Pfützen! Besonders beliebt am Morgen einer großen Hofgesellschaft. Nicht vorstellbar, dass hier in einer Stunde schon Marktstände aufgestellt und Gäste erwartet werden.
Da heißt es, nicht den Mut zu verlieren und dem Wasser Beine machen. Ein bisschen Spaß muss schon sein bei all der Arbeit.
Jedenfalls war das nicht die erste Pfütze und wir lange nicht die letzte sein.
Vom 4. bis 8. November 2021 hatten wir zum Filmwochenende „Freiräume für Selbstorganisierung schaffen, gestalten und verteidigen“ ins RegenbogenKino eingeladen. Im Begleitprogramm zur Ausstellung im FHXB „Dann machen wir’s halt selbst! 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin“ zeigten wir sehr unterschiedliche Filme, in denen u.a. die Projekte „Kinderbauernhof Mauerplatz“, „Heilehaus“ und „Regenbogenfabrik“ die Hauptrolle spielen und die einen Einblick in das Besetzer:innenleben Anfang der 80er geben.
Das Filmwochenende war Teil des Projektes “XBLab — Kultur in Kreuzberg“, der Gesellschaft für Humanistische Fotografie gfhf.eu
Zeit für uns im Blog, hier unsere Komplizen vorzustellen!
Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 fördert die gemeinnützige Gesellschaft für Humanistische Fotografie e. V. (GfHF) engagierte Autorinnen- und Autorenfotografie, die sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt. In f³ – freiraum für fotografie in der Nähe des Oranienplatzes in Berlin-Kreuzberg präsentiert sie Ausstellungen renommierter und aufstrebender zeitgenössischer Fotografinnen und Fotografen.
Schaut mal vorbei, hier gibt es einiges zu entdecken.
ahäm. Erst mal Bildbeschreibung: Bunte Gummistiefel, weißer Umhang, gelbes Paddel, Wasser. Diverse Vorgeschichten im Blog lassen schon vermuten, was hier Thema ist. Frohes Raten, bis morgen.
Heute, am 14. November, wollen wir an Wulf Eichstädt erinnern, der heute vor 80 Jahren geboren wurde.
Wulf war Architekt, war aktiv in der Studentenrevolte, v.a. an der TU Berlin. Ende der 70er Jahre initiierte er eine Ausstellung zu Selbsthilfe beim Bauen und Instandsetzen. Auch wirkte er mit am Verfahren „Strategien für Kreuzberg“, das Pfarrer Duntze initiiert hatte und aus dem dann die Altbau-IBA entstand. Von 1979 bis 1988 war Wulf Koordinator bei der IBA mit Schwerpunkt Strategiengebiet / SO 36 und so lernten wir aus der Regenbogenfabrik ihn kennen. Rufen wir ihm unser Dankeschön hinterher!
Großen Einfluss nahm er bei der Entwicklung der Grundsätze der behutsamen Stadterneuerung mit Vorrang für den Erhalt der Altbauten. Er engagierte sich für Betroffenenbeteiligung, Mieterberatung, in den Altbau integrierte Kitas etc., Frauenprojekte. So wurde er Unterstützer vieler Besetzerprojekte wie Kerngehäuse, Görlitzer Str. 36, Regenbogenfabrik, KuKuCK, name it. Auch die Unterstützung des Verein SO 36 gehörte zu seinem Engagement, dort war er zeitweise auch im Vorstand.
grafischer Kommentar zum Abriss der Feuerwache
Ab 1989 eröffnete Wulf ein eigenes Architektur- + Stadtplanungsbüro. Am 1. April 2018 ist Wulf Eichstädt im Alter von 76 Jahren plötzlich gestorben.
Zum Weiterlesen stellen wir euch zwei Internetseiten vor: