Tag des Olivenöls

In der Reihe der kuriosen Feiertage war uns der Tag des Olivenöls umgehend sympathisch. Nicht unbedingt deshalb, weil auch wir gerne mit gutem Olivenöl kochen, sondern weil es uns sofort daran erinnerte, dass auch Solidarität durch den Magen gehen kann.

Die SoliOli-Kampagne ging 2021 bereits in die sechste Runde. SoliOli entstand als solidarische Antwort auf die Krise in Griechenland. Mit dem Kauf qualitativ hochwertiger und günstiger Olivenprodukte unterstützen die Käufer:innen selbstverwaltete Projekte solidarischer Ökonomie in Griechenland.
Einmal im Jahr können die Olivenprodukte bestellt und an einer zentralen Stelle in Berlin abgeholt werden. Der Ertrag geht an politische und soziale Projekte in Griechenland.

http://solioli.de/

bunte Oliven

Kleine geile Dis/Harmonien

Erinnerung an: Samstag den 29. September 2012, ://about blank, Markgrafendamm 24c, Berlin

Die Berliner Kollektivbetriebe bitten zum Tanz

Viele verschiedene Kollektive feiern den Launch einer gemeinsamen Website und stellen Sinnfragen kollektiven Wirtschaftens in den Raum.
Gibt es noch einen Oberbegriff? Beraten Projekte Projekte? Gelten postmaterielle Werte wie Einheitslohn und gute Stimmung oder arbeiten in der üblichen Marktkonkurrenz? Und ist eine Bäckerei, die ihr Brot in linke Flugblätter einwickelt und den Laden dicht macht, wenn ein besetztes Haus geräumt wird, noch immer eine Provokation?

ab 14h

Fahrradtour «Kollektive in Berlin» Anmeldung über: projekte@regenbogenfabrik.de

ab 22h

Kollektive Website-Vernissage mit Häppchen, Buffet und warmen Worten

ab 23h

der Kollektive-Dj-Battle

ab 24h

Die Kollektiv-Disko auf 2 Dancefloors

dj dsl (golden pudel club / hamburg, wien) / aroma (aromamusic) gitte verfuehrt (symbiont) / metope (areal / beachcoma) / swinka / cisnita / more tba / und vielen Überraschungen!!!

Bilderrätsel zehn – Auflösung

Protect kids not guns!

When i grow up i want to be ALIVE!

Ok! Das steht auf den Schildern im Bild. Wo aber ist die Auflösung? Kurzzeitig hatte ich mir selber ein Rätsel aufgegeben. Doch dann fiel mir wieder ein, wem ich das Motiv zu verdanken habe: Oliver Feldhaus.

Oliver ist ein Fotograf, dessen Veröffentlichungen ich gerne folge. Gerne zum Beispiel im Umbruch Bildarchiv. Er ist aber auch bei instagram und facebook zu finden. Schaut nach, lohnt sich immer.

Nicht zu verwechseln mit dem Marsch für das Leben!

Weiterlesen könnt ihr bei Umbruch:

Tag des guten Nachbarn

Ihr erratet es schon, das ist doch mal wieder etwas aus der mehr oder weniger skurrilen Jahrestagskollektion.

In unserer Chronik war zusammenfassend weniger Gutnachbarliches zu lesen: „1982 | Vogel/Braun droht mit der Räumung der Lausitzer 22a/23 zum 1.10.82.
Eine kurzfristig einberufene Gesprächsrunde kann dies verhindern. Es wird eine Übereinkunft unterzeichnet, in der den Besetzern Verträge und Vogel/Braun ein Ersatzgrundstück versprochen werden.“ (SOE Sonderausgabe, September 1983)

In der Gefahr also doch ein paar gute Nachbarn für die Regenbogenfabrik unterwegs? Tagesaktuell finden wir im Südost Express vom Dezember 1982 zu lesen:

„Auf dem Gelände der Regenbogenfabrik wird seit dem 1. November fleißig gebaut. Nach einer Vereinbarung zwischen den Spekulanten Vogel & Braun, Senat, Bezirk, IBA, Besetzern und Verein SO36 legte Vogel mit der Modernisierung der Lausitzer Straße 22a los. Die Besetzer sind quasi geduldet und die Genossenschaft SHIK als Vertragspartner anerkannt. Sogar das Café „Regenbogen“ ist gerettet; nach der Modernisierung müssen 5 Mark pro qm bezahlt werden. Der Seitenflügel Reichenberger 50 ist schon abgerissen und der Boden auf der alten Chemiefabrik wird gerade ausgetauscht. Im Frühjahr wird das Gelände bepflanzt.
Zur Feier der Einigung drängte Stadtrat Orlowsky alle Beteiligten zu Sekt und Kuchen ins Café. Vogel spendete einen Hunderter. Die Besetzer wollten nicht so gern, dass wir davon berichten. Aber: feiern wird man ja noch dürfen. Weitere Vereinbarungen über die Generalmiete u.a. stehen eh auf dem Spiel. Seit Lummers Räumungen in der Maaßenstraße gilt wieder mal: Verhandlungsstop!“

Hier noch mal im Erscheinungsbild des SOE:

Rettung auf schwankendem Grund, wie wir im Nachhinein wissen. Einerseits ging es voran, z.B. mit dem Bodenaustausch. Andererseits verliert die Regenbogenfabrik viel Fläche und vor allem den zweiten Zugang über die Reichenberger Straße. Und damit war nicht Schluss, munter ging es weiter mit der Salamitaktik.

Vom bald folgenden Abriss der Metallwerkstatt im August 1983 haben wir ja gerade erst berichtet. LINK ZUM ARTIKEL

Das Tauziehen ging weiter hin und her, bis zur Legalisierung und eigentlich darüber hinaus. Da waren wir immer wieder auf gute Nachbar:innen angewiesen.