Geburtstagskind des Tages – Marita

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Seit Oktober 2011 bin ick im Büro und damit überall unterwegs. Wow, ick hab ja 10-jähriges!

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Ick hab zwei. Wenn die Sonne scheint, die Tischtennisplatte. Bei Waschküchenwetter die Bank vor der Holzwerkstatt, bei Conny.

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

Kampf … aber auch Zuhause

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Zucchinischnitzel

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

Grundsätzlich erst mal eine noch lange Existenz. Dazu jehört für mich, der „neuen“ Generation Zeit und Raum zu lassen, um neue Ideen zu entwickeln; alte Ideen wieder neu zu entdecken und dass wa Alle nen juten Weg finden, dit umzusetzen.

Hmm. Irgendwie ist ja allet, wat ick der Fabrik wünsche och dit, wat ick mir für mich selbst wünsche. Ein Wandel –  für eine noch lange Zeit mit und auf der Fabrik.

Geburtstagskind des Tages – Heather

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Arrived May 2013 and left October 2019.

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Sitting under the cherry tree in the courtyard of the house on a hot summer’s day or sitting in the sun on the balcony.

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

Precious.

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Anything with a big fresh salad.

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

That Covid allows it to resume normal functioning.

Wahlkampf to go auf Augenhöhe

Es muss ein Tag im September 2011 gewesen sein. Der Spätsommer in Berlin hat uns mal wieder Gäste in‘s Hostel gebracht. Und Gäste die kommen, gehen auch irgendwann wieder. Und oft vergessen sie auch etwas. Mit einzelnen Socken könnten wir vermutlich ein Band bis Bayern knüpfen. Oder den Schornstein erklettern. Oder Sockenpuppen aller KollektivistInnen basteln…

Diese Gäste im September 2011 jedoch haben etwas anderes vergessen. Oder vielleicht haben sie es gar nicht vergessen, sondern wollten uns etwas mitteilen. Oder sie waren einfach unheimlich betrunken. Vom Spätsommer und dem berühmten Berliner Federweißer, leicht mit lauwarmen Sterni zu verwechseln.

Als also am späten Sonntagnachmittag (ja, 11 Uhr check-out kann eine dehnbare Zeitspanne werden, ganz besonders im Spätsommer, wenn unbedingt das letzte aus dem Sommer und der Flasche genossen werden muss) rückten wir an, um zu putzen und den letzten Gast aus den Federn zu zerren.

Die Gäste waren aber schon weg. Überraschend schnell und kurzsilbig vom Hof geritten waren sie.

Dafür hatten wir neue Gäste. Die waren aber gar nicht angemeldet. Ihre Namen kannten wir trotzdem. Jeden einzelnen von ihnen: Dirk Behrendt, Björn Eggert, Jan Stöß…

Alle ihres Zeichens Politiker im Wahlkampf und jetzt für eine Nacht unsere Gäste. Sie zeigten sich volksnah und auf Augenhöhe im Bett, vor der Küche auf dem Weg zum Klo.

Unsere eigentlichen Gäste waren wohl in irgendeiner Kreuzberger Kneipe mit ihnen abgestürzt und hatten die Pappgenossen Huckepack genommen. Mindestens 10 von ihnen hatten sie mühsam von Laternen geangelt und liebevoll im Hostel drappiert.

Wir mussten die Pappnasen (darf man das sagen oder ist das Beamtenbeleidigung ?) am Ende genauso mühsam, aber weniger liebevoll wieder vom Hof tragen. Ob sie sortenrein in der blauen Tonne oder doch wieder auf der Straße gelandet sind? Dieses Detail ist nicht mehr überliefert, vermutlich, weil wir auf den Schreck und mit hysterischen Gelächter erstmal selbst den Spätsommer genießen mussten.