Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut

Bevor ich in der Regenbogenfabrik angekommen bin, habe ich, besonders während meiner Studentenzeit, als Aktivistin viel Zeit und Engagement eingebracht. Von Unicef bis zur Gründung meines eigenen Feministischen Vereins in meiner Uni habe ich in vielen Bereichen mitgelernt und geholfen.
Heute, zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut, möchte ich über eine Organisation reden, in der ich ein Jahr als Junge Botschafterin mitgearbeitet habe: ONE.

Nicht so bekannt wie Unicef oder Amnesty International aber bestimmt fast so groß: ONE arbeitet weniger mit der Hilfe von Spenden der Bevölkerung und mehr auf politischer Ebene als Lobbyisten für eine bessere Welt. ONE bekämpft besonders extreme Armut und vermeidbare Krankheiten in Afrika und auch Gender-Ungerechtigkeiten.
Ich wurde persönlich während eines Konzertes von U2 darauf aufmerksam gemacht. Denn Bono, der Sänger der Band, hat die NGO mitgegründet und ist darin sehr aktiv.

Ich habe meine Bewerbung geschrieben und abgeschickt und wurde dann zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Und als sie mich als Teil des Teams angenommen haben, konnte ich an einem Vorbereitungsworkshop zur Freiwilligen Arbeit in Paris teilnehmen. 30 Teilnehmer:innen ungefähr, zwischen 17 und 30 Jahre, 3 Tage in der Hauptstadt, mit viel Zusammenarbeit und Vorstellungen zum Thema Armutsbekämpfung und politische Hintergründe zum Lobbyismus und Kampagne Arbeit.
Es ist das größte Ziel der NGO, dass 0,7% vom Bruttonationaleinkommen von Frankreich für Entwicklungshilfe eingesetzt werden soll, um die extreme Armut bis 2030 auszuradieren.

Unsere Aufgaben waren sehr vielfältig. Die Hauptaufgabe war, Abgeordnete zu kontaktieren und Termine zu vereinbaren, wo wir dann mit ihnen über die Entwicklungspolitik des Landes diskutierten. Wir nennen das „Plädoyer“, also eine engagierte Äußerung für unsere Ziele. Wir wollten ihnen ein Einblick in unsere Arbeit geben und sie eventuell zu überzeugen, Wortführer im Parlament zu werden, in dem sie für die Verbesserung der Politik stehen. Dafür war viel Public Relations Arbeit zu machen, auf sozialen Medien wie Instagram, Facebook und Twitter und Petitionsarbeit.
Besonders erinnere ich mich an die Kampagnenarbeit, um im September 2018 Unterschriften zu sammeln, während der U2 Konzerte in Paris. Wir waren ab 15 Uhr aktiv und haben zwischen den Warteschlangen, die sich vor der Bercy Konzerthalle gedrängt haben, die Leute angesprochen und unsere Arbeit vorgestellt. Wir haben an den 4 Konzerten sehr viele Unterschriften gesammelt und die Freiwilligen durften dann die Konzerte direkt vor der Bühne miterleben.

Es ist schon ein paar Jahre her jetzt, aber ich erinnere mich vage an meinen ersten Termin mit einem Abgeordneten meiner Region. Ich war so gestresst wie nie, aber sehr dankbar, dass eine andere Botschafterin mit mir den Termin mitgemacht hat. Der Mann, den wir trafen, arbeitete in einer kleinen Stadt, die wir mit dem Auto erreichten. Wir haben dann unsere Projekte und Ziele vorgestellt, während er zuhörte. Ob wir ein Unterschied gemacht haben, weiß ich nicht, da er in meiner Erinnerung unsere Arbeit schon mehrmals infrage gestellt hatte, aber es war eine Challenge und nur darüber reden fühlte sich an wie ein Erfolg. Dazu waren wir viele Botschafter:innen, die mehrere Termine im Jahr hatten, in mehreren Ländern Europas, mit demselben Ziel.
Durch Nachdrücklichkeit und Zusammenarbeit kommt man immer weiter.

Diese Art von ehrenamtlicher Arbeit war auf jeden Fall sehr bereichernd und hat mir viel beigebracht über Internationale Tätigkeit im NGO Bereich. Was ich besonders bei ONE mag, ist deren Graphik, die sehr ästhetisch aber einfach bleibt, und dadurch ihre Prinzipien und Nachrichten sehr schön und leicht vermittelt. Zum Tag der Beseitigung von Armut hat mir die Vorstellung dieser Organisation sehr relevant erschienen. Um mehr darüber zu erfahren, könnt ihr auf der Webseite gucken:

Charlotte

Rosalux History Podcast: Geschichte der Hausbesetzer:innenbewegung

Vor 40 Jahren, im Herbst 1981, erreichten die Westberliner Hausbesetzungen ihren Höhepunkt. In der elften Folge von «Rosalux History» dreht sich alles um die Geschichte der Hausbesetzer:innenbewegung in Berlin, Deutschland und Westeuropa.
Anika Taschke und Albert Scharenberg sprechen mit dem Wohnexperten Dr. Andrej Holm über die internationale Dimension der Bewegung, mit dem Hausbesetzer Alfons Kujat über die Szene in Kreuzberg und Friedrichshain sowie mit Prof. Margit Mayer über Stadtentwicklung und soziale Bewegungen im Neoliberalismus.

https://rosalux-history.podigee.io/11-neue-episode

Vielen Dank an die Macher:innen für den informativen Beitrag! Und euch allen viel Spaß beim Hören.

