2017 | 1. Mitsingabend im RegenbogenCafé

Wir nannten es Lieblingslied! Und waren glücklich und begeistert, dass die Idee, sich im Café um ein virtuelles Lagerfeuer zu scharen und einfach loszusingen, sofort angenommen wurde. Spontan sollte es sein, keine große Kopierarie im Vorhinein benötigen. Einfach die Liederbücher in die Mitte gelegt und eine Vorauswahl als Liste präsentiert. Und es konnte losgehen.

Vorher ausgetüftelt der liebevolle Nachbau eines Overhead-Projektors, in anderen Landstrichen auch Polylux genannt. Unter dem Holzgestell lag das jeweils gewünschte Lied und auf den Gestell die Kamera von Jens. Und die wurde an den Beamer angeschlossen. So hatte jede:r die Möglichkeit, textsicher durchs Lied zu kommen. Die musikalische Leitplanke war dann das Geschick von Jens, sich spontan auf die ausgesuchten Lieder einzulassen und uns mit Gitarre und Stimme den Weg zu weisen.

Und wenn es uns doch aus der Kurve trug, so what! Wir hatten riesigen Spaß. Perfektionismus ist bei dieser Veranstaltung keine Option.

Bis 2020 ging das und in dem Jahr hatten wir Großes vor. Zehn Termine hatten wir uns bereits für das „Mitsingding“ ausgeguckt. Doch wie alle nun wissen, gemeinsames Singen war im Zeichen der Pandemie nicht der richtige Zeitvertreib. Aber wir werden es wieder starten, im Sommer im Freien, versprochen!

Das Hundertjährige, das durch den Boden ging und platzte. Oder, von Pfützen, die keine:r braucht

Auflösung unseres gestrigen „Rätsels“:
Es ist Isländisch und „Hoffnungsländisch“. Eine Fantasiesprache, die nicht nur helfen kann, in ewigen Pandemiewellen das Pfützenspringen als Seelentröster zu entdecken, sondern auch unser aktuellestes Pfützenerlebnis:

Pfützen im Keller. Da wo Pfützen gar nicht hingehören. Da wo Pfützen Geld kosten und keine gute Laune verbreiten.
Die 100 Jahre alten Rohre sind gebrochen und wir zerbrechen uns den Kopf, wie wir das Geld zusammenkratzen, um sie zu reparieren und um wieder frohen Mutes nur in unsere Lieblings-Schlammpfützen im Hof zu springen. Bis dahin gilt, was Sígur Rós uns lehrt mit ihren Zeilen: Und meine Nase blutet Doch steh‘ ich immer auf.
(Vonlenska = Hoffnungsländisch)

Und wir laden Euch ein, wenn die Nase mal wieder blutig unter der Maske oder im Alltags-Wahnsinn geworden ist, in unsere Pfützen zu springen. Es sind immer genug für alle da und wenn Ihr uns bei der Lösung unserer Pfützen im Keller helfen könnt und mögt, springen wir gemeinsam vor Freude ohne Gummistiefel in alle Pfützen.

Springen in Pfützen

Lächelnd

Herumspinnend und springend

Händchen haltend

Die ganze Welt verschwommen

Aber du stehst dort

Durchnässt

Völlig durchnässt

Keine Gummistiefel

Irgendwo in uns gibt es

Den Willen, um aus der Schale auszubrechen

Der Wind

Und der Geruch deiner Haare

Ich atme ihn ein, so gut wie ich kann

Mit meiner Nase

Ich springe in Pfützen

Ohne Stiefel

Völlig durchnässt

Ohne Stiefel

Und meine Nase blutet

Doch steh‘ ich immer auf

(Vonlenska)

Und meine Nase blutet

Doch steh‘ ich immer auf

(Vonlenska)

Quelle:

https://lyricstranslate.com/de/hopp%C3%ADpolla-springen-pf%C3%BCtzen.html

Satirischer Jahresrückblick von Gerald Wolf

Na det war wieda’n Jahr!

Mi., 12.01.2022 | 20:00 | RegenbogenKino

* Auf Nimmerwiedersehen: Tschüss Donald Trump!
* Angies Geheimnis: „Vorhang zu und alle Fragen offen!“
* Ohne Tempolimit, aber mit Cannabis:
   „Hurra, die Schwampel kommt!“
* Klimawandel: „Wer wird uns verbraten?“
* „Zurück Marsch, Marsch!“: Rückzug aus Afghanistan!
* Charitè-Streik: „Mehr von uns ist besser für alle!“
* Monstrum des Jahres: Claus Weselsky!
* Volksbegehren: „Marmor Stein und deutsche Wohnen bricht!“

…und ein pandemisches Märchen!

Stegreif, Parodie und satirische Songs.

Mehr zu Gerald Wolf:
https://gerald-wolf-kabarett.de/