Creative Director – Şerife

Heute wird es höchste Zeit, eine unserer wichtigsten Teamplayer vorzustellen. Ohne ihre warmherzigen und witzigen Bilder hätte unser Blog gar keinen Rahmen. Und wir haben mit ihr eine unbestechliche Beobachterin und eine (leider viel zu streng mit sich selbst) kreativ Berichtende aus Haus und Hof. Doch ihr Augenmerk gilt natürlich nicht nur der Regenbogenfabrik. Wo Şerife schon geschaut und gewirkt hat, das könnt ihr hier erfahren:

http://serife.nl/

Wir möchten aber unbedingt auch berichten, dass Şerife nicht nur den Blog mit ihren Bildern und Illustrationen verschönert, sondern auch der Fabrik analog immer einen liebevollen Anstrich verpasst: Manchmal wortwörtlich, wenn sie Pinsel&Farbe schwingt, wie bei der Tischtennisplatte (siehe Blogbeitrag vom 6. April). Ihre freundlichen Schilder helfen allen, ungeliebte Regeln, wie aktuell die Maskenpflicht oder generelle Dauerbrenner wie Abwasch in der Gemeinschaftsküche, erträglicher zu machen.

Bunte Details wie Zimmernummern oder Selbstgenähtes für die Gästezimmer zaubern den Gästen ein Lächeln ins Gesicht. Allerdings mussten wir so den einen oder anderen Gast schon davon abhalten, bei Abreise die Vorhänge im Koffer verschwinden zu lassen. Und wer Şerifes Style schon kennt, weiß auch gleich, welche Flyer und Plakate von Hostel und Fabrik von ihr gestaltet wurden, um die Menschen bunt und kreativ in unsere Mitte zu lotsen.

Auflösung Bilderrätsel sechs

Wie immer war das nicht schon immer so. Als die Fabrik besetzt wurde, war auch diese Fassade eher dunkel, anthrazit, um es vornehm auszudrücken. Dann kam rosa. Wieso das?

Das Vorderhaus der Regenbogenfabrik wurde nicht besetzt. Wie schon berichtet, war hier eine türkisch-deutsche Initiative darum bemüht, ein Selbsthilfeprojekt zu entwickeln. Für das Hochparterre gab es bereits Pläne und Bemühungen, die Wohnung zu einer Kita auszubauen. Als absehbar war, dass hier nicht fair gespielt wurde und hinter unserem Rücken alles anders lief, gab es eine Besetzung. Sie war nicht lange zu halten, doch den Farbton hatten wir mit geschenkter Farbe gesetzt. Noch heute ist die Fassade rosa.

Zweite Geschichte: 2010 haben ein paar Fußballenthusiast*innen im Kino zum public viewing eingeladen. Und damit es keine*r übersieht, wurde die Fassade entsprechend verziert.

Soweit, so hübsch. War auch sehr unterhaltsam. Doch die Kritik an dem Fußballzirkus und der korrupten FIFA war auch vor elf Jahren schon groß. Und so kam es dazu, dass der schicke Schriftzug am Ende der Weltmeisterschaft umgehend unter bunten Kullern und einem schwungvollen Schriftzug verschwand.

So wird uns jetzt klar, dass nichts bleibt, wie es war.

2007 | 1. fränkisches Bierfest

Es war das erste und bisher auch das einzige fränkische Bierfest. Schade eigentlich, es war eine feine Sache. Die Organisatoren haben uns gezeigt, dass nicht nur das Bier von dort lecker ist. Im Angebot war auch lecker Wein, würziges Brot und wunderbare Bratwürste.