Geburtstagskind des Tages – Dario

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Ich war in der Fabrik am Anfang des Jahrtausends, 2002 bis 2004 ungefähr und habe Jugendaustausche organisiert und durchgeführt.

Habe auch später in der Kantine gearbeitet, wo immer freundliche Mitarbeiter waren.

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

 Der Hof, die Fahrradwerkstatt, die Kantine

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

 Ein Ort der Gemeinschaft

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Was die Araber dort kochen, schmeckt sehr gut…

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

Freundliche Mitarbeiter

Foto: Denkmaltag 2005

Geburtstagskind des Tages – Sabine

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Ich bin 1986 im April in das Hinterhaus eingezogen. Der Große Umzug! Da sind auch die aus der Lausitzer 40 gekommen. Schon 1987 war ich dann für drei Jahre in der Kinogruppe. Mit denen, die dann das FSK angefangen haben. Und jetzt wohne ich noch immer im Haus. Hab die ganze Selbsthilfe mitgemacht, gleich nach Einzug und nochmal in den 90er Jahren. Als wir einzogen, war alles kaputt und versifft, das war ein eindrückliches Erlebnis.

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Das ist natürlich das Kino, ganz klar. Ich liebe es, ich mochte es, mit den alten Maschinen zu arbeiten, mit den ganz großen Rollen. Nach einem Spielfilm hattest du das Gefühl, dass du einen Marathon gelaufen bist. Später bin ich dann mit meinem Sohn Luis immer ins Kino, da hat Marten Kinodienst gemacht und Willi hat die Karten abgerissen.

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

Ein einmaliger Ort, in dem man Sachen ausprobieren kann und Arbeit ausprobieren kann, die es vorher nirgendwo gegeben hat. Lebenseinstellungen und Projekte. Bis heute ist das so.

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Da war ich leider nie. Früher war ich anderswo und jetzt ist ja leider auch geschlossen für die Nachbarschaft.

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

Dass sie die nächsten vierzig Jahre genauso cool weiter macht wie bis jetzt und dass sie die Insel bleibt, die sie ist. Und sie immer noch den Spirit und das Flair aus den 80er Jahren weitertransportiert.

Geburtstagskind des Tages – Maria

1. Seit wann bist bzw. von wann bis wann warst Du hier und in welchem Bereich?

Ich war 15 Jahre ehrenamtlich im RegenbogenKino tätig. Kino und Filme, meine grosse Leidenschaft. Daneben dann auch als Arbeitsassistentin von Havva in der Kantine aktiv. 2006 war ich massgeblich daran beteiligt, die Kuchenbäckerinnen zu gründen. Am 22. November fand die Eröffnung der Kuchenbäckerinnen statt.

2. Welches ist Dein Lieblingsort auf der Fabrik?

Na natürlich das Kino. Eigentlich sogar eher der Projektorraum. Aber schon, wenn man in den Hof der RegenbogenFabrik kommt, fühle ich die heilsame Oase.

3. Mit einem Wort: Was ist die Fabrik für Dich?

Eine lebendige Oase!

4. Lieblingsessen in der Kantine?

Käsespätzle und die legendären Semmelknödel des Semmelknödelkönigs Julian, wie Havva ihn nannte.

5. Was wünschst Du der Fabrik zum Geburtstag?

Dass sie weitere 40 Jahre erfolgreich eine Oase bleibt und dem Kiez und den Anwohnenden gut tut. Ein Hoch auf die Fabrik! Wir brauchen solche Orte ganz dringend in dieser Stadt!!!

Foto: Silke Schlömer

2007 | Für Anette zum 50. Geburtstag

Lustig, lustig, ihr lieben Brüder,
leget eure Sorgen nieder,
trinkt dafür ein warmes Becks,
trinkt dafür ein warmes Becks.

Auf die G´sundheit aller Schwestern
Seid nicht traurig über gestern!
Heut soll große Party sein!
Heut soll große Party sein!

Lustig lebt in Saus und Brause,
Weil wir jetzo sind am Schmause!
Arbeit drücket heut nicht viel!
Arbeit drücket heut nicht viel!

Geld gib´s ja in Hüll und Fülle,
Alles nehmen ist unser Wille,
Der Fabrik soll es halb sein!
Und für dich soll es halb sein!

Ei, was hast du hier geschaffen,
Vogel/Braun konnt nimmer raffen,
Weg wer kommanditieren will!
Weg wer kommanditieren will!

Wir sind alle freie Leute,
was uns sicher nie gereute,
Konsens das ist gut und recht,
Konsens das ist gut und recht.

Schlagt die Fässer ein, laßt´s laufen!
Jetzo heißt es tapfer saufen –
`s nächste Plenum kommt bestimmt!
`s nächste Plenum kommt bestimmt!

Mit diesem Lied auf die Melodie eines Gesellenliedes zeigten sich auch deutsche Handwerker mit der Pariser Commune solidarisch – auch auf die Gefahr hin, selbst eingekerkert zu werden.

Die Pariser Kommune des belagerten Paris markierte sozialgeschichtlich den Beginn einer neuer Epoche. Nach Sebastian Haffner ging es dabei zum ersten Mal um Dinge, um die heute in aller Welt gerungen wird: Demokratie oder Diktatur, Rätesystem oder Parlamentarismus, Sozialismus oder Wohlfahrtskapitalismus, Säkularisierung, Volksbewaffnung, sogar Frauenemanzipation – alles das stand in diesen Tagen plötzlich auf der Tagesordnung.
Aus diesen Gründen wird die Zeit der Pariser Kommune verschiedentlich auch als ein Manifestationspunkt der Moderne bezeichnet. (Schnell mal bei Wikipedia rausgefischt.)

Kleine Umdichtungen durch: Christine, Hilde, Willi, Brigitte, Mimi, Jonny, Maria, Andrea, Dorothea, Anette, Christine, Maja

Foto: Ulla Tasrini