Geburtstagskind des Tages – Charlotte

Wir müssen ein bisschen mogeln, denn Charlotte hatte schon Geburtstag. Doch da war sie noch nicht bei uns. Und wenn sie wieder Geburtstag hat, wer weiß, ob wir dann noch bloggen. Wir freuen uns, dass sie unser Team verstärkt und wünschen ihr, dass sie bald auch vom Tresen aus auf so buntes Treiben blicken kann.

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Ich bin seit September 2021 bis nächstes Jahr da, als Service Civique im Kulturellen Bereich angestellt. Ich habe noch viel zu entdecken und freue mich drauf!

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Bis jetzt habe ich vielleicht nicht genug geforscht aber ich bin ganz gern am Tisch in der Rezze oder am Tresen im Kino.

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

Resistance. Ein französisches Wort für die Französin, die Regenbogenfabrik ist für mich ein Symbol des Widerstands gegen den Verlust an Authentizität des Bezirks, der von Gentrifizierung und Anonymität angeknabbert wird. Zum Glück gibt es immer noch diesen Ort, der Zusammenleben und Nachhaltigkeit gegenüber dem Profit und dem Leben ohne Verbindung mit der Umgebung, bevorzugt.

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Das erste was ich gegessen habe und ich warte immer noch, dass man mir den Rezept gibt: Currysuppe mit Blumenkohl und Erbsen.

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

Hartnäckigkeit, aber das haben sie schon seit 40 Jahren!

Tag des Saxofons

Heute an einem weiteren unser skurrilen Tage verehren wir ein Musikinstrument, ohne dem das Lied Careless Whisper kein so großer Erfolg gewesen wäre. Wenn Sie jetzt noch keinen Ohrwurm haben, dann vielleicht damit:

We could have been so good together…

Der Holzblasinstrument wurde von Adolphe Sax im Jahr 1840 erfunden. Doch viele wissen nicht, dass dieses Instrument fast nie erfunden wurde. Womöglich hatte das Universum Angst vor diesen Melodischen Tönen oder vielleicht hassten die Göttinnen im Himmel Jazz?
Sax ist tatsächlich von seiner Kindheit an bis zur Erfindung des Saxofons, dem Tod mehrmals knapp entwischt. Man erzählt, dass er als Kind mit einem Ziegelstein auf den Kopf geschlagen wurde, dann hat er eine Nadel verschluckt, dazu noch Schwefelsäure getrunken, ist einmal aus der 3. Etage gefallen, hat sich ein paar Mal weiter vergiftet und ist auch beinah ertrunken und mit dem Gesicht auf eine brennende Pfanne gefallen.
So viel Pech kann doch kein Zufall sein! Oder doch?

Auf jeden Fall kann man dadurch vielleicht ein bisschen dankbarer sein, für die Erfindung des Saxofons, die, wie das Instrument, keine gerade Linie war.

https://allthatsinteresting.com/adolphe-sax

Charlotte

„Die haben gedacht, wir waren das“

Erinnerung an Lesung und Gespräch mit Özge Pinar Sarp (Autorin, Politologin und Beobachterin des NSU-Prozesses)

Eine Kooperation mit der Schokofabrik

Der NSU steht für eine in der bundesdeutschen Geschichte rassistische Mordserie deutscher Neonazis. Das Buch „Die haben gedacht, wir waren das“ stellte erstmals die Perspektiven derer in den Mittelpunkt, die den rechten Terror und Rassismus tagtäglich am eigenen Leib erleben.

Özge Pinar Sarp beobachtete die Aufarbeitung des NSU-Komplexes.
Die jahrelangen Prozesse der Aufklärung begleitete sie nicht nur als Prozessbeobachterin, sondern ist zugleich aktive Kämpferin um Gerechtigkeit für die Opfer rassistischer Gewalt. Bei unserer Veranstaltung las sie aus ihrem Sammelbandbeitrag zur Bedeutung rechtsterroristischer Morde von 1980 bis heute für Betroffene und Türkei-stämmige Communities in Deutschland.
Neben eigenen Eindrücken aus der Prozessbeobachtung berichtete sie von Erfahrungen und Begegnungen mit den Opferfamilien und Betroffenen sowie ihren eigenen Erfahrungen.

Vor 10 Jahren flog der NSU-Terror auf.
Anlass, Euch dieses Buch ans Herz zu legen:

Kemal Bozay / Bahar Aslan / Orhan Mangitay / Funda Özfirat: Die haben gedacht, wir waren as. MigrantInnen über rechten Terror und Rassismus. 2016 PapyRossa Verlag