Wem gehört Lauratibor? | Finally set on stage

Tabor: Erinnert ihr euch an die Zeiten, in denen das Kapital noch die Menschen unterjochte? In denen die ganze Welt der Logik der Gewinnmaximierung gehorchte? Ja, das waren dunkle, barbarische Zeiten. Aus heutiger Sicht schier unglaublich, hielten es damals viele für gerechtfertigt, mit dem Grundbedürfnis Wohnen Geld zu verdienen. Die Menschen in den Städten verloren nach und nach ihr Zuhause und ihre Betriebe und wurden an den Rand verbannt. Freiräume und Kiezkultur verschwanden, alles Lebendige ging ein. Auch in der sagenumwobenen Provinz Lauratibor kämpften die Menschen gegen den Orden der Investor*innen. Unsere Geschichte beginnt auf dem Werkhof von Tibor, dem Patron der Handwerker*innen.

Fotos: chz und je

Wer am Samstag alles verpasst haben sollte, hat nochmal Gelegenheit zum Staunen:

KUNDGEBUNG (mit Oper)
Sonntag 20. Juni 2021, 19.00-21.30
Mariannenplatz

www.lauratibor

Oder auch die Sofavariante über Y-TUBE: zum Film

Wem gehört Lauratibor?

Liebe Freund*innen der Oper und des Demonstrierens,

endlich ist es soweit: Die Protest-Oper ist am Start.

WEM GEHÖRT LAURATIBOR?
Eine Protest-Oper über den Ausverkauf der Stadt

Das kollektive Opernprojekt „Wem gehört Lauratibor?“ versteht sich als Aktivismus: Es ist entstanden aus der Zusammenarbeit langjährig organisierter Bewohner*innen, Gewerbe und Initiativen im Reichenberger Kiez. Die Geschichte folgt den beiden Held*innen Laura und Tibor und ihren Gefährt*innen auf der Suche nach dem Elixier des Widerstands durch die Provinz Lauratibor. Politik und Wirtschaft werfen ihnen Steine in den Weg, das Kollektiv wird bedroht, prekäre Existenzen schließen sich der Reise an – bis schließlich der alles entscheidende Kampf gegen Maximilius Profitikus ansteht.

Von und mit:
Kollektiv Lauratibor | Kiezchor | Protest-Orchester I Ratibor14 | LauseBleibt | Kneipenkollektiv Meuterei I Esels Alptraum | Kampfsportschule Yayla I Die GloReichen | u.v.a.

DEMONSTRATION (mit Uraufführung der Oper)
Samstag 12. Juni 2021, 17.30-21.30
START: Reichenberger/Ecke Ratibor Straße

KUNDGEBUNG (mit Oper)
Sonntag 20. Juni 2021, 19.00-21.30
Mariannenplatz

www.lauratibor.de

Prekäre Arbeit gefährdet die Demokratie

Dies ist ein spontan geschriebener Beitrag! Aufgefallen ist mir heute ein Interview im Tagesspiegel mit dem Sozialphilosophen Axel Honneth, der nächste Woche vom 16.-18. Juni im Freiluftkino Hasenheide sprechen wird. Das geschieht im Rahmen der Benjamin Lectures. Die Lectures richten sich bei freiem Eintritt an die breite Öffentlichkeit. Vortragssprache ist deutsch, es wird simultan ins Englische übersetzt.

Für die Teilnahme an den Lectures ist eine Anmeldung gemäß den Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Anmeldung unter: www.freiluftkino-hasenheide.de 

Mehr über die Organisation, die die Lectures veranstaltet: http://criticaltheoryinberlin.de/benjamin-lectures/

Im Interview sagt Honneth: „Ich denke grundsätzlich darüber nach, wie Arbeitsverhältnisse gestaltet sein müssen, um eine Mitwirkung an der demokratischen Willensbildung zu befördern. Diese eigentlich selbstverständliche Frage wird viel zu selten gestellt. Es geht mir nicht nur darum, über prekäre Beschäftigung und unzureichende Bezahlung zu klagen. Auch die Art und Weise, wie viele Beschäftigungsfelder verfasst sind, ist ein Problem; wie zum Beispiel die strukturelle Eintönigkeit zahlreicher Tätigkeiten. Wie Arbeit organisiert, anerkannt und bezahlt wird, hat einen maßgeblichen Einfluss darauf, ob Menschen sich am demokratischen Prozess beteiligen oder nicht.“

Solche Gedanken machen mich neugierig auf mehr. Und darauf, ob es auch zur Sprache kommt, dass Demokratie weithin an den Toren von Fabriken und Büros endet. Und wie wir ins Gespräch darüber kommen, wie das zu ändern ist.

Christine

New Yorck im Bethanien

2005 | Fünf Tage nach der Räumung der Yorck59 besetzen ehemalige Bewohner*innen und Unterstützer*innen zwei Etagen im linken Seitenflügel des symbolträchtigen Bethanien am Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg.
Sie gaben dieser Besetzung den Namen „New Yorck“ und erklärten, bleiben zu wollen, bis der Bezirk einen „angemessenen Ersatz“ für die geräumte Yorckstraße 59 anbieten würde. Da der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg als Eigentümer des Bethanien keine Anzeige erstattete und wahrscheinlich auch wegen des Straßenfestes, das an dem Tag der Besetzung auf dem Mariannenplatz stattfand, räumte die Polizei die Besetzer*innen nicht.

Was war da in der Yorckstraße 59?
Die unermüdlichen Zeug*innen vom Umbruch Bildarchiv haben da Informationen und Bilder.

Und heute so: