Waipatiki Beach, das ist schon ein Name für Fernweh. Es ist ein Gruß aus Neuseeland.
Der Regenbogen ist ein atmosphärisch-optisches Phänomen, das als kreisbogenförmiges farbiges Lichtband in einer von der Sonne beschienenen Regenwand oder -wolke wahrgenommen wird. Sein radialer Farbverlauf ist das mehr oder weniger verweißlichte Spektrum des Sonnenlichts. Das Sonnenlicht wird beim Ein- und beim Austritt an jedem annähernd kugelförmigen Regentropfen abgelenkt und in Licht mehrerer Farben zerlegt. Dazwischen wird es an der Tropfenrückseite reflektiert. Das jeden Tropfen verlassende Licht ist in farbigen Schichten konzentriert, die aufeinandergesteckte dünne Kegelmäntel bilden. Der Beobachter hat die Regenwolke vor sich und die Sonne im Rücken. Ihn erreicht Licht einer bestimmten Farbe aus Regentropfen, die sich auf einem schmalen Kreisbogen (einem Farbstreifen des Regenbogens) am Himmel befinden. Der Beobachtungswinkel ist identisch mit dem Winkel des Kegelmantels, in dem diese Farbe beim Austritt am Regentropfen konzentriert ist. (Wikipedia)
Ein Glück, dass unsere Augen einfach nur schauen und empfangen und unser Kopf dann aus Erfahrung weiß, wie diese komplizierte Physik dann wieder zusammengesetzt wird, damit wir die Schönheit spüren können.
»Kreuzberg kocht« portraitierte 55 außergewöhnliche Menschen und Initiativen, Kulturprojekte und Vereine, die Kreuzberg heute prägen. In Interviews erzählen sie, wie sie neue Wege beschreiten, was sie antreibt und wie sie Schwierigkeiten überwinden. Und: Sie alle verraten ein Lieblingsrezept zum Nachkochen. In den Topf und auf den Teller schauen lassen sich so unter anderem das Ballhaus Naunynstraße, die Ohrbooten und das SO36. Das Ergebnis: ein Mut machendes Buch mit Nähr- und Mehrwert! Das Kochbuch war eine Idee aus dem Berliner Büchertisch.
Die Regenbogenfabrik war darin in verschiedener Weise vertreten. Wir beenden die Dokumentation des Kochbuchs mit der Regenbogenkantine.
Kreuzberger Querschnitt im Hinterhofparadies – Die Regenbogenkantine
Unter dem Motto „Meet and Eat“ bietet die Regenbogenkantine täglich einen preiswerten Mittagstisch. Zu Beginn richtete sich das Angebot an Menschen, die in den verschiedenen Projekten der Regenbogenfabrik arbeiten und leben. Mittlerweile essen hier jeden Mittag Leute aus dem ganzen Kiez.
Anna: Wie genau bist du zum Kochen gekommen?
Julian: Meine Mutter war alleinerziehend und hat immer von morgens bis abends gearbeitet, also musste ich mich selbst versorgen. Da ich keine Lust hatte, nur Stulle zu essen, habe ich dann angefangen, zuhause zu kochen; das war relativ früh. Mit sechs hab ich schon gekocht, auch für meinen Bruder. Das hat sich weiterentwickelt. In der Gastronomie angefangen hab ich dann mit fünfzehn oder sechzehn, allerdings nicht als Koch sondern als Barkeeper und Servicekraft. Das war so mein Einstieg, und mit achtzehn bin ich dann zum Kochen gekommen, durch einen Zufall. Da ist ein Koch ausgefallen und ich bin einfach mal in die Küche. Ich hab gesagt, dass ich ein bisschen was kochen kann und es mal probieren würde – und bin dann dabei geblieben.
Anna: Kannst du die Geschichte der Regenbogenkantine kurz umreißen?
Julian: Ich habe hier vor sieben Jahren angefangen und bin auch hier ausgebildet worden. Damals war das hier eine Art Betriebskantine der Regenbogenfabrik, es kamen zirka zehn Leute am Tag zum Essen. Das war wirklich noch mehr oder weniger eine Hobbyküche. Wir haben es dann innerhalb von zwei, drei Jahren geschafft, immer mehr auszubauen. Mittlerweile sind wir richtig eingetragen und können auch Stellen finanzieren. Heute machen wir etwa 3000 Essen im Monat. Wir sind jetzt Kantine für den Kiez, für die Kindergärten und für unsere Leute hier natürlich. Das Kernteam aus drei bis vier Leuten besteht immer noch, dann gab es ganz viele drum herum, die gekommen und gegangen sind. Das Schöne war, dass wir uns selbst gestalten konnten. Wir konnten uns selber verwirklichen, Ideen einbringen, wurden auch immer unterstützt von der Fabrik. Wir sind wirklich froh mit dem, was wir so geschaffen haben.
Anna: Wer kommt zum Mittagessen hierher?
