seine neue „Zuger Kirschtorte“. 1922 liess er das Rezept beim „Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum“ in Bern schützen. In diesem Patentamt sass von 1902 bis 1909 Albert Einstein und rechnete seinerseits an der Relativität der Zeit rum. Aber das ist eine andere Geschichte. Bleiben wir bei den Torten.
Nach ihrer Patentierung zog die Zuger Kirschtorte ihren Siegeszug an und brachte seinem Erfinder Goldmedaillen aus der ganzen Welt, Ruhm und Geld ein. Fritz Mensik, ein Wiener Salonmusiker, der regelmässig in Zug gastierte und der Zuger Kirschtorte besonders zugeneigt war, komponierte für den Erfinder dieser Torte den „Zuger Heiri-Höhn-Marsch“. In Spitzenzeiten werden 100‘000 Kirschtorten pro Jahr produziert und in die ganze Welt verschickt. Auch bei Churchill, General Guisan, Charlie Chaplin, Audrey Hepburn und dem Papst Franziskus war und ist die Zuger Kirschtorte beliebt.
Das Rezept im 1933 erschienenen Kochbuch der Zuger Haushaltungsschule „Salesianum“ gilt als älteste publizierte Überlieferung.
2008 wurde die Zuger Kirschtorte offiziell ins Inventar „kulinarisches Erbe der Schweiz“ aufgenommen. Zwei Jahre später, 2010, wurde die „Zuger Kirschtorten Gesellschaft“ – ein Zusammenschluss aller Zuger Kirschtortenproduzenten – gegründet. Diese so prätentiös wie schlichte rosane von Kirsch triefende Süssigkeit wird, meiner Genussneigung nach, nur noch von der Engadiner Nusstorte übertroffen.
Schon als Kind schwebte ich in himmlischen Gefilden, wenn ich im Café Zimmermann von meiner Mutter einen Bissen dieser süssen karamellisierten Nüsse abbekam. Diese Torte war mir der Inbegriff, das Erstrebenswerteste, was ich mir kulinarisch vorstellen konnte. Sie übertrafen sogar den Genuss eines mit Kirschwasser getränkten Stückchens Würfelzucker, das ich mir ganz selten vom Kaffi Fertig meines Vaters ergattern konnte. „Kaffi Fertig“ ist ein Kaffee zu dem ein Schnapsgläslein Kirsch serviert wird. Die Alternative dazu, der „Kaffee Luz“, kommt im Glas auf den Tisch und wird durch „Luzerner Chrüter“ (ein Kräuterschnaps) so zur Durchsichtigkeit verdünnt, dass man die Jahreszahl eines 5 Franken Stückes lesen können sollte, würde man dieses auf den Grund des Glases sinken lassen. Von dieser Kaffeespezialität sprang aber nie etwas ab für mich.
Doch zurück zur Engadiner Nusstorte. Als Kind war mir ein Rätsel, wie man aus Teig und Nüssen so eine Köstlichkeit produzieren konnte. Wie gelang es nur aus banalen Walnüssen (in der Schweiz heissen sie Baumnüsse), so eine Delikatesse herzustellen?
Der Trick liegt in der Karamellisierung des Zuckers. Wird weisser Kristallzucker über 143 ° C erhitzt, verändert sich seine Farbe und sein Geschmack.
Die Engadiner Nusstorte sollte von Anfang an fester Bestandteil des Sortiments in der Kuchenbäckerei werden. Ein grosser Vorteil dieser Nusstorte ist, dass man sie problemlos auf Vorrat produzieren und gut verschicken kann. Je länger sie liegt, wird sie im Gegenteil zu anderen Gebäckarten, immer besser. Die karamellisierten Nüsse saugen sich durchs Lagern am Zucker voll und vereinen sich zu einem aphrodisierenden Gemisch mit nahezu sicherer oraler Orgasmus-Garantie.
