Cafégespräch mit dem Solibus

Vortrag & Diskussion

Heute um 19:15 | Livestream

Das Projekt »Solibus« versteht sich als Teil einer politischen, sozialen Struktur, die eine gemeinschaftliche Mobilität und Teilhabe an bundes- und europaweiten Aktivitäten ermöglicht.

Uns ist wichtig, dass Menschen ohne sexistische, rassistische und soziale Diskriminierung und unabhängig der individuell begrenzten finanziellen Mittel an politischen und kulturellen Veranstaltungen und Aktivitäten teilnehmen können.
»Solibus« trägt dazu bei – gemeinsam mobil, solidarisch finanziert und mit Rollstuhllift!
»Solibus« ist ein nicht-kommerzielles Projekt der außerparlamentarischen Opposition, parteilich, aber nicht von Parteien abhängig.

Über uns:
Wir, das sind Aktivist:innen aus verschiedenen sozialen, antirassistischen, antifaschistischen, feministischen und anderen politischen Netzwerken und Zusammenhängen. Unterstützt werden wir durch ein großes Netzwerk von solidarischen Menschen und Gruppen, die ihre unterschiedlichen Kompetenzen, Fähigkeiten und Möglichkeiten teilen. Wir begreifen uns als Teil einer emanzipatorischen, sozialen Bewegung auf der Grundlage von Basis- und Selbstorganisierung.

Wir freuen uns über weitere Unterstützer:innen, Mitwirkende und Eure Rückmeldungen!

Mehr Infos zum Soli-Bus.

Einladung Onlinediskussion 18.1.2022  – Austausch der stadtpolitischen Bewegung – was kommt 2022?

Ein Neues Jahr hat begonnen. Für uns stellt sich die Frage, wie es in den nächsten Monaten mit der Berliner Mieter:innen-Bewegung weiter weitergeht?

Dazu laden wir (Bündnis gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung Berlin) euch am 18.01.2022 herzlich ein, mit uns zu teilen, woran ihr derzeit arbeitet, wie gegenseitige Unterstützung aussehen kann und was ihr in den nächsten Monaten vorhabt:

18.01.2022 – 19 Uhr – Onlineaustausch der Berliner stadtpolitischen Bewegung:

https://viko.iniforum-berlin.de/b/san-xap-zsa-ufq

Die Ausgangssituation in Berlin hat sich geändert. Eine neue Bundesregierung, aber auch die neue Landesregierung stellen die Weichen auf Bauen, Bauen, Bauen. Da Wohnraum eine Ware bleibt, werden also neue Kapitalanlagen entstehen und in der Nebenwirkung vielleicht auch ein wenig günstiger Wohnraum.

Zeitgleich fallen mehr Wohnungen aus der Sozialbindung, als günstig neu gebaut werden. Bodenspekulation bleibt weiter attraktiv, wird kaum besteuert und drückt die Mieten weiter nach oben.

Steigende Energie- und Modernisierungskosten werden einseitig den Mieter:innen auferlegt, obwohl der Kampf gegen den Klimawandel die ganze Gesellschaft herausfordert. Es sind weiterhin tausende Menschen obdach- und wohnungslos, während spekulativer Leerstand existiert. Vor den Bundesgerichten wurden wesentliche gesetzgeberische Fortschritte der letzten Jahre kassiert. Kurzum, die Mieten und Profite steigen weiter, Menschen sterben auf der Straße und viele haben Angst um ihre Wohnung.

Gleichzeitig entstehen aber immer weitere Hausgemeinschaften und Kiezversammlungen. Die Mietervereine wachsen und eine Mieter:innengewerkschaft hat sich gegründet.

