europaweit für menschenwürdiges und bezahlbares Wohnen demonstrieren
Frühling liegt in der Luft und es wird Zeit für den europaweiten #HousingActionDay2021
👉 Am 27.03.2021 wollen wir gemeinsam mit euch für eine solidarische Stadt auf die Straße gehen.
📢 Sagt es weiter und macht mit!
Stadt für Alle statt #Mietenwahnsinn und #Verdrängung
Am 26. März 2019 verstarb die bekannte Berliner Übersetzerin Maria Gast-Ciechomska, Maryla oder Marlena genannt. Sie war die Enkelin des letzten Bürgermeisters von Warschauer Stadtteil Mokotów, eine Germanistin, hervorragende Übersetzerin, antikommunistische Aktivistin, Mitglied von Solidarność Masoviens, Aktivistin der Bewegung zur Verteidigung der Menschen- und Bürgerrechte. Während des Kriegszustands wurde sie im Frauenlager in Gołdap interniert – sie war die jüngste Gefangene in diesem Lager. Später zog sie nach Berlin, wo sie sich weiterhin für Frauen und polnisch-deutsche Beziehungen einsetzte. Sie war unter anderem in der deutsch-polnischen Literaturverein WIR tätig und in der Berlin-Warschauer Fraueninitiative. Sie war Mitbegründerin der Polnischen Feministischen Vereinigung und der Initiative Bewegung gegen die Kriminalisierung der Abtreibung. Sie schrieb das Buch Vom Matriarchat zum Feminismus.
Einige Wochen vor ihrem Tod wurde ihre Arbeit in der Regenbogenfabrik und dann im “Lichtblick”-Kino bei der deutschen Premiere des Films von Marta Dzido und Piotr Śliwowski Siłaczki / Frauen der ersten Stunde präsentiert. Sie hat den Soundtrack des Films perfekt übersetzt. Maryla war schon immer in Frauenangelegenheiten involviert, daher ist es kein Wunder, dass ihre letzte großartige Arbeit auch mit diesem Thema zu tun hatte.
Heute ist es also zwei Jahre her, dass Maria (Maryla Gast-Ciechomska) gegangen ist. Letztes Jahr wollten Anna Krenz, Iwona Dadej, Christine Ziegler und ich ein Treffen zu Marias ersten Todestag in der Regenbogenfabrik organisieren; leider wurden wir durch die Pandemie oder vielmehr durch den am 15. März eingeführten Lockdown gehindert. In diesem Jahr schlug Iwona Dadej ein Zoom-Meeting vor, das jedoch aus irgendeinem Grund wahrscheinlich nicht stattfinden wird. Das Treffen werde ich also ganz privat organisieren. Es wird nächsten Montag um 19 Uhr stattfinden. Ich lade Sie zur Teilnahme ein!
Unser Kiez ist besetzt, Reichenberger und Lausitzer eingegittert, die Versammlungsfreiheit eingeschränkt. Das alles für den Profit von Goran Nenadic und seiner Zelos Properties GmbH.
Und wir so? Trotzdem da, in Bunt, mit Kind und Kegel, Straßenkreide und Tretrollern. Die Sperrzone wird zur Spielstraße. Gegen Profit für Freiräume!
– Zum Weltwassertag – Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Berliner Wassertisch statt.
Mo., 22.03.21 | 16:00 Uhr | Livestream aus dem RegenbogenKino
Karin Bretzinger erzählt das Märchen vom riesigen Elefanten, der das Wasser für sich alleine in Besitz nimmt. Das Wasser, das alle zum Überleben brauchen.
Der Berliner Wassertisch sieht Parallelen zu der Gier der Wasserkonzerne heute.
Die Märchen werden von europäischen und afrikanischen Trommler*innen begleitet.
Im Anschluss zeigen wir einen aktuellen Filmclip über Blue Community Berlin.
Für alle Online-Veranstaltungen gilt, wie bei anderen soziokulturellen Veranstaltungen in der Regenbogenfabrik:
Eintritt frei – Spenden erbeten!
Da wir im Veranstaltungsbereich zur Zeit keine Einnahmen durch Getränkeverkauf und gesammelten Spenden haben, dafür aber viele Kosten (u.a. Personal und Technik), bitten wir zur Unterstützung um Spenden auf unser Konto.
Diese Veranstaltung ist nicht die erste Kooperation zwischen Wassertisch und RegenbogenKino und ist ganz sicher nicht die letzte.
Der Berliner Wassertisch, gegründet 2006, engagierte sich für die Rekommunalisierung der teilprivatisierten Berliner Wasserbetriebe und erreichte diese über den ersten erfolgreichen Volksentscheid in Berlin vor 10 Jahren (13.2.11): 666.235 Berlinerinnen und Berliner stimmten für die Offenlegung der Geheimverträge bei der Privatisierung des Berliner Wassers. Der Startschuss für die Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe!
Nun ist unser Wasser wieder in öffentlicher Hand –
Aber es fehlt noch immer die demokratische Kontrolle über das öffentliche Gut Wasser..
Alle Veranstaltungen zum 22. März werden koordiniert und beworben über das breite Bündnis der Blue Community Berlin, dem sich viele Organisationen zusammengeschlossen haben.