Wie war es damals? – Wie ist es heute?

Dienstag, 26.10.2021, 19 Uhr

RegenbogenKino in der Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin-Kreuzberg
Begleitprogramm zur Interventions-Ausstellung im FHXB Museum
„Dann machen wir’s halt selbst – 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin“

Heilehaus, Kinderbauernhof am Mauerplatz, Regenbogenfabrik und Schokofabrik.
Eine Gesprächsrunde mit Frauen, die in den Projekten – teilweise von Anfang an – aktiv sind:
Barbara (Heilehaus), Heike (Kinderbauernhof), Christine (Regenbogenfabrik), Anke (Schokofabrik)
Moderation: Andy Wolff (Regenbogenfabrik)

Für diese Veranstaltung gilt 3G.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Stiftung „Menschenwürde und Arbeitswelt“. 
Eintritt frei!

PS: Wer kann sich noch an den einen Sommer erinnern, an dem der Pamukkale-Brunnen funktioniert hat? Wer hat davon Fotos?

Geburtstagskind des Tages – Sabine

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Ich habe von 2013 bis 2016 bei den Kreuzberger Kuchenbäckerinnen mitgewirbelt. Eine schöne Zeit, die ich nicht missen möchte und in der ich viele neue Kuchenrezepte kennengelernt habe.
Meine Kolleginnen Ulrike, Siggi und ich haben ständig neue Kreationen ausprobiert, aber auch die Klassiker dabei nicht vernachlässigt. Unser Alltag war geprägt vom Einkauf über das Backen bis zum gemütlichen Kaffeeklatsch im Café. Toll!

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Der erste Ort auf der Fabrik, den ich Anfang der 90er-Jahre bei meinen ersten Berlin-Besuchen als Schülerin kennengelernt habe, war das Kino. Als ich dann 1994 nach Berlin zog, war das Kino für mich eine feste Bezugsgröße. Hier wurden immer schon viele Filme gezeigt, die sonst kaum irgendwo laufen. Alte Klassiker, wie z.B. „Die Teuflischen“ mit Simone Signoret von 1955 oder „Tarkowskis Stalker“ (1979) habe ich hier zum ersten Mal gesehen. Für mich der perfekte Ort – gemütliche Sofas, super Filme und eine Bar im Kinoraum.
Wer will da schon in einem Hightech-Kino-Klotz sitzen?

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

Nur ein Wort? Schwierig. Unverzichtbar? Ein Wort ist einfach zu wenig. Die Fabrik ist für mich der lebendige Beweis dafür, dass es sich lohnt zu kämpfen.

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Paniertes Wurzelgemüse und Kartoffeln mit Meerrettichsoße kann ich immer essen. Und als Nachtisch natürlich ein Stück Nusszopf oder Stachelbeer-Baiser-Torte, haha.

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

Dass es weitergeht! Dass die ewigen Geldsorgen weniger werden und es vielleicht sogar irgendwann wieder ein Café – natürlich mit Kuchen 😉 – gibt.

Geburtstagskind des Tages – Soufien

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Seit etwa 3,5 Jahren wenn mich nicht alles täuscht und ich arbeite in der Kita, bei den kleinen.

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Auf dem Holzgebälk um den Sandkasten sitzend, mit Blick auf die Rutschen, das Hochbeet im Hintergrund. Strahlender Sonnenschein, schön warm, umwuselt von nem Haufen Kinder.

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – hoffentlich!?!

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Spinatlasagne

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

Weitere 40 schöne Jahre.

Geburtstagskind des Tages – Jonny

Uff, zu spät, schon wieder! Jonny hat im August Geburtstag. Name it, was alles dazwischen gekommen ist, bevor die Befragung stattfinden konnte. Jetzt ist Herbst geworden und schon bei der ersten Frage kommen wir ins Driften. Denn wie war das nochmal? Those where the days my friend, we thought they‘d never end.
Wen haben wir gekannt, mit wem haben wir gelacht und uns gestritten. Und doch gemeinsam an einem Strang gezogen. Aber hier die Antworten zu den Fragen:

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Oh, wann? Ach, das war ein Plenum im September 1982. Ich bin dann in den Seitenflügel eingezogen und wir waren zu zweit auf der Etage. Eigentlich nur 1,5 Zimmer, aber irgendwie ging es. Was hab ich gemacht? Irgendwie haben damals alle alles gemacht. Ich war bei den Verhandlungen dabei und immer mehr hab ich gemerkt, dass mir die Aufgaben vom Bau wirklich Spaß gemacht haben.

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Hm, zeitweilig war es das Café – das Hinterzimmer.
Dort hatte die Baugruppe eine gewisse Zeit ihre Basis. Die Baugruppe hatte nie einen eigenen Ort. Meist war es für gewisse Zeit die Baustelle. Irgendwann haben wir den Bauwagen geschenkt bekommen. Jede Gruppe muss ja einen Platz haben, an dem sie ungestört sein kann. – Na, so habt Ihr den Orten, die Ihr geschaffen habt, das Leben eingehaucht? – Ja, irgendwie schon.

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

Heimat! Wie belastet der Begriff immer wieder daher kommt. Für mich ist es das nicht. Die Fabrik ist über Jahrzehnte der Ort, an dem ich aufgehoben bin.

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Speckfetten grau Arten.
Ok, das gabs vielleicht zweimal in der Kantine, gekocht von Herrn Schmidt. Das ist auch eine eigene Geschichte. Das waren die Jahre, in denen am Freitag im Speiseplan stand: Uwe kocht.

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

Dass sie gemeinsam die Zukunft ansteuert; ohne Spaltung in irgendwelche Gruppen mit hohen Ansprüchen.