Six years, Six weeks, Six hours

After 20 years of suburban family life in Australia, Graham took a job at the Oeko Institut in Berlin. I was delighted and excited and ready for an adventure. My work being internet based, my colleagues, primarily European and UK. Perfect!

Mixed with the excitement of such a momentous change was a deep sadness to be leaving our daughters, 20 and 23 and my 88-year-old mother. Family, friends, and community are such an important part of one’s life, how would I survive without them?

To arrive to the Regenbogenfabrik community was a true blessing, more than we could have hoped for. Living in the house and the wider community provided opportunity for abundant connections. If ever I was tired of sitting alone at my desk, I could simply go downstairs to put on a load of washing and most probably find a conversation. When leaving the house, I discovered it was wise to have an extra 5 minutes to connect with whoever I might encounter in the courtyards on the way from house to street.

The sub-groups of Etage, Essensgruppe, house plenum, Wandergruppe, or volunteering for various fete days in the Fabrik courtyard provided this slightly misplaced foreigner with a sense of belonging.

Six and a half years passed happily and contentedly. Then came time to return to our Australian lives.

To transition from one significant time in our lives to the next it seemed appropriate to take our time and travel by train. To fly from Berlin to Canberra would be about one and a half days ‘door to door’. Our overland travel took 6 weeks and we finished it with a six-hour flight to our island home.

Although we planned two-night stopovers in various places along the way, we were soon to discover we were travellers and not tourists. Our 25 nights of sleeping in hotels or similar, were time to savour stillness, wash, rest and replenish in preparation for the next part of our journey. We did visit Red Square, Tiananmen Square, the Mekong River and Ankur Wat and of course many varied and intriguing local districts.

Mostly, the joy was in the detail. Watching crazy monkeys from our hotel window in Hanoi, the cycle path right through the centre of a shopping mall, complete with a climbing wall in Singapore, the ice on the fringe of Lake Baikal, the dizzying height of our Airbnb in Kuala Lumpur, the domination of the high-rise dormitory suburbs of China in contrast to the yurt suburbs of Mongolia, the enormous variety of ginger plants in the Singapore Botanic Gardens and the tree roots entwining the ruins of Ankur Wat.

Our highlights were the people we shared our 4 berth sleeper compartments with. We met just one other person travelling long distance by trains (eastern Russia to Singapore) as their chosen means of transport. Mostly we were travelling with locals or near locals. We spent 293 hours travelling mostly in 4 berth compartments. Our time was spent sitting or sleeping (13 nights on trains) opposite our fellow travellers. Google translate was often our only means of communication. We shared food, stories, photos, snores and our enjoyment of the scenery along the way. The long sunsets, the transitions from town to countryside from countryside to town. Those train compartments provided us with and ever-changing set of small communities. Impermanent but all the same important. Grateful for the company and fascinated by our similarities and differences.

After passing through 10 countries in six weeks we eventually took a six hour flight from Singapore to Australia. Home to our Australian family, friends, and community. Our time in Germany, Berlin, Regenbogenfabrik and especially living in the 2nd Hinter house at No. 22 cemented the value of community and connection for me. Life in Germany would not have been a fraction as rich and as wonderful an experience as it indeed was, without you all.

Deepest gratitude and Happy 40th Birthday Regenbogenfabrik.

Heather

  • High rise dormitory suburbs of China
  • Limestone mountains - China
  • Fellow travellers – Nanning to Hanoi
  • Ankur Wat - Cambodia
  • Mekong River - Vietnam

Kleine geile Dis/Harmonien

Erinnerung an: Samstag den 29. September 2012, ://about blank, Markgrafendamm 24c, Berlin

Die Berliner Kollektivbetriebe bitten zum Tanz

Viele verschiedene Kollektive feiern den Launch einer gemeinsamen Website und stellen Sinnfragen kollektiven Wirtschaftens in den Raum.
Gibt es noch einen Oberbegriff? Beraten Projekte Projekte? Gelten postmaterielle Werte wie Einheitslohn und gute Stimmung oder arbeiten in der üblichen Marktkonkurrenz? Und ist eine Bäckerei, die ihr Brot in linke Flugblätter einwickelt und den Laden dicht macht, wenn ein besetztes Haus geräumt wird, noch immer eine Provokation?

ab 14h

Fahrradtour «Kollektive in Berlin» Anmeldung über: projekte@regenbogenfabrik.de

ab 22h

Kollektive Website-Vernissage mit Häppchen, Buffet und warmen Worten

ab 23h

der Kollektive-Dj-Battle

ab 24h

Die Kollektiv-Disko auf 2 Dancefloors

dj dsl (golden pudel club / hamburg, wien) / aroma (aromamusic) gitte verfuehrt (symbiont) / metope (areal / beachcoma) / swinka / cisnita / more tba / und vielen Überraschungen!!!

in memoriam – Hardt-Waltherr Hämer, auch genannt Gustav

Vom Unsinn des Abreißens!

