Ehrentag des Unkrauts

Dem Un.Kraut wurde nun ein Tag, genauer gesagt ist es der 28. März, gewidmet. Bestimmt war gemeint: ‚Und dem Kraute‘ wird wegen seiner Vielgestalt, seinen erstaunlichen Kräfte und zig Anwendungsgebieten seit Menschengedenken die Ehre erwiesen.

Schlichtweg aber geht es hier um die Pflanze an sich – denn fast jedes Kraut entfacht seine Wirkung mit Nutzen für Mensch oder Tier. In einer Zeit, wo der Beton viel gefräßig die Erde verschlingt, wurde das aber auch mal wieder Zeit sich den Gewächsen einen einzigen Tag im Jahr  zuzuwenden und die Halme in der Stadt zu suchen, zu zählen, zu betrachten und zu käuen.

Beruhigt am Endes des Tages feststellen zu dürfen, dass es trotzdem zwischen Ritzen und auf Dächern wächst, gar den Beton zu sprengen vermag, fällt einem dazu nur ein:

Un.das.Kraut vergeht nicht!

Jeanine Fornacon ist Dipl. – Ing. Landschaftsplanerin/ FLL – zertifizierte Baumkontrolleurin. Sie ist selbständig und hat ihren Schwerpunkt in Gartenplanungen, Kitaumplanungen zu naturnahen Außenanlagen und partizipativen Planungs-und Umsetzungsverfahren zusammen mit NutzerInnen.

Housing Action Day

europaweit für menschenwürdiges und bezahlbares Wohnen demonstrieren

Frühling liegt in der Luft und es wird Zeit für den europaweiten #HousingActionDay2021
👉 Am 27.03.2021 wollen wir gemeinsam mit euch für eine solidarische Stadt auf die Straße gehen.
📢 Sagt es weiter und macht mit!
Stadt für Alle statt #Mietenwahnsinn und #Verdrängung

Hier findet ihr die notwendigen Infos: Housing Action Day

Letztes Jahr ist bei uns dieses Mobi-Video entstanden.

Geburtstagskind des Tages – Janin

Janin ist langjähriges Mitglied der Kantinen-Crew und dort als Zweiergespann mit Havva ein wichtiger Pfeiler des Inklusions-Konzepts der Regenbogenfabrik.

  1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem
    Bereich?

Ich arbeite seit dem 01.08.2012 und immer noch in der Regenbogenfabrik
und zwar in der Kantine.

  1. Welches ist dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Wenn ich von der Arbeit wegkomme… dann hole ich gern Luft im Hof vor
der Kantine bzw. dem Seminarraum, am liebsten in einem Sonnenfleckchen.
Wenn das Wetter besonders schön und die Stimmung gut ist, sitze ich auch
mal auf einer der Schaukeln.

  1. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für dich?

Kollektivistischekooperativesolidarischeökonomiemitnettenleuten

  1. Lieblingsessen in der Kantine?

Schwer… Schawarma? Enchiladas? Spinatlasagne? Ofengemüse?

  1. Was wünschst du der Fabrik zum Geburtstag?

Der Fabrik zum 40. Geburtstag wünsche ich ganz viel Liebe (rot),
Fröhlichkeit (orange), Lebenskraft (gelb), Hoffnung (grün), Klarheit
(blau), Intuition (indigo) und immer viele Regenbogenfrauen (violett).
Und dass sie sich weiter wacker hält. Hoch soll sie leben!

Maryla

Am 26. März 2019 verstarb die bekannte Berliner Übersetzerin Maria Gast-Ciechomska, Maryla oder Marlena genannt. Sie war die Enkelin des letzten Bürgermeisters von Warschauer Stadtteil Mokotów, eine Germanistin, hervorragende Übersetzerin, antikommunistische Aktivistin, Mitglied von Solidarność Masoviens, Aktivistin der Bewegung zur Verteidigung der Menschen- und Bürgerrechte. Während des Kriegszustands wurde sie im Frauenlager in Gołdap interniert – sie war die jüngste Gefangenen in diesem Lager. Später zog sie nach Berlin, wo sie sich weiterhin für Frauen und polnisch-deutsche Beziehungen einsetzte. Sie war unter anderem in der deutsch-polnischen Literaturverein WIR tätig und in der Berlin-Warschauer Fraueninitiative. Sie war Mitbegründerin der Polnischen Feministischen Vereinigung und der Initiative Bewegung gegen die Kriminalisierung der Abtreibung.
Sie schrieb das Buch Vom Matriarchat zum Feminismus.
Einige Wochen vor ihrem Tod wurde ihre Arbeit in der Regenbogenfabrik und dann im “Lichtblick”-Kino bei der deutschen Premiere des Films von Marta Dzido und Piotr Śliwowski Siłaczki / Frauen der ersten Stunde präsentiert. Sie hat den Soundtrack des Films perfekt übersetzt. Maryla war schon immer in Frauenangelegenheiten involviert, daher ist es kein Wunder, dass ihre letzte großartige Arbeit auch mit diesem Thema zu tun hatte.

Heute ist es also zwei Jahre her, dass Maria (Maryla Gast-Ciechomska) gegangen ist. Letztes Jahr wollten Anna Krenz, Iwona Dadej, Christine Ziegler und ich ein Treffen zu Marias ersten Todestag in der Regenbogenfabrik organisieren; leider wurden wir durch die Pandemie oder vielmehr den am 15. März eingeführten Lockdown gehindert. In diesem Jahr schlug Iwona Dadej ein Zoom-Meeting vor, das jedoch aus irgendeinem Grund wahrscheinlich nicht stattfinden wird. Das Treffen werde ich also ganz privat organisieren. Es wird nächsten Montag um 19 Uhr stattfinden. Ich lade Sie zur Teilnahme ein!

Ewa Maria Slaska

Lest mehr – auch in polnischer Sprache – auf dem Blog von Ewa Maria!