Finde einen Regenbogen Tag

Aus der Liste der kuriosen Feiertage scheint dieser wie für uns gemacht. Wir fragen uns schon, wer solche Tage ausruft und befragen das Internet:

https://www.kuriose-feiertage.de/finde-einen-regenbogen-tag/

Dieser Tag erscheint uns auch der richtige, um die neueste These zu veröffentlichen, wie die Regenbogenfabrik zu ihrem Namen gekommen ist..

Thorsten schrieb uns:

Herzliche Grüße zum Geburtstag!

Der Name „Regenbogenfabrik“ stammt ursprünglich von den bunten chemischen Salzen, die lose in Tüten und Gläser schon teilweise aus den Regalen heruntergefallen und sich auf dem Boden verteilt hatten.

Bei der Entsorgung sollten wir darauf achten, sie nicht auf einen Haufen zusammenzufegen, da sie sonst miteinander reagieren würden. Es wurden also einzelne voneinander getrennte Häufchen gefegt.

Dabei entstand im heutigen Kinoraum ein großer Regenbogen aus bunten Salzen.

Gruß Thorsten

Von der Feuerwache zur Regenbogenfabrik

Die Regenbogenfabrik wurde am 14. März 1981 besetzt.

In das Geburtstagsjahr starteten wir mit einem Vortrag zur Vorgeschichte.

Am Sonntag, den 14. März haben wir das live gesendet aus dem RegenbogenCafé.

Andy zeigte im Vortrag den langen Weg/Kampf um ein Kulturzentrum im Kiez und erklärte dabei unter anderem, welcher geschichtliche Zusammenhang zwischen der UFA-Fabrik, dem Mehringhof und der Regenbogenfabrik besteht.

Wir freuen uns sehr, dieses Ereignis – jetzt nochmal neu geschnitten – gemeinsam mit Euch virtuell zu begehen.

Bericht von der Besetzung der Regenbogenfabrik

Der Südost Express berichtete in seiner Ausgabe vom April 1981:

Instandbesetzung in der Lausitzer Straße

In einer Blitzaktion besetzten eine Gruppe Gewerkschafter, eine Gruppe alleinstehender Frauen mit Kindern sowie einige Mitarbeiter und Freunde der Bürgerinitiative SO die leeren Wohnungen in der Lausitzer Straße 22a und 23 und die Fabrikgebäude in der Lausitzer 22. Unterstützt wurden sie von der Bürgerinitiative SO 36, dem Stadtteilzentrum Lausitzer Straße, Wohnen und Leben e.V. und durch viele Zusprüche von Nachbarn, der Ölberg-Gemeinde und anderen mit der Sanierung offiziell Betrauten in SO 36.

Kita für die Kleinsten

Im Winter 2016 beschlossen wir nach vielen Überlegungen, die leerstehende alte Töpferwerkstatt zu einer Kita für die Kleinsten umzubauen.

Lange war der Raum weitestgehend ungenutzt geblieben und die Nachfrage an Kitaplätzen gestiegen. Mit Freude und etwas Aufregung sahen wir diesem für uns riesigen Projekt entgegen.

Mit den Architektinnen von baukind fanden wir die perfekten Planerinnen für uns. Sie hatten den Blick fürs Detail, planten mit uns gemeinsam und unterstützten uns bei der Antragsstellung beim Senat. Um auch unseren Eigenanteil zu finanzieren, beschäftigten wir uns erfolgreich mit Crowdfunding und warben Fördergelder bei Trias ein.

Obwohl nur ein kleiner Raum, gab es eine Menge zu tun. Von alter Elektrik, aufsteigender Nässe bis hin zu einem großen Fenstereinbau – es gab fast nichts, was bleiben konnte. Der Raum musste komplett umstrukturiert werden, um kleinen Kindern gerecht zu werden.

Mit viel Eigenleistung und externen Firmen konnten wir die Kita für acht Kinder von 0 – 3 Jahren im Februar 2018 fertigstellen.

Wo vorher ein in die Jahre gekommener Dielenboden war, gab es nun einen hellen Linoleumbelag mit darunter liegender Fußbodenheizung. Mit einer Horizontalsperre bekamen wir die Nässe in den Griff. Durch geschickte Aufstellung neuer Wände mit Schiebetüren – um Platz zu sparen – schafften wir einen Ruheraum, sowie ein kleines Bad. Ein Gruppenraum mit offener Küche vervollständigte das Ganze.

Zum 01.03.2018 konnten wir mit zwei neuen Mitarbeiter:innen die kleine Kita eröffnen.

Ellena Carta