Aber das Karamellisieren hat es in sich und will gelernt sein. Noch heute, nachdem ich hunderte von Engadiner Nusstorten gebacken habe, stehe ich zitternd, aufgeregt, angespannt und ängstlich vorm Topf mit dem zu karamellisierenden Zucker. Die erste Herausforderung, nicht zu rühren im sich verflüssigenden Zucker, lässt sich mit Disziplin noch bewerkstelligen. Die nächste Herausforderung liegt in der Balance von Abgesichertheit und Risikobereitschaft. Gibt man die Nüsse zu früh in die hellgelbe Zuckersauce bleibt der Karamellgeschmack zu mild und zu schwach. Bewahrt man Geduld, ist zum Risiko bereit und gibt die Walnüsse erst in einen ordentlich dunkelbraunen Zuckersirup wird der Karamellgeschmack stark und intensiv. Aber Achtung, lässt man den Zucker auch nur für einen Bruchteil einer Sekunde zu lang auf dem Feuer, wird er bitter und verdirbt. Den genauen Zeitpunkt der Karamellisierung des Zuckers zu erwischen ist der entscheidende Moment beim Backen der Engadiner Nusstorte. Karamellisieren ist eine Kunst, bei der Erfahrung hilfreich ist, die aber jedes Mal aufs neue bewiesen werden muss. Eine dritte Schwierigkeit ergibt sich beim Zufügen der Sahne zum Karamell-Nuss-Gemisch. Denn die Zugabe von Flüssigkeit führt sofort und unweigerlich zur Klumpenbildung. Nur Geduld und ein stetiges gelassenes Rühren verflüssigt den Klumpen wieder.
Eine letzte Kniffligkeit besteht dann noch darin, den sehr krümeligen Mürbeteig als Deckel auf die Nuss-Sahne-Füllung zu bekommen. Er darf nicht reissen, sonst quillt die Nussmischung heraus und das Innere der Torte vertrocknet. Aber hat man diese Herausforderungen alle gemeistert, wird man viele Menschen glücklich machen.
Als wir 2006 die Engadiner Nusstorte in der Kuchenbäckerei verkauften, waren wir, soweit ich weiss, die ersten und einzigen, die diese Schweizer Spezialität in Berlin anboten. Ebenso neu waren damals für die Berliner*innen die Schweizer Wähen. Aber schon ein paar Jahre später sah man Engadiner Nusstorten wie Wähen in einigen Bäckereien in Berlin. Aber kaum welche sind echte Engadiner Nusstorten. Mal werden sie ungedeckt, mal mit verschiedenen Nüssen und eigentlich nie wirklich genug karamellisiert feilgeboten.
Die aus dem Engadin stammende Torte, ladinisch (eine rätoromanische Sprache, wie sie im Engadin noch immer gesprochen wird) „Tuorta da nuschs“, ist wahrscheinlich die bekannteste Spezialität des Kantons Graubündens und neben dem Birnbrot das bedeutendste Exportprodukt des Bündnerlandes.
Der Historiker Dolf Kaiser meint, das Rezept sei um 1900 in der Familie Moggi-Tester in Samedan erfunden worden. Später sei die Engadiner Nusstorte durch ausgewanderte Engadiner Zuckerbäcker*innen in der Konditorei Heinz & Tester in Toulouse hergestellt und in ganz Frankreich vertrieben worden. Fausto Pult, ein Mitarbeiter dieser Bäckerei, begann ab 1926 nach seiner Rückkehr nach Samaden, die Engadiner Nusstorte in seiner eigenen Bäckerei als „Pultorte“ zu vertreiben. 1934 stellte er sie an der Mustermesse in Basel vor und erntete damit viel Lob. Über die Namensgebung entbrannte bald ein Streit und es wurde den Nachfahren von Fausto Pult untersagt, ihre Torte als die erste Engadiner Nusstorte zu bezeichnen. Denn er hatte das Rezept nur übernommen und verfeinert, nicht aber erfunden.
Jedenfalls kam die Engadiner Nusstorte auch in der Kuchenbäckerei der Regenbogenfabrik überaus gut an.
Für mich ist und bleibt die Engadiner Nusstorte die beste Torte der Welt. Könnte ich einen Tortengedenktag ausrufen, würde ich ihn dieser Torte widmen. Im Vergleich zu ihr ist die Schwarzwälder Kirschtorte, deren Tag wir heute am 28. März begehen, geradezu ein Nichts.
Aber lasst es Euch heute nicht nehmen ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte zu geniessen oder einer anderen leckeren Torte zu frönen.
