Great things have small beginnings!

My name is Lukasz Lachowicz, and I was born and grew up in Szczecin, Poland. I live in New Zealand now.

When Regenbogenfabrik came to life in 1981 I was only 10 years old, still living far away on the other side of the Iron Curtain in communist Poland. Little did I know that some 150 km west – yet light years away in many respects – a group of people was coming together as Renegbogenfabrik in Kreuzberg, and that one day they would become an inseparable part of my life’s story!

That story and my connection with Regenbogenfabrik started with Christine Ziegler in 1998.

I first met Christine when she came as a Regenbogenfabrik “ambassador” to the local fair of non-government organisations in my hometown of Szczecin in Poland. She was looking for contacts with similar people, similar communities, trying to build a link between Szczecin and Berlin.

I remember that the fair was at our beautiful historic Renaissance castle, it was cold, gloomy and raining outside (no rainbows, unfortunately), but I also remember being very inspired by the whole core idea of Regenbogenfabrik: that a group of friends can stay together, commit themselves to building a lasting home together, living as a community where there is a place for everyone and sustain themselves over the years through social projects in a local community. it was visionary and ahead of its time. I was fascinated. I wanted to learn more.

Very soon after I visited Regenbogenfabrik for the first time with my partner Andrew (who was a New Zealander), met Christine again, met her Lieblingsoekonom Martin, and the others from the Essensgruppe. Friendship grew quickly. Many subsequent trips / visits followed, both in Poland and in Germany. We did many wonderful cycling trips and walking trips, including in the Tatra mountains in Poland. We cooked and sat over some spectacular and epic Kochevents at Regenbogenfabrik! What grew from those encounters has been an amazing and a precious friendship that has lasted for more than 20 years.

Of course, we kept in close touch even after I moved to New Zealand 21 years ago. In 2006 Christine and Martin came for a visit to New Zealand and the four of us stayed in Marlborough Sounds and we walked the beautiful Heaphy Track in the South Island.

I always visit Regenbogenfabrik and stay with Christine and Martin in Berlin each time I travel back to Europe – it would be unthinkable not to see them if I come anywhere near Poland! They have become a part of life’s rich tapestry, or a part of a woven cloth, metaphorically speaking. Great things have small beginnings.

Looking back over the years, I think I was blessed on that rainy day in Szczecin in 1998. As years go by I appreciate my connection with Regenbogenfabrik very dearly. Precious friendship. Long may it continue despite the passage of time, despite the physical distance, and despite COVID!

RegenbogenKino: vom Anfang

Hoch spannt sich ein Regenbogen bis in die Wolken – letztlich verflüchtigt er sich doch, wie andere Fata Morganen auch. Darum vielleicht empfiehlt die bekannte Volksweisheit auf dem Boden zu bleiben, und spricht vom Schatz ‚am Fuße‘ des Regenbogens. Und hier unten versucht das Kino, das sich Regenbogen nennt, seine Schätze auch zu finden: keine Luftspiegelungen, Lichtbrechungen, Sinnestäuschungen und Illusionen, sondern schlicht Filme, die dem Zuschauer das SEHEN nicht verwehren. „Film ist Wahrheit, Film ist Politik. 24 mal in der Sekunde“. So zitiert das Regenbogenkino Jean-Luc Godard; nach entsprechenden ‚Schätzen‘ graben die beiden Kinoleute Achim und Michael nicht nur in über 40 Verleihkatalogen, sondern auch in Schubladen unbekannter Filmemacher. Kino von unten heißt unterm Regenbogen: Schatzsuche.

So beginnt ein Portrait des RegenbogenKinos, geschrieben von Michael Brintrup. Es ist wohl in der taz veröffentlicht worden, doch das können wir nur erraten; der Artikel ist feinsäuberlich ausgeschnitten und dabei ‚zeitlos‘ geworden. Wir tippen auf das Jahr 1982.

2021 wird das Kino Anfang September wieder den Betrieb aufnehmen. Mehr dazu demnächst auf der Homepage: www.regenbogenkino.de

Hoffest mit türkischer Theatergruppe

1981 | Sommerfest auf dem Fabrikgelände mit dem türkischem Kindertheater der Schaubühne. Organisiert von der Mieterinitiative Block 109 und dem inzwischen gegründeten Verein Regenbogenfabrik e.V.