Julian: Der Querschnitt aus Kreuzberg. Vom Hartz-IV-Empfänger, der wirklich nicht viel Geld hat, bis zum Rechtsanwalt und Doktor kommen Leute hier zum Essen. Das ist ganz lustig. Ich würde sagen, wir haben achtzig Prozent Stammgäste. Man kennt sich, man trifft sich jeden Tag, man tauscht sich aus, hat Gespräche. Das ist nett, hat schon fast was Familiäres. Es sind dann immer sechzig bis achtzig Leute jeden Tag. Man hat auch immer neue Gesichter dabei, die uns über das Internet gefunden haben oder durch Hörensagen. Es ist echt witzig.
Anna: Gibt es etwas, das du ganz besonders schätzt an der Arbeit hier in der Kantine?
Julian: Das wirklich freie Arbeiten. Man kann von vorne bis hinten das umsetzen, was man im Kopf hat. Man bekommt nichts vorgesetzt, sondern kann zum Beispiel sagen: „Nächste Woche koche ich mal zwei oder drei Tage Mexikanisch.“ Ich habe viele Kochbücher studiert zu Hause und hier kann ich dann Gerichte ausprobieren und verändern, und manchmal entstehen so neue Sachen, die ganz gut sind. Auch toll ist der direkte Kontakt zu den Kund*innen selbst. Wir haben eine offene Küche, also bestellen sie das Essen direkt bei mir. In jedem anderen Restaurant verschwindet man in der Küche und hört nur mal über das Servicepersonal, ob das Essen gut war. Und dann ist da natürlich unser Hof – unser kleines Kreuzberger Hinterhofparadies. Wenn man rausguckt aus der Küche und die Leute sitzen dann hier auf dem Hof verteilt, im Sandkasten, auf dem Hügel. Man sieht die verschiedenen Menschen, die sich hier treffen, sich austauschen. Ich habe noch keinen Arbeitsplatz als Koch gehabt, der so angenehm war.
Anna: Was darf in der Küche nicht fehlen?
Julian: Frische Zutaten. Wir benutzen überhaupt keine Fertigprodukte, also es wird echt alles selbst gemacht. Das finde ich schon wichtig beim Kochen.
Zucchinipuffer mit Wurzelgemüse, Wedges und Aioli
FÜR 4 PERSONEN
Zucchinipuffer: 500 g Zucchini, in Scheiben 2 Zwiebeln, gerieben 2 EL Butter 1 Bund glatte Petersilie, fein gehackt 2 Eier 1 EL Minze, fein gehackt 170 g Semmelbrösel 100 g Emmentaler, gerieben etwas Mehl Öl Meersalz, schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
1. Wasser in einem Topf mit Salz zum Kochen bringen. Zucchini 10 Minuten darin kochen. 2. Butter in einem kleinen Topf zerlassen. 3. Gekochte Zucchini abgießen, abtropfen lassen und pürieren. 4. Eier, zerlassene Butter, Kräuter, Semmelbrösel, Zwiebeln und Käse unter die Zucchini rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Mischung 5 Minuten ruhen lassen. 5. Hände leicht einölen und aus je 1 EL Zucchinimasse etwa 1 cm dicke Puffer formen. Diese in etwas Mehl wenden. 6. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Puffer von beiden Seiten goldgelb braten. Die fertigen Puffer auf Küchenpapier entfetten.
Wurzelgemüse: 1 Gemüsezwiebel, klein gewürfelt 2 Möhren, geschält, halbiert und in Scheiben 2 Pastinaken, geschält, halbiert und in Scheiben 2 Petersilienwurzeln, geschält, halbiert und in Scheiben 1 EL frischer Thymian, grob gehackt 1 TL Honig Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer Öl
1. Öl in einem Topf erhitzen, nacheinander die Zwiebeln und das Gemüse anschwitzen. 2. Anschließend Honig und Thymian hinzufügen und alles gut vermengen. 3. Etwas Wasser dazugeben und auf kleiner Flamme mit geschlossenem Deckel 10 Minuten garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wedges: 1 kg Kartoffeln, gewaschen
1. Salzwasser einem Topf zum Kochen bringen. Kartoffeln 10 Minuten darin kochen. 2. Kartoffeln sechsteln, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Bei 180°C auf mittlerer Schiene 15-25 Minuten goldbraun backen. Anschließend mit Salz und Pfeffer bestreuen.
Aioli: 2 Eigelbe von ganz frischen Eiern ¼ l Sonnenblumenöl 4 Knoblauchzehen, gepresst 1 EL Senf Saft von ½ Zitrone Salz, Pfeffer
1. Alle Zutaten, die Zimmertemperatur haben sollten, in einen Messbecher geben, bis auf den Zitronensaft. Mit einem Pürierstab vom Boden aus langsam hochziehen. 2. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
Kräuterbutter:
125 g weiche Butter Frische Kräuter (z. B. Petersilie, Schnittlauch, Dill, Basilikum), klein gehackt 1 Knoblauchzehe, fein gehackt Salz, Pfeffer
1. Butter mit Kräutern und Knoblauch gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2. Ein Stück Alufolie und darauf Frischhaltefolie auslegen. 3. Die Masse darin einrollen und beide Enden bonbonartig verschließen. Im Kühlschrank lagern.