Rezepte:
Schwarzwälder Kirschtorte
Zutaten für 12 Personen 50 g Zucker 6 Eigelbe 2 EL heisses Wasser 6 Eiweisse 2 Prisen Salz 4 EL Zucker 150 g Mehl 4 EL Schokoladepulver 5 EL Puderzucker 5 EL Kirsch oder Wasser 2.5 EL Wasser 5 dl Vollrahm 1 Dose entsteinte, rote Herzkirschen (ca. 430 g), abgetropft 150 g dunkle Schokolade
Und so wirds gemacht: 1. Biskuitteig: Zucker, Eigelbe und Wasser in einer Schüssel mit den Schwingbesen des Handrührgeräts ca. 5 Min. rühren, bis die Masse schaumig ist
2. Eiweisse mit dem Salz steif schlagen, Zucker beigeben, weiterschlagen, bis der Eischnee glänzt. Mehl und Schokoladepulver mischen, lagenweise mit dem Eischnee auf die Masse geben, mit dem Gummischaber sorgfältig darunterziehen, in die vorbereitete Form füllen Backen: ca. 30 Min. in der unteren Hälfte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, etwas abkühlen, Formenrand entfernen, Biskuit auf einem Gitter auskühlen. Biskuit 2-mal durchschneiden, Boden auf eine Platte legen
3. Puderzucker, Kirsch und Wasser verrühren, 4 Esslöffel davon über den Biskuitboden träufeln. Rahm steif schlagen, 0.33 davon und die Hälfte der Kirschen auf dem Biskuitboden verteilen. Mittleres Biskuit darauflegen, mit 4 Esslöffel Kirschwasser beträufeln. Die Hälfte des Schlagrahms und die restlichen Kirschen darauf verteilen, Biskuitdeckel mit der Schnittfläche nach oben darauflegen, leicht andrücken, mit dem restlichen Kirschwasser beträufeln. Torte mit dem restlichen Schlagrahm bestreichen. Torte zugedeckt ca. 1 Std. kühl stellen, auf ein Backpapier stellen
4. Schokolade in Späne schneiden, die Hälfte davon mithilfe des Backpapiers am Tortenrand verteilen, restliche Späne darüberstreuen
Form: Für eine Springform von ca. 24 cm Ø, Boden mit Backpapier belegt
90 g Zucker 1 TL Vanillezucker 3 Eier 90 g Mehl 3 frische Eiweisse 1 Prise Salz 70 g Zucker 75 g gemahlene Haselnüsse 1 dl Wasser 4 EL Zucker 2 dl Kirsch 300 g Butter, weich 180 g Puderzucker 3 EL Kirsch einige Tropfen rote Lebensmittelfarbe oder Rote Beete Saft Puderzucker zum Bestäuben
Und so wird’s gemacht: 1. Biskuitteig: Zucker, Vanillezucker und Eier in einer Schüssel mit den Schwingbesen des Handrührgeräts ca. 5 Min. rühren, bis die Masse schaumig ist. Mehl dazusieben, mit dem Gummischaber sorgfältig darunterziehen, in die vorbereitete Form füllen.
2. Backen: ca. 20 Min. in der unteren Hälfte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, etwas abkühlen, Formenrand entfernen, Biskuit auf ein Gitter stürzen, Backpapier entfernen, auskühlen.
3. Mithilfe des Formenrands 2 Kreise (je ca. 24cm Ø) auf 2 Backpapiere zeichnen. Backpapiere wenden, auf je ein Backblech legen.
4. Japonais: Eiweisse mit dem Salz steif schlagen. Zucker nach und nach beigeben, weiterschlagen, bis der Eischnee glänzt. Nüsse mit dem Gummischaber sorgfältig darunterziehen. Masse in einen Einweg-Spritzsack geben, eine ca. 1,5 cm grosse Ecke abschneiden (kleines Bild Mitte). Masse spiralförmig auf die Kreise spritzen, mit einem Spachtel etwas glatt streichen.
5. Backen: ca. 1 Std. im auf 120 Grad vorgeheizten Ofen (Heissluft). Japonais sorgfältig auf je ein Gitter stürzen, Papiere sofort entfernen, auskühlen.