Im letzten Jahr gab es eine sehr kräftige Demo nach dem Kippen des Mietendeckels. Und der Volksentscheid für die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne (Deutsche Wohnen Enteignen) hat bravourös gewonnen! – nur gibt es keine Regierung, die gewillt ist, diesen Volksentscheid umzusetzen…

Unser Bündnis wird am 18.01.2022 den Vorschlag einbringen, dass wir uns in Berlin am „Housing Action Day“ am letzten Märzwochenende beteiligen. Damit folgen wir einem Aufruf der europaweiten Vernetzung „Action Coalition for the Right to Housing and to the City“ (Aktionsbündnis für das Recht auf Wohnen und Recht auf Stadt: https://housingnotprofit.org/).
Das Datum nimmt Bezug auf das Ende des Wintermoratoriums für Zwangsräumungen in Frankreich. In den letzten Jahren fanden zu diesem Anlass Großdemos in Berlin und anderen deutschen und europäischen Städten statt. Was dieses Jahr in Berlin zum europaweiten Housing Action Day am 26.03.2022 stattfinden könnte, ist aber offen:
Eine Demo, eine Konferenz, eine Aktionswoche, dezentrale Kundgebungen… – alles ist möglich.

Was wollen wir also tun, um als Mieten- und stadtpolitische Bewegung erneut ein starkes Zeichen zu setzen? Was wollen wir tun, damit die Mieten sinken, das Menschenrecht auf Wohnen umgesetzt wird und wir in einer solidarischen Stadt leben können? Wie können wir uns Mieter:innen darin bestärken, weiter für unsere Rechte zu kämpfen? Wie wollen wir die wärmende Kraft der Solidarität entfachen und in andere Städte Deutschlands und Europas erstrahlen lassen?

Kommt am 18.01.2022 ab 19 Uhr zum Onlineaustausch der Berliner stadtpolitischen Bewegung:

https://viko.iniforum-berlin.de/b/san-xap-zsa-ufq

Das Hundertjährige, das durch den Boden ging und platzte. Oder, von Pfützen, die keine:r braucht

Auflösung unseres gestrigen „Rätsels“:
Es ist Isländisch und „Hoffnungsländisch“. Eine Fantasiesprache, die nicht nur helfen kann, in ewigen Pandemiewellen das Pfützenspringen als Seelentröster zu entdecken, sondern auch unser aktuellestes Pfützenerlebnis:

Pfützen im Keller. Da wo Pfützen gar nicht hingehören. Da wo Pfützen Geld kosten und keine gute Laune verbreiten.
Die 100 Jahre alten Rohre sind gebrochen und wir zerbrechen uns den Kopf, wie wir das Geld zusammenkratzen, um sie zu reparieren und um wieder frohen Mutes nur in unsere Lieblings-Schlammpfützen im Hof zu springen. Bis dahin gilt, was Sígur Rós uns lehrt mit ihren Zeilen: Und meine Nase blutet Doch steh‘ ich immer auf.
(Vonlenska = Hoffnungsländisch)

Und wir laden Euch ein, wenn die Nase mal wieder blutig unter der Maske oder im Alltags-Wahnsinn geworden ist, in unsere Pfützen zu springen. Es sind immer genug für alle da und wenn Ihr uns bei der Lösung unserer Pfützen im Keller helfen könnt und mögt, springen wir gemeinsam vor Freude ohne Gummistiefel in alle Pfützen.

Springen in Pfützen

Lächelnd

Herumspinnend und springend

Händchen haltend

Die ganze Welt verschwommen

Aber du stehst dort

Durchnässt

Völlig durchnässt

Keine Gummistiefel

Irgendwo in uns gibt es

Den Willen, um aus der Schale auszubrechen

Der Wind

Und der Geruch deiner Haare

Ich atme ihn ein, so gut wie ich kann

Mit meiner Nase

Ich springe in Pfützen

Ohne Stiefel

Völlig durchnässt

Ohne Stiefel

Und meine Nase blutet

Doch steh‘ ich immer auf

(Vonlenska)

Und meine Nase blutet

Doch steh‘ ich immer auf

(Vonlenska)

Quelle:

https://lyricstranslate.com/de/hopp%C3%ADpolla-springen-pf%C3%BCtzen.html