So., 18.07.2021 um 17:00* circumstances @ regenbogenfabrik
Es tut so gut, dass in den letzten Tagen und Wochen wieder Veranstaltung mit „echtem“ Publikum stattfinden können. Manchmal ruckelt es noch, aber alle sind froh, die Kulturarbeit wieder „neu zu erfinden“. Vielen Dank, ihr Artist:innen, dass ihr uns die Ehre gebt!
Artistik mit Tuch, Trapez, Vertikalstange…
Salt & Peppa: Munetsi Dauro und Anja Gessenhardt – Vertikalstange
Love&Rage: Aerophilia – Trapez und Vertikalstange
Fine feathers make fine birds: Aerophilia – Vertikalstange
Luftnummer – Airy Superhero: Aerophilia – Trapez
Tortura Blanca: Iridia – Vertikaltuch
Danach geht der Hut rum.
Die Veranstaltung findet im Hof der Regenbogenfabrik statt. Bitte bringt Masken mit. Wenn es regnet, muss die Veranstaltung leider ausfallen.
Die REGENBOGENBFABRIK habe ich kennengelernt, als ich im Vorstand des Vereins Städtepartner Stettin/Friedrichshain-Kreuzberg‘ tätig wurde.
Seit der Gründung des Vereins war die REGENBOGENFABRIK mit ihrem ‚Kino‘ ein wichtiger Ort für unzählige Veranstaltungen des Vereins.
Sofort habe ich diesen Ort und das ‚Kino‘ mit seinem Mobiliar – lauter ehrwürdige Ledersofas – in mein Herz geschlossen. Egal, wie viele Menschen zu den Veranstaltungen kommen würden, viele oder weniger viele, dieser Raum im Hofbereich bot immer eine wunderbare, sehr entspannte Club-Atmosphäre mit dem Getränkeangebot an der Bar.
Veranstaltungen mit Städtepartner Stettin
Im Laufe der Zeit habe ich einige Veranstaltungen organisiert, immer war die Zusammenarbeit mit Chris und Christine wunderbar!!
Von den Veranstaltungen, die ich organisiert habe, will ich einige herausgreifen:
– Bogdan Twardochleb, ein Stettiner Journalist, zum Thema, was sich seit 1990 in der Grenzregion um Stettin verändert hat.
Veranstaltungen mit Städtepartner Stettin
– Dariusz Kacprzak, Direktor des Nationalmuseums in Stettin, zur Wiederherstellung einer bemerkenswerten Statue von Friedrich dem Großen. Sie stand in Stettin; nach dem Krieg war sie verschollen, völlig demoliert, fast unkenntlich tauchte sie aus einem Keller wieder auf. Der Bildhauer dieser Statue war Johann Gottfried Schadow.
Veranstaltungen mit Städtepartner Stettin
– Beata Kozak, die von ihrer Kindheit und Schulzeit in Szczecin/Stettin berichtete.
Veranstaltungen mit Städtepartner Stettin
– Der Autor Steffen Möller, der dem Publikum die Menschen im Nachbarland nahebrachte: ‚Polen für Fortgeschrittene‘.
Veranstaltungen mit Städtepartner Stettin
Veranstaltungen mit Städtepartner Stettin
Außerdem konnten wir Dokumentationen zeigen, die im Programm des NDR und RBB ausgestrahlt worden waren.
Veranstaltungen mit Städtepartner Stettin
Veranstaltungen mit Städtepartner Stettin
Brigitte Ungern-Sternberg
Nachtrag: Der Verein Städtepartner Stettin wurde am 30.10.1997 in den Räumen der Regenbogenfabrik gegründet.
Kapelle B, Brass Percussion Band im Stile französischer Fanfaren, 20 Musiker
Wie beschreibt ihr/beschreibst Du, was ihr macht/du machst?
Straßenmusik, Weltmusik
(Seit wann seid ihr zusammen und) wann wart ihr/warst du das erste Mal in der Regenbogenfabrik?
Seit 2015
Erster Auftritt am 11. Dez. 2016 zum (verregneten) Wintermarkt
Spielst du/spielt ihr lieber drinnen oder draußen?
Selbstverständlich spielen wir am liebsten draußen, z.B. bei Straßenfesten
Was erwartet ihr/erwartest du von eurem/deinem Publikum? Singen, klatschen, tanzen?
Mitsingen, tanzen, klatschen, einfach mitgehen, gute Stimmung machen, gute Laune haben. All das ergibt sich meistens von alleine, weil die Spielfreude der Kapelle ansteckend ist
Was ist euer/dein wichtigster Corona-Fluch?
Schmerzlich lange Zeit keine gemeinsamen Proben, keine Umarmungen, keine Witzeleien
Was wünscht ihr euch/du dir und uns für die Zukunft?
Wieder viel Spaß, viel gemeinsame Musik, viele Veranstaltungen, z.B. bei Euch in der Regenbogenfabrik.
Mehr Informationen über uns verrät unsere Webseite KapelleB.de. Dort finden sich auch Fotos und Videoclips.
Bist du/seid ihr auch in anderen Formationen unterwegs, die vielleicht auch ins Regenbogenprogramm passen?
Wir haben einen kleinen Ableger, eine Dixieland-Band. Wir sind die Dixties, zu finden unter dixties.de. Am 8. Sept. 2019 haben wir schon mal auf Eurer Bühne gestanden.
1981 | Werner Orlowsky wird Baustadtrat im Bezirk Kreuzberg
Zur Würdigung dieses Anlasses verweisen wir auf einen Artikel der Kreuzberger Chronik vom Juni 2004.
»Alles, was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt.«
So beginnt Hans W. Korfmann sein Portrait von Werner
Eigentlich würde eine Zigarre zu diesem Bart passen. Ein strenger, durchdringender, alles erobernder Geruch. So eine männlich herbe Attitüde, mit der sich Männer wie Castro oder Che Guevara schmücken, deren Konterfeis noch immer großformatig in seiner Wohnung hängen. Doch Werner Orlowskys Anwesenheit umgibt ein dezenter, feiner und beinahe schon süßlicher Geruch. Dieser Mann drängt sich nicht auf, er schleicht sich ein. Allerdings ist das Duftwässerchen Sylvestre nur eines von vielen aus einer Reihe von Relikten, die wie eine Garnison von Parfüms und Eau de Toilettes vor dem großen Spiegel stehen und von seiner Vergangenheit als Besitzer der Parfümerie in der Dresdener Straße erzählen. Einer Vergangenheit, die immerhin von 1960 bis 1980 reichte, und die den Spiegel, der dem unter lautstarken Protest zum Baustadtrat gewählten »Besetzerhauptmann« einen mehrseitigen Beitrag widmete, zu der ironischen Überschrift verleitete: 20 Jahre parfümiertes Blackout. Die Vorstellung vom braven Parfümhändler Orlowsky war mit dem Bild, das die Medien von Orlowsky, dem kämpferischen Sprecher der Hausbesetzerszene, heraufbeschworen, nicht vereinbar. Tatsächlich war Orlowsky eine politische Spätgeburt. Der Student interessierte sich eher für Literatur und für Musik; auch, wenn er Philosophie und Geschichte studierte und seine Dissertation über den Spanischen Bürgerkrieg schrieb: Orlowsky war vor 1960 »fast ein unpolitischer Mensch«.