Willkommen in unserer Mitte – Eliott

Nun bist du also da, beeilt hast du dich ja nicht. War wohl noch zu schön in Mutters gemütlichem Bauch. Obwohl, eng muss es doch geworden sein in der letzten Zeit.

Mit deinen Eltern, Leila und Thibault und deiner Schwester Lotta freuen sich alle Tanten und Onkels und Großeltern, Cousinen und Cousins, was eine große Familie so hergibt, über deine Ankunft. Und dazu kommen noch ganz viele Mitbewohner:innen im Haus hinterm Regenbogen.

Damit du es gleich weißt: Kinder gab es hier im Haus „schon immer“. Das wird dich im Moment noch wenig scheren, aber vielleicht bist du später mal neugierig darauf:

aus der Jubiläumsbroschüre zu 25 Jahre Regenbogenfabrik

Jetzt vor allem beste Erholung für dich und deine Mam, ihr habt schwer gearbeitet. Ruh dich aus und dann erkunde die Welt.

Willkommen!

Café Schlürf!

Das „Schlürf“ ist eine kleine und wachsende Gruppe, die sich im Herbst 2019 gegründet hat.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sie die Möglichkeit bekommen, in der offenen Etage des New Yorcks im Bethanien einen Raum für drei Tage zu bespielen.
Dreimal die Woche gab es Softdrinks, Kaffee und andere Heissgetränke sowie Kuchen und Torten (unter anderem auch vegan oder glutenfrei).

Das Schlürf ist dort auch zu einem kleinen und gemütlichen sozialen Treffpunkt geworden, in dem auch einige Veranstaltungen stattfanden. Außerdem haben sie mit einem mobilen Kaffeestand eine der vielen „Meute-Demos“ im letzten Jahr unterstützt und Kaffee auf dem Vagabund*innen-Kongress im Sommer 2020 gemacht.

Im März letzten Jahres mussten sie leider den Cafébetrieb im Bethanien einstellen, aufgrund der Corona-Pandemie.

Das Konzept ist:
Alle Gäste geben, was sie wollen oder können. Ein Teil des gesammelten Geldes wird an Einzelpersonen gespendet, die von Repressionen betroffen sind. Der andere Teil geht an die Infrastruktur des Cafés (z.B. auch Miete).
Die erste größere Spende ging z.B. an zwei Personen, die sich gegen rassistische Praxen deutscher Behörden zur Wehr setzen müssen, um nicht wieder in eine LGBTIQA*-feindliche Umgebung zurückgeschickt zu werden.
So schwer es auch ist, alle unsere Vorstellungen davon zu erfüllen, versuchen wir Kaffee zu verkaufen, der möglichst fair gehandelt sowie kollektivistisch und ressourcenschonend hergestellt wird.
Den Kaffee beziehen sie von einer Hamburger Kaffeerösterei (Quijote Kaffee), die ihren Rohkaffee direkt bei kleinbäuerlichen Produzentengemeinschaften einkauft.
Die Gruppe des Schlürf versucht, aware gegenüber Diskriminierungen und auch deren Verschränkungen zu sein und diese selbst zu vermeiden oder zu verhindern.
Sie tolerieren keine Art von grenzüberschreitendem Verhalten. Nein heißt Nein.

Wir bitten daher unsere Besucher*innen uns anzusprechen, falls wir es nicht schaffen, diesem Anspruch gerecht zu werden.

Nun ist es soweit:
Die Schlürf-Gruppe wird erstmal einen Tag in der Woche, also jeden Donnerstag, ihr bisheriges Solikonzept im RegenbogenCafé ausprobieren und somit mitzuhelfen, das Café wieder zu einem Treffpunkt für den Kiez zu machen.

Bike Demo am 26.7.21 | Gegen die Räumung vom KØPI-Wagenplatz

14:00 Start at KØPI – Köpenicker Str. 137
Visit the lawyer of the „owner“ of Rigaer 94.
End with Kundgebung at Kaiserdamm 13
Sanus AG Office of the „owner“ of KØPI & Køpi Wagenplatz.
Be Loud – BRING NOISE!

Die KØPI und der Wagenplatz sind seit mehr als 30 Jahren selbstorganisiertes Kulturprojekt und auch Wohnraum für Menschen von Jung bis Alt und unterschiedlicher Herkunft, die hier zum Teil seit mehreren Generationen leben. Sie ist ein bedeutender Anlaufpunkt für politische und künstlerische Kollektive aus aller Welt, ist seit ihrer Gründung betont unabhängig von staatlichen Geldern oder Sponsoren, strikt nichtkommerziell und dafür international bekannt.

Leider ist die KØPI einer der letzten solcher Räume entlang des Spreeufers. Sie konnte sich bis heute erfolgreich gegen drohende Verdrängung durch Investoren und Großkonzerne behaupten, die hier teure Büros und andere Glaspaläste für Reiche bauen.
Das Spreeufer war nach dem Mauerfall und als das Haus besetzt wurde, Herz und Puls der Berliner Subkultur; umgeben von anderen Wagenburgen und Projekten wie der EastsideGallery oder dem Kanal, alternativen Clubs und günstigen Mietwohnungen. Nun ist es eine der teuersten Gegenden in Berlin.

Schaut bei direkt vorbei in der Köpenicker Straße.

Oder bei

Aktuell auch ein Interview in der taz:

aktuell: https://taz.de/Freiraeume-in-Berlin/!5786180/

Foto: Desiree Fischbach

Damals und Heute

Blick auf Rezeption und Kinderbereiche – April 2021

Hier geht der Blick aus dem Hof hinüber zur Durchfahrt im Vorderhaus. Der Zeitsprung ist groß – 38 Jahre sind vergangen. Was ist gleichgeblieben? Es stehen Fahrräder vor dem Haus. Bunter ist es bestimmt geworden, viel zu Reparieren gab es damals und heute wieder. Verräterisch ist der Streifen mit dem Kleinpflaster im neuen Bild, darunter liegt die Gasleitung für den Herd in der Kantine.

Das Vorderhaus wurde saniert und hat seine Treppenhausfenster mit der schönen Aufteilung verloren. Schön war das schon in den 80er Jahren nicht, allet Plastik halt.