Wem gehört Lauratibor? | Finally set on stage

Tabor: Erinnert ihr euch an die Zeiten, in denen das Kapital noch die Menschen unterjochte? In denen die ganze Welt der Logik der Gewinnmaximierung gehorchte? Ja, das waren dunkle, barbarische Zeiten. Aus heutiger Sicht schier unglaublich, hielten es damals viele für gerechtfertigt, mit dem Grundbedürfnis Wohnen Geld zu verdienen. Die Menschen in den Städten verloren nach und nach ihr Zuhause und ihre Betriebe und wurden an den Rand verbannt. Freiräume und Kiezkultur verschwanden, alles Lebendige ging ein. Auch in der sagenumwobenen Provinz Lauratibor kämpften die Menschen gegen den Orden der Investor*innen. Unsere Geschichte beginnt auf dem Werkhof von Tibor, dem Patron der Handwerker*innen.

Fotos: chz und je

Wer am Samstag alles verpasst haben sollte, hat nochmal Gelegenheit zum Staunen:

KUNDGEBUNG (mit Oper)
Sonntag 20. Juni 2021, 19.00-21.30
Mariannenplatz

www.lauratibor

Oder auch die Sofavariante über Y-TUBE: zum Film

Mitnehmen, mitgeben

Der Arzt. Diagnose: „Psychose, Schizophrenie“

Ich: „Ok.“

Mir gehts mies. Damit. Und Damit in die Tagesklinik. Und Damit in eine neue Wohnung und in einen Minijob. Damit. Als Kellner dann: Regenbogenfabrik.

Die Regenbogenfabrik: „ Was ist Damit!?!

Ich: „Ok.!

Das Zwischenmenschliche, das heißt, das zwischen mir und dir liegt ,ist bei dir und mir. Bei uns. In dem Umgang. Im Handlungsspielraum, im Augenkontakt.

Mal angenommen, auf einem Plenum habe ich was zu sagen. „Wir verstehen dich nicht“, wird mir gesagt.

Mal angenommen, bei einem Streit mit einem Kollegen sage ich zu ihm: „Das geht so nicht“, er versteht mich nicht. Aber ich.

Ein neuer Job

auf dem Schirm,

der alte und der neue.

Ein Sonnenschirm.

Ein Regenschirm.

Für das Gefühl mitnehmen

Lars Knuth

Kollektive Gastlichkeit – Ein Interview im heißen Corona-Sommer mit Contraste

Das Kollektiv lag im heißen Sommerschlaf. Das Hostel war noch ein wenig schock-müde, von der ersten Coronawelle und freudig-müde nach der Wiedereröffnung des Tourismus und hier wie dort roch die Berliner Luft nach Aufbruch und neuem altem Alltag. Irgendwie als Kollektiv finanziell durch die Krise gekommen, freuten wir uns, als Hostel endlich wieder Gäste willkommen zu heißen. Die Anfrage der Zeitung für Selbstorganisation Contraste war eine aufregende Abwechslung und ein guter Start für’s wieder gesehen werden, dachten wir uns und gaben am Telefon ein Interview nach Österreich. Lest selbst, was dabei herausgekommen ist und seid willkommen, wenn wir jetzt wieder für Euch und uns die Türen unserer bunten Herberge öffnen dürfen!

Wem gehört Lauratibor?

Liebe Freund*innen der Oper und des Demonstrierens,

endlich ist es soweit: Die Protest-Oper ist am Start.

WEM GEHÖRT LAURATIBOR?
Eine Protest-Oper über den Ausverkauf der Stadt

Das kollektive Opernprojekt „Wem gehört Lauratibor?“ versteht sich als Aktivismus: Es ist entstanden aus der Zusammenarbeit langjährig organisierter Bewohner*innen, Gewerbe und Initiativen im Reichenberger Kiez. Die Geschichte folgt den beiden Held*innen Laura und Tibor und ihren Gefährt*innen auf der Suche nach dem Elixier des Widerstands durch die Provinz Lauratibor. Politik und Wirtschaft werfen ihnen Steine in den Weg, das Kollektiv wird bedroht, prekäre Existenzen schließen sich der Reise an – bis schließlich der alles entscheidende Kampf gegen Maximilius Profitikus ansteht.

Von und mit:
Kollektiv Lauratibor | Kiezchor | Protest-Orchester I Ratibor14 | LauseBleibt | Kneipenkollektiv Meuterei I Esels Alptraum | Kampfsportschule Yayla I Die GloReichen | u.v.a.

DEMONSTRATION (mit Uraufführung der Oper)
Samstag 12. Juni 2021, 17.30-21.30
START: Reichenberger/Ecke Ratibor Straße

KUNDGEBUNG (mit Oper)
Sonntag 20. Juni 2021, 19.00-21.30
Mariannenplatz

www.lauratibor.de