Auflösung Bilderrätsel fünf

13 Uhr! Der Magen ist konditoniert und erinnert grummelnd an die Mittagspause. Also nix wie hin zur RegenbogenKantine. Heute das Fleischgericht oder doch lieber klimafreundlich vegetarisch schwelgen?
Beides ist lecker, was immer Montag bis Freitag vom Team gekocht wird. Das Team kocht gerne für euch! Dabei legen sie Wert auf eine täglich frische Zubereitung der Zutaten unserer internationalen Speisen.
-zur Zeit kann leider der Mittagstisch nicht angeboten werden-

Die Kantine kam ins Fabrikleben im Jahre 2000. Lecker versorgt werden nicht nur Kolleg*innen und Nachbar*innen. Vier Kitas versorgen die Köch*innen inzwischen; das ist ein intensiver Arbeitstag!

Noch ein Wort zu dem bunten Schriftzug:
Ähnlich wie die Rutsche auf dem Spielplatz ist dieser eine Reminiszenz an die Filmaufnahmen zu „Der ewige Gärtner“. Dies ist ein britisch-deutscher Thriller des brasilianischen Regisseurs Fernando Meirelles aus dem Jahr 2005. Das Drama basiert auf dem gleichnamigen Roman von John le Carré.

Zwischen Kenia, London und Bielefeld hat Carré seine verwirrenden Handlungsstränge ausgelegt. Im Film wurde aus Bielefeld Berlin und unsere Kantine eine Kita, aus der die Aktivistin gegen die Pharmaindustrie ihr Kind abholt.

Für einen perfekten Filmdreh wird eine Location schon mal auf den Kopf gestellt. Es wird aber auch immer versprochen, dass der alte Zustand wieder hergestellt wird. In diesem Fall haben wir aber den Verbleib des Schriftzugs sehr begrüßt.

Stadterneuerung per Hausbesetzung

Ein Beitrag von Thilo Schmidt in Deutschlandfunk Kultur | gesendet am 29.05.2019

Drei unterschiedlich gefärbte Erinnerungen an die 80er Jahre. Einfach mal wirken lassen und die Bilder im Kopf in Bewegung bringen.

Zu Wort kommen der damalige Bürgermeister Eberhard Diepgen, Franziska Eichstädt-Bohlig, Stadtplanerin und Architektin und Uwe, ein Besetzer der Schrippenkirche, die leider nicht vor dem Abriss gerettet werden konnte.

Zeitfragen im Deutschlandfunk Kultur: Westberlin in den 80er Jahren

Das Titelbild ist 1982 von Jürgen Henschel aufgenommen worden.

Nach der Legalisierung | die Zukunft sichern

Am Ende der Selbstdarstellung schrieben wir:

Heute bemüht sich der Verein Regenbogenfabrik durch Kauf bzw. durch Erbpacht (über Senatskauf) die Projektexistenz zu sichern, wobei das wichtige Prinzip des Zusammenwohnens und –arbeitens auf der Fabrik durch den erzwungenen Kopplungsvertrag am 30.6.85 zunichte gemacht werden soll. Den Wohnraum der Menschen, die sich mit dem Projekt Regenbogenfabrik verbunden fühlen, will die Wohnbau-Design ihren Abrißplänen opfern. Wir werden uns mit den möglichen politischen sowie juristischen Mitteln und mit Eurer Solidarität dagegen wehren.

Bleibt mir für heute, daran zu erinnern, dass es bis 2011 dauerte, um für die Regenbogenfabrik den schon damals erstrebten Erbpachtvertrag abzuschließen.

Auch dem Wohnhaus stand eine lange Geschichte bevor. Es war schließlich 1985 gelungen, für das Haus einen Vertrag über fünf Jahre zu erkämpfen. In dieser Zeit konnte sogar die Finanzierung der Instandsetzung in Selbsthilfe durchgesetzt werden. Doch erst 1990 konnte ein 30-jähriger Vertrag abgeschlossen werden.

Knapp vor Ende dieses Vertrags erst gelang es, das Haus in eine Genossenschaft zu bugsieren. Dieses Haus ist nun endgültig der Spekulation entzogen. Dazu hatten wir schon am 23. Juni geschrieben: „Als wir, die Hausgemeinschaft Hinterm Regenbogen…

Titelbild: ehemaliges Wandbild im RegenbogenKino, entstanden vermutlich 1985