6. Wasser mit dem Zucker aufkochen, auskühlen, Kirsch darunterrühren.
7. Butter in eine Schüssel geben, Puderzucker, Kirsch und Lebensmittelfarbe beigeben, mit den Schwingbesen des Handrührgeräts zu einer glatten Masse rühren. Buttercreme vierteln.
8. Japonais wenn nötig mit der Schere auf ca. 24 cm Ø zurechtschneiden, 1 Japonais auf eine Platte legen, mit 1/4 der Buttercreme bestreichen. Biskuit darauflegen, Kirschwasser darüber träufeln. Biskuit mit 1/4 der Buttercreme bestreichen. Japonais darauflegen, leicht andrücken. Torte mit restlicher Buttercreme bestreichen, ca. 15 Min. kühl stellen.
9. Torte mit Puderzucker bestäuben, mit einer heissen Messerklinge rautenförmig einkerben.
Lässt sich vorbereiten: Biskuit und Japonais ca. 2 Tage im Voraus backen. Biskuit in Folie eingepackt im Kühlschrank, Japonais einzeln in Alufolie eingepackt bei Raumtemperatur aufbewahren.
Schnelle Variante: Statt Biskuit und Japonais selber herstellen, 1 gekaufter heller Biskuit Tortenboden (1× geschnitten, ca. 320g), 70g gemahlene Haselnüsse und 70g Meringue-Schalen verwenden. 1 Teil des Biskuits auf eine Tortenplatte legen, die Hälfe des Kirschwassers darüberträufeln. ¼ der Buttercreme darauf verteilen, zweites Biskuit darauflegen, restliches Kirschwasser darüberträufeln. Torte mit restlicher Buttercreme bestreichen. Haselnüsse in einer Bratpfanne ohne Fett rösten, auskühlen, in eine Schüssel geben. Meringues dazubröckeln, mischen. Meringues-Nuss-Mischung zuerst am Rand, dann auf der Torte verteilen, andrücken. Torte zugedeckt im Kühlschrank ca. 1 Std. durchziehen lassen.
300 g Mehl 125 g Zucker 1 Prise Salz 175 g Butter, in Stücken, kalt 1 Ei, verklopft 250 g Zucker 3 EL Wasser 300 g Walnusskerne, grob gehackt 2 dl Vollrahm 3 EL flüssiger Honig
Und so wirds gemacht: 1. Mürbeteig: Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Butter beigeben, von Hand zu einer gleichmässig krümeligen Masse verreiben. Ei beigeben, rasch zu einem weichen Teig zusammenfügen, nicht kneten. Teig flach drücken, zugedeckt ca. 30 Min. kühl stellen
Teig dritteln. 1/3 des Teigs auf wenig Mehl in der Grösse des Formenbodens auswallen, auf ein Backpapier legen, zugedeckt kühl stellen
1/3 des Teigs auf dem vorbereiteten Formenboden auswallen, Formenrand schliessen. Den restlichen Teig zu einer ca. 60 cm langen Rolle formen, an den Rand des Teigbodens legen, leicht andrücken, dabei den Rand ca. 4 cm hochziehen. Boden mit einer Gabel dicht einstechen, kühl stellen
2. Zucker und Wasser in einer weiten Pfanne ohne Rühren aufkochen. Hitze reduzieren, unter gelegentlichem Hin- und Herbewegen der Pfanne köcheln, bis ein hellbrauner Caramel entsteht. Pfanne von der Platte nehmen, Nüsse daruntermischen. Rahm dazugiessen, unter Rühren bei kleiner Hitze köcheln, bis sich der Caramel aufgelöst hat, ca. 10 Min. einköcheln. Honig daruntermischen, auskühlen. Füllung auf dem Teigboden verteilen.
3. Vorstehenden Teigrand auf die Füllung legen, mit Wasser bestreichen. Kühl gestellten Teigdeckel mit einer Gabel einstechen, darauflegen, mit der Gabel am Rand gut andrücken
4. Backen: ca. 40 Min. in der unteren Hälfte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, etwas abkühlen, Formenrand entfernen, Torte auf ein Gitter schieben, auskühlen