1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?
Seit einem knappen Jahr wohne ich hier im Haus, hatte vorher mit Chris und dem Kino anlässlich der Filmreihe „Blick nach Afrika“ zusammengearbeitet. Durch diese und andere politische Veranstaltungen war ich eine Zeit lang so oft im Kino, dass ich zu Chris mal gescherzt habe „Ich könnte mir auch ein Feldbett im Kino aufstellen, dann muss ich nicht so viel fahren“. Tja, nun wohne ich hier mit Chris zusammen und schlafe in einem richtigen Bett!
2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?
Kann mich nicht entscheiden! 1. das Kino 2. Open Air: Die Rauchernische 3. im Wohnhaus: Die Dachterrasse
3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?
Ein Ort, von dem ich als Jungspund geträumt habe – um dann 30 Jahre ganz anders zu leben. Und jetzt geht der Jugendtraum unerwartet in Erfüllung: Leben und Arbeiten, politisch aktiv sein, Musik und Kultur genießen und machen, die Gemeinschaft mit vielfältigen netten und interessanten Menschen leben, zu Hause sein – gelebte Utopie …
4. Lieblingsessen in der Kantine?
Noch keines, weil ich tagsüber ganz woanders bin und an drei Tagen in der Woche in der Essensgruppe.
5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?
Seid stolz auf das Erreichte, bleibt lebendig und vielfältig, bleibt menschlich und solidarisch – und startet „nach Corona“ richtig durch!
Raus aus der Stadt, über die Oder, genießen, dass alles sofort ganz anders ist, als gewohnt. Es brauchte ein wenig, bis wir das begriffen, war doch die so ganz ungewohnte Sprache eine hohe Barriere. Ein Sound, wie wenn der Wind seufzend durchs Gras weht. Ja, wunderbar poetisch, aber leider trotzdem komplett unverständlich. Erst recht, wenn wir auf die Wörter sahen und die Vokale an gewohntem Ort vermissten.
Als wir zur ersten Fahrradotur und später zum Kochevent aufbrachen, gehörte ein lustiger Erste-Hilfe-Kasten ins Gepäck, der Polnisch-Blitzkurs. Den wollen wir mal hier vorstellen, frohes Üben!
Polnisch
Aussprache
Deutsch
Cześć!
tscheschtsch
Hallo! Tschüß!
Dzień dobry
dschen dobry
Guten Tag!
Dobry wieczór!
dobry wjetschur
Guten Abend!
Do widzenia!
do widsenja
Auf Wiedersehen!
Smacznego!
smatschnego
Guten Appetit!
Śniadanie
schniadanie
Frühstück
obiad
objad
Mittagessen
kolacja
kolazia
Abendbrot
tak, nie
tak, njä
ja, nein
dziękuje
dschenkuje
danke
prosze
prosche
bitte
dobrze
dobsche
gut, richtig
żle
schle
schlecht, falsch
jeden, dwa
jäden, dwa
eins, zwei
trzy, cztery
tsche, tschtere
drei, vier
lody, piwo
lodi, piwo
Eis, Bier
kawa, herbata
kawa, herbata
Kaffee, Tee
cukier, mleko
zukjer, mleko
Zucker, Milch
pocztówka
potschtufka
Postkarte
znaczek
snatschek
Briefmarke
kantor
kantor
Geldwechselstelle
Ile to kosztuje?
koschtuje
Wieviel kostet das?
Ile kosztuje …
Wieviel kostet …?
Jak się mowi po polsku …
Wie sagt man auf polnisch …?
Niecy / RFN
njämze
Deutschland/BRD
jestem niemcem
jästem njämzäm
Ich bin Deutscher
jestem niemką
jästem njämkon
Ich bin Deutsche
Jak się naszywasz?
Jak sche nasewasch
Wie heißt Du?
Nazywam się …
nasewam sche
Ich heiße …
Ile masz lat?
ille masch lat
Wie alt bist Du?
Mam lat …
mam lat
Ich bin … Jahre alt.
Nie rozumiem po polsku.
Nje rosumiem po polsku
Ich verstehe kein Polnisch.
Przepraszam!
Pscheprascham
Entschuldigung!
Tips zur Aussprache: „r“ wird mit der Zunge gerollt Die Betonung liegt immer auf der vorletzten Silbe Vokale werden kurz gesprochen
All das ist ziemlich sicher nicht die feine Art des Spracherwerbs, aber es hat Spaß gemacht und die ersten Hürden waren gleich nicht mehr so hoch.
Heute gibt es viele Hilfsmittel im Internet, daran war in den neunziger Jahren noch nicht zu denken. Für einen schnellen Einstieg sind daneben auch die kleinen Hilfen des Deutsch-Polnischen Jugendwerks zu empfehlen, z.B.:
Versuch’s auf Polnisch! Sprachführer für den deutsch-polnischen Jugendaustausch Autor: Ewa Bagłajewska-Miglus, Sandra Ewers und Agnieszka Grzybkowska