14.10.2013 | Frauenkleidertausch im RegenbogenCafé

Die Idee für den Kleidertausch, der bis zur Pandemie regelmäßig stattfand, stammt von Andrea und Maja und geht wenigstens bis zum Jahr 2008 zurück. Das habt ihr toll gemacht. Und wir fangen auch wieder an, bestimmt!

2008 Frauenkleidertauschparty
2012 Frauenkleidertausch
2016 Kleidertausch Herbst

Für das Plakatmotiv ein Dank an Ulrike Åkesson, die 2013 für ein Weilchen bei uns gearbeitet hat: https://www.instagram.com/ul.akesson/

Geburtstagskind des Tages – Julius

1.     Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Ich habe von September 2019 bis August 2020 ein FÖJ in der Fahrradwerkstatt der Regenbogenfabrik absolviert. Dabei habe ich mich auch im Kulturbereich engagiert. Seitdem helfe ich Jonny ab und an in der Baugruppe.

2.     Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Mein Lieblingsort von der Fabrik ist tatsächlich die Rampe vor der Fahrradwerkstatt. Hier war und bin ich immer gerne. Man kann den ganzen Hof überblicken und meist ist immer was los. Bei Regen plätschert es vom Dach und man ist froh, unter ihm zu stehen. Im Hintergrund hört man Geklimper von Schraubendrehern, Maulschlüsseln und allerlei Fahrradteilen, auch ein Fluchen über ein kaputtes Fahrrad muss mal sein.
Es laufen viele freundliche Menschen vorbei, mit denen man sich (in einer Pause) sehr gut unterhalten kann. Nichts desto trotz mag ich die Fabrik in seiner Gesamtheit auch, keinen Fleck auf ihr mag ich nicht.

3.     Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

(Die Regenbogenfabrik ist für mich) ein Juwel: Zwischen den grauen, grauen Fassaden der Stadt gibt es einen in regenbogenfarben schillernden Ort, die Regenbogenfabrik.
Man trifft viele nette und vorallem interessante Leute hier, es trifft jung auf alt, jede:r findet einen Platz (an dem sie/er gerne ist). Zwischen kulturellen Erlebnissen, fachkundigen Werkstätten und einem schönen und ruhigen Hostel sind es die Menschen, die Mitarbeiter:innen, Gäste und sonstige Personen, die die Fabrik zum Leben erwecken und sie schillern lassen:
Genau wie ein Juwel sollte man die Regenbogenfabrik vor dem Zahn der Zeit beschützen und dafür sorgen, dass ihr nichts passiert!

4.     Lieblingsessen in der Kantine?

Definitiv die leckere Spinat-Lasagne; seit dem habe ich sie oft für mich und meine Familie gemacht. Aber grundsätzlich war bisher Alles, was ich dort gegessen habe, sehr gut!

5.       Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

Ich wünsche der Regenbogenfabrik, dass sie solange es geht bestehen bleibt und sich im Wandel der Zeit stets nur positiv verändert. Ich wünsche ihr, dass die Menschen, die ihr das Leben einhauchen, gesund und glücklich bleiben (bzw. dies werden). Ich hoffe, die Fabrik verliert nie ihren nachbarlichen Stil.

Alles Gute, auf hoffentlich viele weitere Jahre, in denen man sich auf einen Besuch der Regenbogenfabrik freut (auch, wenn man zur Arbeit dort ist).

in memoriam – Willi Krenke

Willi ist jetzt 8 Jahre hier und arbeitet in der Baugruppe. Die macht auf der Regenbogenfabrik Reparaturen und Neuanlagen. Da bekam der Sandkasten eine neue Umrandung und im Jahr darauf wurde der Erweiterungsbau errichtet, womit das Hostel mehr Platz für Zimmer und einen neuen Speisesaal bekam.
Willi sagt: ‚Es ist schon so, dass jeder seine eigenen Fähigkeiten hat und es ist auch so, dass jeder von dem anderen lernt, was er nicht weiß. Es gibt da keine Unterschiede, auch nicht des guten älteren Mitarbeiters. Der hat in seinem Leben schon mehr Erfahrungen gesammelt, aber die kann man ja weitergeben. Also so gut ist keiner, dass man perfekt ist. Aber wenn man immer wieder versucht, mit dem anderen auszukommen und sich etwas Mühe gibt, etwas Kameradschaft zu zeigen, Solidarität und so weiter, geht alles.