Südost Express Juli/August 1981

Das Kubat-Dreieck

oder auch das Q-Bat-Freieck genannt

1988 | Das Lenné-Dreieck wird besetzt, eine Fläche auf der Westseite der Mauer, aber Staatsgebiet der DDR. West-Berlin will dort eine Verbindungsstrasse errichten, ein Gebietsaustausch mit der DDR ist geplant. Der Platz wird von den Besetzer*innen in Kubat-Dreieck umbenannt und eine Zeltstadt errichtet. Als die Westberliner Polizei am 1.7.1988 das Kubat-Dreieck räumt, fliehen die Anwesenden über die Mauer in den Osten.

Das ursprünglich und auch heute noch als Lenné-Dreieck bezeichnete Gebiet in Berlin lag nach dem Mauerbau zwar auf Westberliner Seite, gehörte aber eigentlich dem Staatsgebiet der DDR an. Über die Zeit entwickelte sich aus dem ungenutzten Niemandsland ein Biotop mit 161 verschiedenen Pflanzenarten. Westberlin plante auf diesem Gebiet eine Stadtautobahn (Teilstück der Westtangente). Im Rahmen dessen sollte ein Gebietstausch, der 16 Flächen (Enklaven) umfasste, zwischen Westberlin und der DDR stattfinden. Zusätzlich zahlte Westberlin 76 Mio. DM an die DDR. Stichtag der Gebietsübergabe sollte der 1. Juli 1988 sein.
Dies war Anlass für die Besetzung, an der sich Umweltschützer*innen, Punks, Autonome und weitere Linke aus Westberlin beteiligten. Die DDR hatte kein Interesse, die Besetzer*innen zu vertreiben oder wollte keinen Imageverlust gegenüber der Westberliner Linken riskieren. Die Westberliner Polizei hatte wiederum keine Berechtigung, auf das Gebiet zuzugreifen, dadurch ergab sich auf dem Lenné-Dreieck ein Freiraum, der sich zur Besetzung anbot. Das Angebot nahmen hunderte Leute dankbar an. Am 26. Mai errichteten sie auf dem Kubat-Dreieck die ersten Hütten. Der Name sollte an Norbert Kubat erinnern, der nach dem Riot in Kreuzberg am 1. Mai 1987 inhaftiert worden war und sich am 26. Mai 1987 in der Zelle das Leben nahm.

Auf dem Gebiet entwickelte sich ein buntes Dorf mit Hütten, Straßenschildern, VoKü´s, Gemüseanbau und vielem mehr. Die Westberliner Polizei zäunte das Gebiet ein und traktierte die Bewohner*iinnen von außen mit Wasserwerfern. Nachdem die Besetzer*innen hartnäckig blieben, startete die Westberliner Polizei am 20. Juni 1988 einen Großeinsatz, bei dem ca. 1000 Kartuschen Tränengas auf die Bewohner*innen abgeschossen wurden. Die Tränengasschwaden waren noch in Kreuzberg zu spüren. Der Angriff blieb allerdings nicht ohne Reaktion. Drei Tage später folgte der Gegenangriff, bei dem die Besetzer*innen mit Hilfe von Molotowcocktails einen Teil der Umzäunung niederrissen.
Am 1. Juli 1988 fand die Gebietsübergabe statt und die Westberliner Polizei begann bereits am frühen Morgen mit der Räumung.
Wie auf diversen Plenas im Vorfeld geplant, begann ein Teil der Besetzer*innen über die Mauer nach Ostberlin zu klettern, um die Westberliner Polizei ins Leere laufen zu lassen.
Die DDR war ebenfalls vorbereitet, half den knapp 200 Besetzer*innen über die Mauer und setzte sie in die bereitgestellten Transporter. Nach einem Frühstück und kurzer Befragung wurden die Mauersprüngler wieder zurück nach Westberlin gebracht.

Wir danken dem Umbruch Bildarchiv für diese Zusammenfassung. Mehr zu sehen und zu lesen findet ihr auf ihrer Seite.