Hardt-Waltherr Hämer, geboren 1922 in Hagen bei Lüneburg, studierte an der HbK Berlin und machte seinen Abschluss als Architekt 1952. Von 1948 bis 1959 arbeitete er in den Büros der Gebrüder Luckhardt und bei G. Weber mit (Planungsleitung Nationaltheater Mannheim 1955-1957) und machte sich mit Brigitte Hämer-Buro 1959 selbstständig. Sein erstes Bauwerk, die Schifferkirche in Ahrenshoop auf dem Darß, entwarf und realisierte er 1949 bis 1951. Zu seinen Frühwerken gehören das Theater und der Festsaal Ingolstadt 1961-66 und das Katharinen-Gymnasium Ingolstadt 1967-70.
Das Pilotprojekt zur Stadt- und Altbauerneuerung in den Berliner Bezirken Wedding und Charlottenburg begleitete Hämer von 1968 bis 1986; seit 1980 war er Planungsdirektor der IBA Berlin-Alt „Behutsame Stadterneuerung Kreuzberg“.
In den siebziger Jahren bearbeitete Hardt-Waltherr Hämer ein Gutachten zur Erhaltung der Hellershofsiedlung in Frankfurt/Main von Mart Stam sowie ein weiteres Gutachten zur Kölner Neustadt. Die Planung und Realisierung der Stadthalle Paderborn erfolgte in den Jahren 1977 bis 1982.
Nach Abschluss der IBA-Alt wurde Hämer Geschäftsführer von S.T.E.R.N., Gesellschaft zur behutsamen Stadterneuerung mit Arbeiten in Kreuzberg, Tiergarten, Prenzlauer Berg, Kaulsdorf und mit einem diskursiven Verfahren zum Umgang mit Prora auf Rügen.
Hardt-Waltherr Hämer lehrte von 1967 bis 1986 an der HdK Berlin, Lehrstuhl für Entwerfen und war von April bis Oktober 1998 amtierender Direktor und Vorstand der Stiftung Bauhaus Dessau. Er publizierte diverse Schriften zu Theaterbau, Stadterneuerung sowie Stadtfragen und erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Deutschen Architekturpreis, den Sir-Matthew-Preis der UIA, den Fritz-Schumacher-Preis Hamburg und den Deutschen Kritikerpreis.

Die 12 Grundsätze der Stadterneuerung entstanden ab Ende der 1970er Jahre im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen um die Stadterneuerung in Berlin. „Im Frühjahr 1982 gelang es […] für die Zwölf Grundsätze die politische Zustimmung des Bezirks Kreuzberg zu erlangen. Im März 1983 nahm das Abgeordnetenhaus schließlich diese Grundsätze als Leitlinie zustimmend zur Kenntnis.“ Sie waren danach programmatischer Bestandteil der Internationalen Bauausstellung 1984/87 in Berlin-Kreuzberg.

Maßgeblicher Autor der 12 Grundsätze der Stadterneuerung war Hardt-Waltherr Hämer. Die 12 Grundsätze markierten die Wende der Berliner Sanierungspolitik von der vorangegangenen Flächensanierung zur demokratisch organisierten behutsamen Stadterneuerung unter Berücksichtigung gewachsener baulicher und sozialer Strukturen. Sie wurden vom Abgeordnetenhaus von Berlin förmlich bestätigt und von Kreuzberg auf die übrigen Erneuerungsgebiete West-Berlins übertragen.

Als 12 Leitsätze der Stadterneuerung in Berlin fanden sie ab 1993 in abgewandelter Form Anwendung auch auf den späteren Stadterneuerungsprozess in Ost-Berlin.

Wortlaut der 12 Grundsätze der Stadterneuerung

  1. Die Erneuerung muss mit den jetzigen Bewohnern und Gewerbetreibenden geplant und – substanzerhaltend – realisiert werden.
  2. Planer sollen mit Bewohnern und Gewerbetreibenden in den Zielen der Erneuerungsmaßnahmen übereinstimmen, technische und soziale Planungen Hand in Hand gehen.
  3. Die Eigenart Kreuzbergs soll erhalten, Vertrauen und Zuversicht in den gefährdeten Stadtteilen müssen wieder geweckt werden. Substanzbedrohende Schäden an Häusern sind sofort zu beseitigen.
  4. Behutsame Änderung von Grundrissen soll auch neue Wohnformen möglich machen.
  5. Die Erneuerung von Wohnungen und Häusern soll stufenweise geschehen und allmählich ergänzt werden.
  6. Die bauliche Situation soll durch wenige Abrisse, Begrünung im Blockinneren und Gestaltung von Fassaden verbessert werden.
  7. Öffentliche Einrichtungen sowie Straßen, Plätze und Grünbereiche müssen bedarfsgerecht erneuert und ergänzt werden.
  8. Beteiligungsrechte und materielle Rechte der Betroffenen bei der Sozialplanung müssen geregelt werden.
  9. Entscheidungen für die Stadterneuerung müssen offen gefunden und möglichst am Ort diskutiert werden. Die Betroffenenvertretung ist zu stärken.
  10. Stadterneuerung, die Vertrauen erzeugt, braucht feste Finanzzusagen. Das Geld muss schnell und auf den Fall bezogen ausgegeben werden können.
  11. Es sind neue Formen der Trägerschaft zu entwickeln. Treuhänderische Sanierungsträgeraufgaben (Dienstleistungen) und Baumaßnahmen sollen getrennt werden.
  12. Die Stadterneuerung nach diesem Konzept muss über die Zeit der IBA hinaus gesichert sein.