Ich finde es richtig und sehr wichtig, wenn man über verschiedene Generationen spricht. Denn, wenn wirklich Probleme auftauchen und da sind und jede Generation ihre Erfahrungen gesammelt hat, sollte sie diese auch weitergeben. Auch die jüngeren werden ja mal älter, haben eigene Kinder und die können ihnen dann nur bei Problemen helfen, wenn sie vorher ihre Probleme gelöst haben oder in einer Gemeinschaft darüber gesprochen und sie gelöst haben.‚“

Willis Worte fanden sich 2009 in einer Fotoausstellung der Uni Humanistyczne in Stettin.

Angekommen in der Fabrik war er 2001, wir hatten gerade eine große AB-Maßnahme starten können und so fand Willi zu uns über das Arbeitsamt. Das sah erst mal nicht nach einer Traumpaarung aus: Kam uns doch aus Steglitz ein strammer CDU-Wähler ins Haus. Würden wir denn miteinander klarkommen? Und wie! Die Sorge war langfristig gesehen unbegründet. Der eine oder andere Kulturkampf stand schon ins Haus, doch bald wussten beide Seiten, dass sie sich aufeinander verlassen können.

Willi gehörte sogleich zur Baugruppe und so gilt auch für ihn: es gibt kein Gewerk in der Fabrik, wo er nicht Hand angelegt hat. Und vor allem seinem großen Wissen um Elektroarbeiten verdanken wir viel Erneuerung. Wenn wir heut im Kino vor den versammelten Lichtschaltern stehen, um die richtige Stimmung hinzubekommen, dann gehen oft die Gedanken an ihn, der mit großer Sorgfalt alles zusammengefügt hat. Doch bevor die Kabel alle gelegt werden konnten, musste erst das Kino fast von Grund auf neu aufgebaut werden. Dieses und der Neubau für Hostel und Seminarraum waren die größten Baumaßnahmen in der Geschichte der Regenbogenfabrik.

Willi hat gerne Schönes gestaltet, das merkte mensch, wenn er von seinem Garten schwärmte. Die Fabrikfeste kriegten von ihm immer einen extra Farbtupfer und die Lichtinstallation zum 30. Jubiläum der Fabrik stammt ebenfalls von Willi. Inzwischen aktualisiert hängt sie noch immer im RegenbogenKino.

2011 30 Jahre Regenbogenfabrik

Die Rente war kein Grund für ihn, das Arbeiten einzustellen, weniger vielleicht, aber immer umsichtig. Gestoppt hat ihn erst die schwere Krankheit. Wenns ne Anderswelt geben sollte, vielleicht sitzt er da am Lichtmischpult und unterm schwarzen Regenbogenshirt lugt das Tatoo-Shirt hervor …

LIZZY WILL ES WISSEN

Friedrich Engels zum 200. Geburtstag

Präsentiert vom Weber-Herzog-Musiktheater

Do., 14.10.2021 | 20:00 | RegenbogenKino

Liedtexte: Friedrich Engels, Bertolt Brecht, J.W. Goethe, Nazim Hikmet, Erich Mühsam, Pablo Neruda, Ernst Toller, Erich Weinert, Georg Weerth und Christa Weber.

Manuskript: Christa Weber
Musik: Christof Herzog

Mit Christa Weber, Christof Herzog und Edén Galán

In humorvollen wie gedankenreichen Spielszenen, Liedern und Dialogen zwischen Engels und seiner Lebensgefährtin Lizzy Burns, einer irischen Arbeiterin, zeigt das Stück Friedrich Engels als eine umfassend gebildete wie auch eingreifende und kämpferische Persönlichkeit.
Durch ihre zupackende Art bringt Lizzy Burns Friedrich Engels dazu, komplizierte wissenschaftliche Zusammenhänge und philosophische Themen in einer anschaulichen Weise zu erklären.

In vielen Zitaten aus den verschiedensten Schriften von Engels wird die Aktualität seines theoretischen wie politischen Wirkens veranschaulicht, wie z.B. der verhängnisvolle Zusammenhang zwischen kapitalistischer Produktion und Naturzerstörung.

Dauer ca. 90 Minuten.

Weitere Infos hier.

Es gilt die 3G-Regel.
Eintritt frei, Spenden willkommen.