Auflösung Bilderrätsel sechs

Wie immer war das nicht schon immer so. Als die Fabrik besetzt wurde, war auch diese Fassade eher dunkel, anthrazit, um es vornehm auszudrücken. Dann kam rosa. Wieso das?

Das Vorderhaus der Regenbogenfabrik wurde nicht besetzt. Wie schon berichtet, war hier eine türkisch-deutsche Initiative darum bemüht, ein Selbsthilfeprojekt zu entwickeln. Für das Hochparterre gab es bereits Pläne und Bemühungen, die Wohnung zu einer Kita auszubauen. Als absehbar war, dass hier nicht fair gespielt wurde und hinter unserem Rücken alles anders lief, gab es eine Besetzung. Sie war nicht lange zu halten, doch den Farbton hatten wir mit geschenkter Farbe gesetzt. Noch heute ist die Fassade rosa.

Zweite Geschichte: 2010 haben ein paar Fußballenthusiast*innen im Kino zum public viewing eingeladen. Und damit es keine*r übersieht, wurde die Fassade entsprechend verziert.

Soweit, so hübsch. War auch sehr unterhaltsam. Doch die Kritik an dem Fußballzirkus und der korrupten FIFA war auch vor elf Jahren schon groß. Und so kam es dazu, dass der schicke Schriftzug am Ende der Weltmeisterschaft umgehend unter bunten Kullern und einem schwungvollen Schriftzug verschwand.

So wird uns jetzt klar, dass nichts bleibt, wie es war.

Auflösung Bilderrätsel fünf

13 Uhr! Der Magen ist konditoniert und erinnert grummelnd an die Mittagspause. Also nix wie hin zur RegenbogenKantine. Heute das Fleischgericht oder doch lieber klimafreundlich vegetarisch schwelgen?
Beides ist lecker, was immer Montag bis Freitag vom Team gekocht wird. Das Team kocht gerne für euch! Dabei legen sie Wert auf eine täglich frische Zubereitung der Zutaten unserer internationalen Speisen.
-zur Zeit kann leider der Mittagstisch nicht angeboten werden-

Die Kantine kam ins Fabrikleben im Jahre 2000. Lecker versorgt werden nicht nur Kolleg*innen und Nachbar*innen. Vier Kitas versorgen die Köch*innen inzwischen; das ist ein intensiver Arbeitstag!

Noch ein Wort zu dem bunten Schriftzug:
Ähnlich wie die Rutsche auf dem Spielplatz ist dieser eine Reminiszenz an die Filmaufnahmen zu „Der ewige Gärtner“. Dies ist ein britisch-deutscher Thriller des brasilianischen Regisseurs Fernando Meirelles aus dem Jahr 2005. Das Drama basiert auf dem gleichnamigen Roman von John le Carré.

Zwischen Kenia, London und Bielefeld hat Carré seine verwirrenden Handlungsstränge ausgelegt. Im Film wurde aus Bielefeld Berlin und unsere Kantine eine Kita, aus der die Aktivistin gegen die Pharmaindustrie ihr Kind abholt.

Für einen perfekten Filmdreh wird eine Location schon mal auf den Kopf gestellt. Es wird aber auch immer versprochen, dass der alte Zustand wieder hergestellt wird. In diesem Fall haben wir aber den Verbleib des Schriftzugs sehr begrüßt.