Eviction Date

Wir kämpfen in verschiedener Weise, doch es ist immer wieder um das Gleiche.

Ein gutes Dach über dem Leben für alle!

Die Interessen der Bank können nicht die Interessen der Wohnenden sein.

Setze da einfach auch Anleger:in, Spekulant:in oder Shareholder ein.

Wer Briefkästen braucht, um sein Geschäft zu organisieren, dem ist nicht zu vertrauen.

Die Herren machen das selber, dass der arme Mann ihnen Feyndt wird., dass wusste schon Thomas Müntzer und das ist lange her.

Solidarität für alle, die sich dagegenstemmen!

Die Köpi ist ein selbstverwaltetes, unabhängiges und unkommerzielles Wohn- und Kulturprojekt, das durch unbezahlte Arbeit aller existiert. Sie erhalten auch keinerlei finanzielle Förderungen.

Alle, die dort etwas machen, tun dies aus Idealismus – auch um einen Ort zu haben, der von gegenseitigem Respekt lebt.

https://koepi137.net/press-illegal-eviction.html

Auch die Tierwelt ist wütend, dass ein weiterer solidarischer Ort und Wohnraum von vielen Menschen zerstört werden soll.
#koepiPLATZ #koepiPLATZBleibt #koepi #Interkiezionale #b1410

Das Kurdische Film Festival Berlin 14.10. bis 20.10.2021

Nächsten Donnerstag beginnt die 11. Edition des kurdischen Filmfestivals in Berlin. Insgesamt 40 Filme werden im Kino Babylon in Berlin Mitte und im Kino Moviemento in Kreuzberg gezeigt, mit dem Themenfokus auf Bashur (Südkurdistan). Begleitend werden Gesprächsrunden stattfinden und es wird ein extra Kinderprogramm angboten.

Kurdistan ist ein Gebiet in Vorderasien, das Teile Syriens, Irans, Iraks und der Türkei umfasst. In der Türkei sind 25% des Territoriums kurdisch, hier stellen Kurden die größte Minderheit mit geschätzt 20-25% der Bevölkerung dar. Die Grenzen sind größtenteils nicht exakt definiert und es bestehen Konflikte mit Nachbarstaaten um das Territorium. Es ist kein offizielles Land, aber es gibt ein autonomes kurdisches Gebiet im Irak.
Besonders in Syrien und in der Türkei werden Kurden stark unterdrückt und dürfen ihre Kultur und ihre Sprache nicht frei benutzen und verbreiten. Deswegen sind viele kurdische Menschen geflüchtet und jetzt in der ganzen Welt präsent: es werden weltweit zirka 25-30 Millionen Kurden und fast 90.000 in Berlin gezählt.

Aus der Seite des Festivals:

Diverse Aufstände, die auch immer wieder in Filmen thematisiert werden, wurden zumeist zerschlagen, wodurch der Traum von einem unabhängigen Kurdistan inzwischen zum Albtraum geworden ist.

Das Kurdische Filmfestival Berlin, veranstaltet von mîtosfilm, wurde 2002 von Mehmet Aktaş gegründet und findet unter der Leitung von Roj Hajo zum elften Mal statt. In seiner Einzigartigkeit ist das Festival die größte Veranstaltung zum kurdischen Film in Europa.
Das breitgefächerte Programm ermöglicht Einblicke in die Vielfalt der kurdischen Gesellschaft und schafft Raum für persönliche Begegnung und Austausch zwischen Filmschaffenden und dem Berliner Publikum. Das Programm setzt sich aus Kurz-, Dokumentar- und Spielfilmen zusammen und präsentiert sowohl Werke von Filmschaffenden aus den vier Teilen Kurdistans — Bashur (Süden), Rojhilat (Osten), Bakur (Norden) und Rojava (Westen) — und der Diaspora, als auch prägnante Werke europäischer Filmschaffender über Kurd:innen.
Ergänzt wird das Filmprogramm durch Rahmenveranstaltungen wie Filmgespräche, Podiumsdiskussionen und Konzerte.

Neben den physischen Aufführungen in den oben genannten Kinos ist das Programm mit einem Online-Pass auch dieses Jahr wieder für ein weltweites Publikum zu Hause am Bildschirm zu erleben.

https://www.baf-berlin.de/blog/archives/5947-11.-KURDISCHE-FILMFESTIVAL-BERLIN.html

Hier das PDF-Programm:

Seite zum Festival und Text:

https://www.baf-berlin.de/blog/archives/5947-11.-KURDISCHE-FILMFESTIVAL-BERLIN.html

Mehr Infos zur kurdischen Bevölkerung in Berlin:

http://kurdisches-zentrum.de/ueber-uns.html