Geburtstagskind des Tages – Uta

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

1998 begann ich in der Holzwerkstatt zu arbeiten; das war damals eine ABM-Stelle. Mit der Absicht, wiederzukommen habe ich 2000 dann eine Umschulung zur Tischlerin angefangen, beendete sie 2002 mit dem Gesellinnenbrief  – und von da an bis 2015 habe ich im Holz-Team gearbeitet.

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Ich sehe sie vor mir, ich mag ihre Geräusche (oft Lärm), ihre Gerüche (vermischt mit viel Staub), ich denke an das gemeinsame Arbeiten, Ausprobieren, Lachen, Streiten …. sie fühlte sich manchmal an wie ein zweites Zuhause: die Holzwerkstatt.

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

Wirklich schwer, nur ein Wort …Vielleicht so etwas wie ein großes, buntes, bewegtes Puzzle ohne Begrenzung – manches passt, manches weniger, Teile sitzen leuchtend gut zusammen, einige gehen verloren, Menschen tragen immer weiter etwas zusammen für dieses Bild der Veränderung, der Gemeinsamkeiten, Hoffnungen.

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Alles Vegetarische, ganz besonders mag ich die Salatsoßen!! Und wer sich noch erinnert: die Fenchelgemüse-Kreationen von Gabi!!!

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

Menschen, die sie weiterleben, Unterstützung, Mut und Lachen. Und dass sie wirkt in der Graswurzelidee.

24.8.1983 | Abriss der Metallwerkstatt

Unverhofft kommt oft

Am Mittwoch, dem 24.8., wurden die Metallwerkstatt und der Lagerraum der Fahrradwerkstatt in der Regenbogenfabrik abgerissen, obwohl für die gesamte Fabrik keine Abrissgenehmigung vorliegt. In diesen Räumen war auch die gesamte Strom- und Wasserversorgung für die Fabrik untergebracht; ein neuer Sicherungskasten und Zähler waren gerade erst angeschlossen worden. Die Besetzer und Fabrikgruppen waren völlig perplex über diese Unverschämtheit. Und so beschlossen die überraschten und empörten Eltern der Kindergruppe (eine Senatsgroßpflegestelle), mit den Kindern eben spontan dahin zu gehen, wo die Quelle allen Übels liegt:
Mit Kochplatten, Töpfen, Spielzeugkisten, Saftflaschen usw. zogen sie zu Vogel & Braun und machten es sich in deren Räumen am Kudamm gemütlich. Die Angestellten standen dem überraschenden Besuch zwar fassungslos gegenüber, aber keiner schmiss sie raus. Wie immer fand der Besuch ein Ende durch die Polizei, die nach kurzer Verwirrung doch noch eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch locker aus dem Handgelenk zauberte.

Südost Express, September 1983, Seite 32

Wer kann sich daran erinnern? Wer hat womöglich noch weitere Fotos?

Geburtstagskind des Tages – Konstantin

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Ich habe mein Freiwilliges Ökologisches Jahr 2016/2017 in der Fahrradwerkstatt gemacht und außerdem bei ziemlich vielen Sachen in der Fabrik rumgehangen, ob im Café oder im Keller der Bau-Gruppe. Egal wo, es war immer lustig.

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Im Sommer auf jeden Fall die Schaukel, sonst gerne auch auf einer Couch im Kino oder eben in der Werkstatt, wo man auch super einen Abend verbringen kann.

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

Gemeinschaftsermöglichungsreaktor

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Das Vegetarische Gericht oder auch mal der Fisch.

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag

Alles Gute natürlich! Viele weitere Jahre mit vielen weiteren engagierten Menschen als Insel des Austauschs, der Nachhaltigkeit und der Möglichkeiten im Meer aus Kommerz und Hektik das Berlin heute ist.

Klimastreik!

Eine Zukunft ohne Klimakrise. Wie, verdammt noch mal, sind die Bretter dick, die deshalb noch durchbohrt werden müssen? Wie viele Jahre sind manche Aktivist*innen schon unterwegs deswegen? Wie können wir die überzeugen, die ihre Felle davon schwimmen sehen, wenn es zu den notwendigen Änderungen kommen sollte?

Brechen wir also auf zum nächsten Klimastreik und zeigen Flagge!
Geben die Hoffnung trotz alledem nicht auf. Und wählen gehen sollten wir dann zwei Tage später auch. Wenn wir nich vorher schon mit unseren Unterlagen zum Briefkasten gegangen sind.