25. April 2019 | Una bella celebrazione alla Regenbogenfabrik

Am 25. April 2019 fand in der Regenbogenfabrik die erste Berliner Feier zum Tag der Befreiung Italiens statt. 74 Jahre zuvor, nachdem viele norditalienische Städte (Mailand, Bologna, Genua, Turin usw.) bereits befreit worden waren, weigerte sich das Nationale Befreiungskomitee mit den Nazis und Faschisten zu verhandeln und befahl der deutschen Armee, sich bedingungslos zu ergeben. Dank des vereinten Kampfes der Antifaschisten und der alliierten Armeen, die von der Bevölkerung unterstützt wurden, war Italien endlich frei.
Dank des Partisanenkampfes wurde das nationale Referendum zur Gründung der italienischen Republik gewonnen und die Verfassung verfasst.

Um an diesen grundlegenden Moment in der italienischen und internationalen Geschichte zu erinnern und ihn zu feiern, organisierten die ANPI Berlin Brandenburg und die VVN BdA Berlin mit Unterstützung der Genossen der Regenbogenfabrik ein offenes Treffen, an dem etwa 250 Personen teilnahmen. Die Küche der Regenbogenfabrik war voll ausgelastet und lieferte über 200 Teller gekochte Pasta und Spaghetti aglio e olio, dazu italienische Rot- und Weißweine, damit es uns an nichts fehlte.

Aber der Widerstand ruht nie und kann nicht ohne Solidarität leben. Der festliche Tag, der in angenehmer Gesellschaft von Italienern, Deutschen und anderen verbracht wurde, inmitten von Liedern, Erinnerungen und unterschiedlicher Musik, diente der Unterstützung moderner Widerstandskämpfer, die für eine freie und gleichberechtigte Gesellschaft kämpfen. Der gesamte Erlös kam den Projekten zugute, die Mimmo Lucano in der Gemeinde Riace gefördert hat, um die Integration von Migranten zu unterstützen. Der Vorschlag wurde sehr gut aufgenommen und das wirtschaftliche Ergebnis war so überraschend, dass das Kino der Regenbogenfabrik voll war, als der Film “un paese di Calabria” gezeigt wurde.

Covid hat uns daran gehindert, in dieser Art und Weise das Fest zu wiederholen, aber… machen wir uns auf das Jahr 2022 gefasst.

Dank an das Mitglied Franco di Giangirolamo für den Text und die Fotos

So zu lesen auf der Seite von ANPI: https://anpi-deutschland.de/regebogenfabrik/

Dort findet ihr auch einen Film vom Fest 2019; das macht euch sicher Appetit auf 2022!

Geburtstagskind des Tages – Norma

Nicht immer schaffen wir es, zur rechten Zeit unsere Fragen zu stellen. Und freuen uns dann umso mehr, wenn wir trotz Zuspätkommen noch so schöne Antworten bekommen können. Jetzt also etwas aus der Zeit gefallen:

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Ich wusste schon, dass es sie gibt, diese Regenbogenfabrik, ich hatte ein Plakat gesehen, dass sie 25 Jahre alt wird. Und dann bin ich plötzlich selber Teil davon, also 2006 oder so.
Das JobCenter hatte die Idee. Bin gleichzeitig mit Andy gekommen, für ihn war ich die Erste, mit der er ein Anfangsgespräch führte.
Eigentlich war ich Tischlerin und so wurde ich auch vermittelt. Doch ich wollte etwas Neues beginnen. Erst mal war kein Platz da, doch dann konnte ich in der Fahrradwerkstatt anfangen. Da war ich dann eine ganze Weile und später noch lange jeden Mittwoch am Frauentag.

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Der Hof! Das ist ein Platz zum Wohlfühlen.

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

Sicherheitsraum.

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Zuccinipuffer mit Tsatsiki und Salat

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

Einfach mal einen ordentlichen Batzen Geld!

Democratize Work

Genossenschaften & Kollektive: Wie praktizieren sie Demokratie im (Arbeits-)alltag?

Wir stellen hier einen Podcast vor:

Dass „ganz normale“ abhängig Beschäftigte Expertinnen für eine Neugestaltung von Arbeit und Wirtschaft sein können, daran glauben zahlreiche Wissenschaftler*innen, welche seit Mai 2020 eine Demokratisierung der Arbeitswelt fordern (#democratizingwork). Aber was heißt Demokratisierung der Arbeit eigentlich?
In 30 bis 40 minütigen Gesprächen diskutieren wir einmal im Monat mit Gewerkschafterinnen, Betriebs-und Personalrätinnen, Wissenschaftlerinnen sowie Aktivistinnen, warum wir mehr Demokratie in unserer Arbeitswelt wagen sollten.

Unser Kollege Andy war in dieser Episode als Experte eingeladen.

Dieser Podcast wird produziert von und mit dem Forum Neue Politik der Arbeit & Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt in der Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation der TU Berlin, Er wird unterstützt von: Hans-Böckler-Stiftung & Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt.

https://democratize-work-podcast.podigee.io/9-genossenschaften

Geburtstagskind des Tages – Daniel

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Ich bin 2019 in Berlin angekommen, nachdem ich lange über die Möglichkeit nachgedacht habe, hier zu leben, um meinen Blickwinkel auf Klang und Musik weiterzuentwickeln.
Ich arbeite seit 10 Jahren mit einer Gruppe, die Musiktheater in Chile macht, mit der wir unsere Arbeit in der ganzen Welt zeigen konnten und aus diesem Grund hatten wir die Möglichkeit, in Berlin zu leben und von hier aus in die verschiedenen Länder zu reisen, in denen wir arbeiten werden.
Dieser Plan wurde durch die Ankunft der Pandemie bis heute gestoppt.

Der erste Kiez war Prenzlauer Berg, Ostseestraße und dann seit September 2020 wohne ich in Kreuzberg hier in der Regenbogenfabrik.

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Mein Lieblingsplatz im Haus ist der Dachboden, ich finde, dass er ein Ort der Begegnung mit einer schönen Energie ist, an dem man die Hingabe sieht, mit der er gepflegt wird. Und das ist etwas, dass ich betone und Freunden, die das Haus besuchen, gerne zeige.

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

GESCHICHTE (die, die gebaut wurde und die, die gebaut werden wird)

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Ich hatte noch keine Gelegenheit, es auszuprobieren.

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

le deseo mucha prosperidad y que continue la lucha por mantener a la comunidad y el arte viv

Ich wünsche ihr viel Wohlstand und dass sie weiter kämpft, um die Gemeinschaft und die Kunst am Leben zu erhalten.