Quellen:
https://prerow.de/haemer-homepage/h.w.haemer.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Hardt-Waltherr_H%C3%A4mer
auch unbedingt lesen:
https://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm1112/111220.htm

chz

Selbstorganisation: Bundesweites Tischlerinnen*treffen

Seit 1991 findet einmal jährlich und an wechselnden Orten in Deutschland das Bundesweite Tischlerinnen*treffen statt. Jedes Jahr übernimmt ein neues, ehrenamtlich arbeitendes Organisationsteam die Verantwortung, konzipiert die viertägige Veranstaltung und bereitet alles vor.
Auch das Team der Regenbogen-Holzwerkstatt hat diese Aufgabe schon übernommen.

Das tischlerinnen*netzwerk schrieb: Es war eine Reaktion auf fehlende Gleichberechtigung und Repräsentation von Frauen* im Handwerk. Damals wie heute sehen sich Frauen*, die in diesem Bereich aktiv sind, mit Vorurteilen, stereotypen Geschlechterzuschreibungen, Benachteiligungen, Nicht-Ernstgenommen werden und Unsichtbarkeit konfrontiert. Der Wunsch nach Vernetzung und Auseinandersetzung mit den Zuständen brachte die Entstehung des Tischlerinnen*treffens voran und war ein wichtiger Schritt aus der gefühlten wie auch tatsächlichen Isolation.

Der Bedarf an Vernetzung und der Schaffung eines Raumes für gegenseitiges Empowerment besteht weiterhin. Die gesellschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen für Frauen* im Holzhandwerk haben sich in einigen Punkten verbessert. Doch von einer gleichberechtigten Stellung, Vertretung und Behandlung kann in dieser nach wie vor männerdominierten Branche keine Rede sein. Das Tischlerinnen*treffen bietet den Teilnehmerinnen* daher eine einzigartige Plattform, die in ihrem beruflichen Alltag so nicht zur Verfügung steht.

Die Fachtagung dient der Vernetzung, dem Austausch und der Auseinandersetzung mit verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen. Hierbei stehen vor allem Geschlechtergerechtigkeit, Gleichstellung, Nachhaltigkeit und Arbeitspolitik im Vordergrund. Die vielfältigen Diskriminierungsmechanismen, denen Tischlerinnen* in ihrem Berufsalltag ausgesetzt sind, können sichtbar gemacht und Lösungsstrategien entwickelt werden.

Workshops und Diskussionsrunden bieten die Möglichkeit der beruflichen Weiterbildung, ein Lernen von und mit Frauen* und ermöglichen das Kennenlernen unterschiedlicher weiblicher Erwerbsbiographien in handwerklichen Berufen. Dazu gehört immer auch Reflektion und Analyse der eigenen Lebenssituation. Gemeinsames Betrachten und Hinterfragen des Rollenverständnisses im Arbeitsalltag zeigen unterschiedliche Handlungsperspektiven auf und die Teilnehmenden können zu mehr Geschlechtergerechtigkeit beitragen.

Die Erweiterung der eigenen Fachkompetenz greift gesellschaftliche Forderungen wie das „Lebenslange Lernen“ auf und stärkt auch das berufliche Selbstvertrauen der Teilnehmenden. Das Tischlerinnen*treffen leistet durch das Angebot einer Plattform für Vernetzung und Informationsaustausch einen wichtigen Beitrag zu politischer Arbeit und dient als Ort, um gesellschaftliche Veränderungsprozesse voranzutreiben.

Über das Treffen hinaus bietet die Homepage www.tischlerinnen.de die Möglichkeit der weiteren Vernetzung und kontinuierlichen Zusammenarbeit – regional und bundesweit.

Dort findet sich auch die aktuelle Info, ob im September das 31. Bundesweite Tischlerinnen*treffen im brandenburgischen Friedrichswalde ausgetragen werden kann. Die Corona-Pandemie überschattet auch dieses Ereignis.

Die Homepage enthält auch ein umfangreiches Archiv zum Stöbern.
Dort kann vieles über die lange Geschichte von Selbstorganisation herausgefunden werden.

Zuguterletzt: die Erklärung für das Gender-Sternchen*
„Mit dem Stern*, den wir hinter Frauen*, Tischlerinnen* usw setzen, erweitern wir den Raum der
geschlechtlichen Zuschreibungen für alle
– die sich als “Frau” bezeichnen und/oder
– die weiblich sozialisiert sind u/o
– die sich keiner klassisch binären geschlechtlichen Kategorie zuordnen wollen / können“

mo dannenmann | Ergänzungen von chz